Ben war gestern genau ein halbes Jahr alt.
Bisher habe ich ja nicht solche Monatsberichte gemacht. Keine Ahnung was ich da schreiben soll.
Die Zeit verging so wahnsinnig schnell. Vieles, was jetzt normal ist, war neulich noch ganz frisch... Und so weiß man gar nicht, was man festhalten soll... weil es auf einmal wieder normal ist und man denkt, irgendwie ist es ja fast egal, denn am ende wird er laufen können und sprechen und ganz normal essen. aber vielleicht sollte man es genau deshalb aufschreiben...
Du wiegst jetzt ca. 7300 Gramm und bist ca. 70cm groß. Vor 6 Monaten ware das 3853 Gramm auf 54cm. Da hattest du ja ganz schön zu tun in den letzten Monaten!
Vorgestern lagst du auf deiner Matte im Wohnzimmer, und bis ich es kapiert habe, auf einmal so 1,5 Meter davon weg - wir bewegen uns nun also kugelig fort ;) Und heute war doch klar erkennbar, dass du daran übst, den Po zu heben!
Die Krankengymnastikfrau ist auch sehr zufrieden. Sie sagte, wir brauchen nicht mehr hin, sie sieht, dass alles super ist, aber sie würde gerne sehen, wie du krabbelst. Wenn ich will, würde sie mir einen Termin geben, müsse aber nicht. Ich bin natürlich froh wenn jemand schaut und mir sagt, es sei alles okay, so dass wir dann in 4 Wochen nochmal hin gehen. Da ich sie sehr gerne mag, freue ich mich schon darauf.
Ansonsten schläfst du nach wie vor bei uns im Bett. Das ist soweit okay für mich, denn so muss ich zum Stillen nicht immer aufstehen und wir beide schlafen dann einfach wieder ein.
Deinen Papa stört das auch nicht, und so sind wir von Horrorszenarien von wegen "Der Mann musste ausm Schlafzimmer ausziehen" oder nächtlichem Brüllen weit entfernt.
Dass du nachts alle 2 Stunden trinken willst, und bisher nur 2 mal in deinem Leben länger als 4 Stunden am Stück geschlafen hast ist meist auch okay für mich. Manchmal stresst es mich schon, aber größtenteils ist es wirklich okay.
Einschlafen in deinem Bett klappt überhaupt nicht. 3 Tage oder so waren dabei, da war das gut. Da konnte ich mich dann davon schleichen und mit Babyphon noch zumindest ein paar Minuten im Wohnzimmer verschwinden. An anderen Tagen musste ich dann ale 10 Minuten zu dir. Aber mittlerweile sind wir abends einfach auch so müde, dass wir einfach bei dir liegen bleiben und gar keine Lust haben, noch viel zu machen, wenn du schläfst.
Morgens hast du super Laune, da bleibst du gerne noch bei uns liegen, und erzählst ein bisschen. Rörö und Bwwppf und so.
Das Essen klappt prima. An manchen Tagen lässt du dich gerne ablenken (Die Katze!!!), an anderen haust du richtig rein. Du musst ja auch nicht. Die Milchbar ist nach wie vor 24 Stunden geöffnet ;) Am Besten hat dir bisher Zuccini geschmeckt, sowohl am Stück als auch als Brei. Da hast du diese Woche schon 100Gramm davon gefuttert, und wenn ich mehr gemacht hätte, bestimmt noch mehr. Aber wir wollen es ja auch nicht übertreiben. Und Hühnchen gab's diese Woche auch schon! Nächste Woche will ich mal nach Getreide für den Abendbrei schauen und nach Reis anstatt Kartoffeln. Banane hast du auch schon gegessen, und das Gesicht dabei verzogen. Naja, ich werde dich in einigen Jahren mal dran erinnern, wie gerne du als Baby mal Broccoli, Kohlrabi und Zucchini gegessen hast... das wird sich wohl noch ändern ;)
(Und seit wir zufüttern, wissen wir nun auch, wo die Chicken Nuggets her kommen. Ich sag nur Babywindel...)
Wickeln findest du zwar nicht schlimm, aber alles andere weitaus interessanter. Das Mobile überm Wickeltisch hast du schon abgerissen, und du hast einfach keine Lust, auf dem Rücken zu bleiben. Manchmal ist das ein richtiger Kampf... Da sind dann die Streifen an der Rückwand vom Wickeltisch interessanter, oder die Flasche Öl neben dem Tisch, oder deine Füße, die Wickelunterlage oder die Wand - irgendwas findest du jedenfalls immer... Seit 2 Wochen sind wir nun bei Windelgröße 3 angelangt.
