Da wurde heute der Sohn von guten Freunden von uns getauft.
Man fragte mich, ob ich Fotos machen würde. Klar, ich hab bisher an die 50 Hochzeiten und 2 Taufen fotografiert, wieso nicht.
Der Pfarrer sei total locker drauf. (gut, das sei mal dahingestellt, wenn man die Eltern erst zu einem Taufseminar schickt, weil sie nicht evangelisch sind. Meiner Meinung nach müsste man heutzutage Täuflinge mit offenen Armen empfangen, der Kirche stirbt ja die Kundschaft weg.) Aber das sei alles okay, der habe sich total offen gegeben und alles erlaubt, er sei ja evangelisch und nicht katholisch. Gut.
Der Gottesdienst war ein ganz normaler am Sonntagmorgen. Eine Menge Special-Effects, diese Kirche lässt sich da nicht lumpen, ein spezieller Hörgerätelautsprecher (?) oder so - und Beamer mit Liedtexten, Trompetern, anschließend Kaffee in der Kirche und pipapo.
Dann fing der Pfarrer jedoch zu reden an.
Taufen ist gut, Jesus sagte schließlich schon, wer nicht ist wie ein Kind, der würd das alles nie verstehen, geschweige denn, in den Himmel kommen.
Aber: In erster Linie sind wir ja alle Sünder. Wie gut, dass die beiden anwesenden Babys getauft werden, dann werden sie (endlich!!!) von ihren Sünden reingewaschen (puh. Mein armes Kind wird wohl ewig Sünder bleiben müssen.)
Dann die Taufe. Ich stand auf, wie immer, leise, ohne Blitz, ohne Stückelschuhe, nicht zum Altar hoch, sondern mit 5 Metern Abstand und respektvollem Lächeln, und schoss meine 5 Fotos, ohne Gepiepse, ohne wem auf die Füße zu stehen. Setzte mich wieder, versuchte, mit meinem Mann zusammen das Kind bei Laune zu halten.
Hörte brav der Predigt zu. Plötzlich waren alle Lügner. Mit bunten Beispielen und fetziger Musik (Fleetwood Mac!) unterlegt, Politiker, Sportler. Doping, Mauerbau, Kokain, Koalitionen, Plagiate. Beispiele dafür, das man total leichtgläubig durch die Gegend liefe und keinem mehr glauben soll. Man wisse auh gar nicht, wem man glauben soll. Er erwähnte Buddhisten und andere Glaubensrichtungen. Und kam zum Fazit: Einzíg und allein glauben könne man doch keinem.
Außer eben: Der Kirche. (Klingelbeutel wurde durchgereicht.)
Merkt ihr selbst, hm?
Der ganze Gottesdienst dauerte dann über eine Stunde (mit quängelnden Babys.) Am Ende verkrümelte ich mich dann stillend in eine Ecke. Was soll man machen.
Anschließend sagte der Pfarrer zu den Eltern der getauften Babys, man dürfe nun noch vorn am Taufbecken Fotos mit ihm machen. Unsere Freunde beschlossen, dass sie das nicht brauchen (ich bin ja eh kein Freund von gestellten Bildern) und ich ging vor, und sagte dem Pfarrer, dass ich nun noch von der Kerze ein Bild mache, und wir dann sonst nichts mehr fotografieren wollen.
Er raunte mich dann an, dass in den Gottesdiensten der evangelischen Landeskirche striktes Fotografierverbot herrsche. Und ich ihn nichtmal gefragt hätte (ja, während des Gottesdienstes, oder wie?! Er war davor im Hinterkämmerchen verschwunden gewesen, zudem hat er laut unseren Freunden im Vorgespräch gesagt, dass er sehr offen sei und alles erlaubt ist.). Ich sagte dann, höflich und nett, dass ich das nicht wusste und nur die Taufe ansich fotografiert habe, und nicht auf die Idee käme, Gebete oder so zu stören.
Er murmelte mit hochgezogenen Augenbrauen "wenigstens das". Ich betonte nochmal, dass mir nicht aufgefallen ist, das sich jemanden gestört habe und mich, wie immer, sehr dezent verhalten habe, und in meiner Karriere als Hochzeitsfotografin noch niemals jemand etwas von einem Fotografierverbot bei den Evangelischen Gottesdiensten zu Ohren gekommen sei.
Er drehte sich dann einfach weg und ging zum Taufbecken, um dort selig lächelnd für die andere Familie die Taufe nachzustellen. (Und was sagen die dann später zum Kind? Guck, auf dem Foto haben wir so getan, als würden wir dich taufen?)
Wir haben auch überlegt, taufen zu lassen. Prinzipiell ist es ja nicht schlecht, wenn sich jeder auf der Welt an die 10 Gebote hielte. Eigentlich wäre damit sogar die ganze Welt viele Probleme los. Da sag ich überhaupt nix dagegen.
Soll jeder glauben was er will, niemandem dabei weh tun und gut.