Während wir essen, lässt du uns nun auch neuerdings auch gleichzeitig essen. Im Hochstuhl kannst du noch nicht sitzen, darum haben wir dich meist aufdem Schoß. Aber seit wir vorbildlich am Esstisch essen und nicht mehr auf dem Sofa wie da, als du noch kleiner warst, können wir meist gleichzeitig essen - du sitzt dann auf dem Schoß dabei :)Vor einigen Wochen war daran noch nicht zu denken, und du fingst immer an zu weinen, wenn wir gegessen haben, oder hattest Hunger, ganz egal, wann du davor zum letzten Mal getrunken hast ;)
Du kannst schon ordentlich zornig sein, wenn du irgendwo nicht ran kommst oder man dir etwas weg nimmt. Beim Babyschwimmen zum Beispiel, wenn du den Ball einfach nicht bekommst, weil er vor dir her schwimmt.
Dafür freust du dich nun, wenn du Zusammenhänge verestehst. Zum Beispiel auch beim Babyschimmen, wenn du das Becken siehst.
Die Katze findest du noch immer super und sie dich auch. Manchmal kommt sie zu dir her und kitzelt dich mit dem Schwanz im Gesicht...
Du lachst viel und weinst wenig. Wenn du weinst, dann eigentlich fast nur weil du müde bist. Aber wenn du lachst, steckt du alle mit an! Viele Fremde sagen, dass du sehr freundlich bist, weil du auch Fremde schnell anstrahlst.
Am Liebsten hörst du von uns "Ein Schneider fing ne Maus", da lachst du dann oft schon los wenn du die ersten Töne erkennst. Dein Papa singt gerne "A, B, C - die Katze lief im Schnee" mit dir, das findest du auch super!
Ansonsten singen wir "die Vogelhochzeit" (dein Vater auch gern mal in der Helge Schneider Version), nach wie vor "2 kleine Wölfe", "was müssen das für Bäume sein", "Anne Kaffeekanne", und neuerdings "Der Kuckuck und der Esel" :)
Seit 3 Tagen findest du Schnuller sogar okay, auch wenn du ihn immer rausziehst und dann versuchst, quer wieder rein zu stecken. Manchmal mimmst du ihn auch in den Mund und pustest dagegen... "Bwwwppffff!!"
Schon mehrfach dachten wir, du würdest dir Zähnchen wachsen lassen. Aber wir zählen jeden Morgen durch, bisher kommen wir leider immer auf "Null Zähnchen!". Oft hast du rote Backen, weinst, sabberst mehr als sonst schon ... Aber nein, keine Zähnchen da.
Die Elternzeit deines Papas ist mit deinen 6 Monaten somit leider auch zu Ende, und ich kann`s gar nicht glauben, weil es genauso schnell verging wie alles andere im Moment...
Wir müssen uns jedenfalls täglich aufs Neue beherrschen, dich nicht aufzufressen...
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Sonntag, 3. März 2013
Ein halbes Jahr...
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Babyschlaf,
Hach,
Lieber Ben,
Rückblick
Montag, 21. Januar 2013
Nichts!
Da war ich doch am Sonntag tatsächlich im Kino.
115 Minuten Film, Werbung und Trailer, plus Fahrt und schlurfen auf vereister Straße.
Und nichts ist passiert.
(ausser, dass ich mich in Samiras Nachos mit Soße gesetzt habe. Noch bevor der Film anfing.)
Mein Mann war mit dem Sohn so lange bei seinen Eltern, wo Kuchen gegessen und Monopoly gespielt wurde. Als ich dann schrieb, dass der Film vorbei ist, spielte er erst noch zu Ende und kam erst dann nach Hause, wo ich bereits Wäsche waschen, das Essen vorbereiten und aufräumen konnte.
Und Ben hatte nichtmal so riesigen Hunger. Und das alles ohne abgepumpte Milch und co. Zur Not wären ein paar ml in der Tiefkühltruhe gewesen und mein Mann hatte die Trinklerntasse dabei, um vielleicht ersten Hunger erstmal mit Wasser auszutricksen.
Aber ich war ja keine Weltreise machen, sondern nur im Kino. Bei kürzeren Sachen klappt das ja auch immer, so hatte ich zum Beispiel am Samstag ein Vorgespräch mit einem Brautpaar und war 1,5 Stunden weg. Aber nur so zum Vergnügen hat sich schon ganz schön anders angefühlt als "mal eben geschäftlich".
Und weils so gut war, gehe ich morgen mit einer Freundin schwimmen (für eine Stunde, nicht den ganzen Tag ;))
Übrigens vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem "Schlaf" - Posting.
Gestern habe ich ihn dann mal ins Beistellbett gelegt und halb liegend, halb verdreht abgestützt im Beistellbett gestillt. So konnte er wie gewohnt dabei einschlafen - nur eben in seinem Bett. Das ging auch erstmal gut, und als er noch 2 x augewacht ist, habe ich das jeweils wieder so gemacht. Als es dann aber 2 war und er wieder wach war, war ich zu müde um mich nochmal komplett zu verrenken, und ich hab ihn wieder zu mir ins Bett genommen. Habe ja auch nicht erwartet, dass er in der ersten Nacht gleich komplett entspannt im Beistellbett schläft. Mal sehen, ob wir das jetzt so weiter machen, und ob es für ihn einfacher wird. Die paar Stunden, in denen ich mich in meinem Bett breit ausstrecken konnte, waren jedenfalls super.
115 Minuten Film, Werbung und Trailer, plus Fahrt und schlurfen auf vereister Straße.
Und nichts ist passiert.
(ausser, dass ich mich in Samiras Nachos mit Soße gesetzt habe. Noch bevor der Film anfing.)
Mein Mann war mit dem Sohn so lange bei seinen Eltern, wo Kuchen gegessen und Monopoly gespielt wurde. Als ich dann schrieb, dass der Film vorbei ist, spielte er erst noch zu Ende und kam erst dann nach Hause, wo ich bereits Wäsche waschen, das Essen vorbereiten und aufräumen konnte.
Und Ben hatte nichtmal so riesigen Hunger. Und das alles ohne abgepumpte Milch und co. Zur Not wären ein paar ml in der Tiefkühltruhe gewesen und mein Mann hatte die Trinklerntasse dabei, um vielleicht ersten Hunger erstmal mit Wasser auszutricksen.
Aber ich war ja keine Weltreise machen, sondern nur im Kino. Bei kürzeren Sachen klappt das ja auch immer, so hatte ich zum Beispiel am Samstag ein Vorgespräch mit einem Brautpaar und war 1,5 Stunden weg. Aber nur so zum Vergnügen hat sich schon ganz schön anders angefühlt als "mal eben geschäftlich".
Und weils so gut war, gehe ich morgen mit einer Freundin schwimmen (für eine Stunde, nicht den ganzen Tag ;))
Übrigens vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem "Schlaf" - Posting.
Gestern habe ich ihn dann mal ins Beistellbett gelegt und halb liegend, halb verdreht abgestützt im Beistellbett gestillt. So konnte er wie gewohnt dabei einschlafen - nur eben in seinem Bett. Das ging auch erstmal gut, und als er noch 2 x augewacht ist, habe ich das jeweils wieder so gemacht. Als es dann aber 2 war und er wieder wach war, war ich zu müde um mich nochmal komplett zu verrenken, und ich hab ihn wieder zu mir ins Bett genommen. Habe ja auch nicht erwartet, dass er in der ersten Nacht gleich komplett entspannt im Beistellbett schläft. Mal sehen, ob wir das jetzt so weiter machen, und ob es für ihn einfacher wird. Die paar Stunden, in denen ich mich in meinem Bett breit ausstrecken konnte, waren jedenfalls super.
Samstag, 19. Januar 2013
Babyschlaf oder: ich, der Schnuller.
Kenn ihr das? "Na, wie sind die Nächte?" oder "schläft er schon durch?" ...
Nein, mein Kind schläft nicht "schon" durch, und ich bezweifle beim derzeitigen Stand, dass es das jemals wird. Aber ich hab ja nicht ein Kind bekommen unter der Erwartung, dass es ganz pflegeleicht sein wird.