Aber diese Institution Kirche, die sich verschlossen wie eh und je zeigt, die "Kundschaft" (wie gesagt, wir hatten auch überlegt, taufen zu lassen!) mit erhobenem Zeigefinger und arrogantem Grinsen wie heute vergrault, da spiel ich nicht mit.
Amen.
Sonntag, 24. Februar 2013
Montag, 11. Februar 2013
An meiner Wand
Neuerdings an meiner Schreibtisch-Wand ....
Die beiden rechts sieht man nicht so gut:
"The most important thing a father can do for his children is to love their mother"
und "Morgen werde ich Dinge tun" :)
Am liebsten mag ich links "First we had each other, then we had you, now we have everything"
und das "Wo die wilden Kerle wohnen" - Monster mit "I'll eat you up i love you so" - das werd ich wohl bald mal auf ein Kinder-Shirt drucken <3
Das Monster und ganz links oben hab ich übrigens im Internet gefunden und ausgedruckt. Den rest hab ich mir selbst nachgebaut.
Sonntag, 10. Februar 2013
Sonntag
Heute komme ich nicht zu den Handyquadraten. vertagt also auf kommende Woche :)
Meine Großeltern haben eine Mini-Kamera gefunden, die ich schon lange dort gesucht habe.... und mir mitgegeben <3 Glaube eher nicht, dass ich die zum Laufen bekomme...
Wir waren heute in Heidelberg am Neckar spazieren. Eisekalt, aber der kleine Mann bei bester Laune..!!
Die Sache mit dem Essen funktioniert auch sehr gut, Ben darf den Löffel natürlich auch anfassen, und er hats schon drauf und weiß, wo der hin gehört :D Ansonsten gebe ich ihm eben ab und an auch ein Stück gedünstete Karotte, worauf er dann rumkaut ...
Und gestern gabs bei uns selbstgemachtes und viel zu viel!) Sushi!
Und letzte Woche zogen diese beiden Schätze bei mir ein...: Neue Kameratasche und neue Kamera :)
jetzt gibts hier gleich Blumenkohl für das Kind, dann gehts in die Badewanne, und bei meinem Mann und mir gibts dann aus der aktuellen "Lecker" Rinderstew mit Reblanchant Kartoffelhaube. Na denn :o)
Mittwoch, 6. Februar 2013
U5 und ins Bett bring - Ding
U5: Gestern war die U5, leider hatte der Arzt nicht soo viel zeit und ich hab irgendwie mehr erwartet. Ben ist nun mit genau 5 Monaten und 3 Tagen 68,5 cm groß und wiegt 6900 Gramm! Er fragte dann noch "dreht er sich ein bisschen?", das hat mich wohl am meisten genervt, denn statt sich die motorische Entwicklung richtig anzusehen bzw. den Kurzbrief der Physiotherapeutin anzuschauen, in dem stand dass er auch schon Streckstütz drauf hat, eben nur so fragen, hm. Aber dennoch waren wir beim Arzt bisher immer zufrieden. Der war wohl nur gestresst. Ich hör halt immer nur von anderen, bei denen die Ärzte dann nette Sachen ins U Heft schreiben. Oder sagen, tolle Entwicklung usw. Aber vielleicht hab ich nur ein Fleißbildchen erwartet...
Die endlich letzte Impfung bis Juli hat er auch soweit gut hinter sich gebracht - zwar geweint wie verrückt, aber das lag auch an der langen Wartezeit und dass er zum zeitpunkt der Untersuchung einfach schon keine Geduld mehr hatte. Im Auto schlief er, dann hab ich ihm abends, weil er doch warm wurde, gleich eines der Ben-u-ron (haha!) gegeben, und gut war. Heute beste Laune.
Unser neues "Ins Bett Bring Ding" läuft auch ganz gut, dank Babyphon bringe ich ben nun immer gegen 20 Uhr ins Bett und stehe dann wieder auf (bisher bin ich einfach liegen geblieben, und er ging später ins Bett.), aber so hat man endlich mal wieder zeit für andere Sachen (oder einfach nur mal ausstrecken!) ... Ich muss zwar aktuell so alle 30 Minuten nach ihm sehen, weil er da weint, aber ich bin mir sicher, dass das mit der Zeit besser wird...
Die endlich letzte Impfung bis Juli hat er auch soweit gut hinter sich gebracht - zwar geweint wie verrückt, aber das lag auch an der langen Wartezeit und dass er zum zeitpunkt der Untersuchung einfach schon keine Geduld mehr hatte. Im Auto schlief er, dann hab ich ihm abends, weil er doch warm wurde, gleich eines der Ben-u-ron (haha!) gegeben, und gut war. Heute beste Laune.
Unser neues "Ins Bett Bring Ding" läuft auch ganz gut, dank Babyphon bringe ich ben nun immer gegen 20 Uhr ins Bett und stehe dann wieder auf (bisher bin ich einfach liegen geblieben, und er ging später ins Bett.), aber so hat man endlich mal wieder zeit für andere Sachen (oder einfach nur mal ausstrecken!) ... Ich muss zwar aktuell so alle 30 Minuten nach ihm sehen, weil er da weint, aber ich bin mir sicher, dass das mit der Zeit besser wird...
Freitag, 1. Februar 2013
Beikost mit Beigeschmack
Mein Bauch und ich sagen: Mein Sohn ist 5 Monate. Er ist fit und aufmerksam und interessiert an allem, was in Mamas und Paps Mund landet. Also: Ich könnt mal anfangen mit Brei und ein bisschen breilosem Zeugs für die Hand zum Rumnagen. Ich stille ja trotzdem noch voll. ist ja nur zum "probieren" und langsam mal ein paar Löffelchen essen.
Dann lese ich das nette Büchlein, das ich mir extra gekauft habe, und mir vergeht es schon wieder beinahe. Da steht, ich soll beim Kochen doch unbedingt drauf achten, wo mein Kind währenddessen ist. Besonders wenn ich mit dem Messer arbeite. Man bräuchte Messer in der Küche, kleine, wobei große messer besser wären, aber eben auch viel gefährlicher. Und da steht, dass ich keine verschimmelten Gemüse verarbeiten soll. Puh. Okay. Wirkt ziemlich kompliziert, die Sache mit dem Gemüse.
Davon mal abgesehen, überlege ich nun: Mit Karotte starten, so wie das eben "üblich" ist? Oder so, wie es im Babykochkurs zweier Freundinnen gesagt wurde, Blumenkohl oder Brokkoli, wegen des Geschmacks? Da kann man sich ganz schön verunsichern lassen. Die einen schreien nach Pastinake, die anderen schreien auf: bloooss nicht, der Cousin des Bruders meiner Nachbarin ihrem Hundefrisör sagt, dass deren Kosmetikerin meint, das würde zu süß schmecken!!!
Wer weiß, was ich damit beeinflusse? Was ich meinem Kind mit einem Karottenbrei antue? Den Geschmack des Kindes, den er entwickeln wird? Vorlieben? Jetzt schon? Prägt der erste Löffel Brei für immer?
Macht Pastinake mathematisch geniale Kinder, während Karottenkinder mehr so die Künstlertypen sind? Soll ich lieber stillen bis er volljährig ist und selbst entscheiden kann und ich es nicht mehr muss? Was tu ich meinem Kind nur mit diesem Gemüse an?
Dann sehe ich andere von euch, die ihren Kindern, 2 Wochen älter als Ben, ein Stück Brötchen oder Banane zum Lutschen geben und denke: Siehste. Mach dich doch nicht so verrückt.
Also wird am Sonntag mal ne Karotte pürriert. Die hab ich nämlich in einem unbedachten Anflug von Wahn gekauft. Sogar Bio.
Mal sehen was passiert.
Bestenfalls isst er dann sein Leben lang gern Karotten. Wär ja auch nicht so verkehrt.
Dann lese ich das nette Büchlein, das ich mir extra gekauft habe, und mir vergeht es schon wieder beinahe. Da steht, ich soll beim Kochen doch unbedingt drauf achten, wo mein Kind währenddessen ist. Besonders wenn ich mit dem Messer arbeite. Man bräuchte Messer in der Küche, kleine, wobei große messer besser wären, aber eben auch viel gefährlicher. Und da steht, dass ich keine verschimmelten Gemüse verarbeiten soll. Puh. Okay. Wirkt ziemlich kompliziert, die Sache mit dem Gemüse.
Davon mal abgesehen, überlege ich nun: Mit Karotte starten, so wie das eben "üblich" ist? Oder so, wie es im Babykochkurs zweier Freundinnen gesagt wurde, Blumenkohl oder Brokkoli, wegen des Geschmacks? Da kann man sich ganz schön verunsichern lassen. Die einen schreien nach Pastinake, die anderen schreien auf: bloooss nicht, der Cousin des Bruders meiner Nachbarin ihrem Hundefrisör sagt, dass deren Kosmetikerin meint, das würde zu süß schmecken!!!
Wer weiß, was ich damit beeinflusse? Was ich meinem Kind mit einem Karottenbrei antue? Den Geschmack des Kindes, den er entwickeln wird? Vorlieben? Jetzt schon? Prägt der erste Löffel Brei für immer?
Macht Pastinake mathematisch geniale Kinder, während Karottenkinder mehr so die Künstlertypen sind? Soll ich lieber stillen bis er volljährig ist und selbst entscheiden kann und ich es nicht mehr muss? Was tu ich meinem Kind nur mit diesem Gemüse an?
Dann sehe ich andere von euch, die ihren Kindern, 2 Wochen älter als Ben, ein Stück Brötchen oder Banane zum Lutschen geben und denke: Siehste. Mach dich doch nicht so verrückt.
Also wird am Sonntag mal ne Karotte pürriert. Die hab ich nämlich in einem unbedachten Anflug von Wahn gekauft. Sogar Bio.
Mal sehen was passiert.
Bestenfalls isst er dann sein Leben lang gern Karotten. Wär ja auch nicht so verkehrt.

