Es ist so, dass er NUR an der Brust einschläft abends. Und es sofort bemerkt, wenn ich mich aus dem Bett schleiche. Und dann geht die Stillerei wieder von vorne los. Meine Nächte beginnen also so gegen 20 Uhr. Und dann darf ich auch nicht mehr aufstehen. Mit viel Glück darf ich nebenbei in meinem Buch lesen.Ihn in sein Bett (was als Beistellbett direkt neben meinem steht) lässt er sich seltenst legen. Davon wacht er dann nach ein paar Minuten auf und ... richtig, das Spiel beginnt von vorne.
Ich würde echt gern das Kind ins Bett bringen und dann in die Badewanne liegen. Oder an den PC. Oder einen Film auf dem Sofa mit dem Mann gucken. Oder was spielen. Häkeln. Fotos einkleben. Irgendwie sowas. Wenn ich das bei anderen lese, frage ich mich immer kurz: was machst du falsch? Dann denke ich: nichts, die haben halt andere Kinder. Dafür lässt er mich morgens auch immer mal wieder bis 9/10 schlafen. So ist es eben.
Die Stillpausen liegen bei 2 Stunden. Manchmal kann man die Uhr danach stellen. Und manchmal is es eben häufiger, wie z.B. vorletzte Nacht. Da hat er sich sicher jede Stunde gemeldet, gegen Morgen noch häufiger. Er hat dann oft gar keinen Hunger, nuckelt nur kurz und schläft wieder.
Mit Schnuller wäre das sicher alles einfacher, aber den nimmt er ja nicht. er lutscht schon drauf rum, aber er hält einfach nicht. Und er will auch gar nicht, dass er drin bleibt. Aber was soll ich machen? Ihn schreien lassen? Sicher nicht.
Ja, manchmal bin ich genervt davon. Aber das ändert es auch nicht.
So ist es eben, und es wird sicher irgendwann besser. spätestens wenn er so 12 ist .. und dann vermisst man es ja vielleicht sogar.
Nein, mein Kind schläft nicht "schon" durch, und ich bezweifle beim derzeitigen Stand, dass es das jemals wird. Aber ich hab ja nicht ein Kind bekommen unter der Erwartung, dass es ganz pflegeleicht sein wird.
Es ist so, dass er NUR an der Brust einschläft abends. Und es sofort bemerkt, wenn ich mich aus dem Bett schleiche. Und dann geht die Stillerei wieder von vorne los. Meine Nächte beginnen also so gegen 20 Uhr. Und dann darf ich auch nicht mehr aufstehen. Mit viel Glück darf ich nebenbei in meinem Buch lesen.Ihn in sein Bett (was als Beistellbett direkt neben meinem steht) lässt er sich seltenst legen. Davon wacht er dann nach ein paar Minuten auf und ... richtig, das Spiel beginnt von vorne.
Ich würde echt gern das Kind ins Bett bringen und dann in die Badewanne liegen. Oder an den PC. Oder einen Film auf dem Sofa mit dem Mann gucken. Oder was spielen. Häkeln. Fotos einkleben. Irgendwie sowas. Wenn ich das bei anderen lese, frage ich mich immer kurz: was machst du falsch? Dann denke ich: nichts, die haben halt andere Kinder. Dafür lässt er mich morgens auch immer mal wieder bis 9/10 schlafen. So ist es eben.
Die Stillpausen liegen bei 2 Stunden. Manchmal kann man die Uhr danach stellen. Und manchmal is es eben häufiger, wie z.B. vorletzte Nacht. Da hat er sich sicher jede Stunde gemeldet, gegen Morgen noch häufiger. Er hat dann oft gar keinen Hunger, nuckelt nur kurz und schläft wieder.
Mit Schnuller wäre das sicher alles einfacher, aber den nimmt er ja nicht. er lutscht schon drauf rum, aber er hält einfach nicht. Und er will auch gar nicht, dass er drin bleibt. Aber was soll ich machen? Ihn schreien lassen? Sicher nicht.
Ja, manchmal bin ich genervt davon. Aber das ändert es auch nicht.
So ist es eben, und es wird sicher irgendwann besser. spätestens wenn er so 12 ist .. und dann vermisst man es ja vielleicht sogar.
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Krankengymnastik mit Überflieger
Der Kinderarzt hat bei der U4 gesagt, dass er den Muskeltonus
in den Beinen zu stark findet und das könnte beim Krabbeln später
Probleme bereiten, deswegen sollen wir zur Krankengymnasik.
Da waren wir heute also endlich - eine total nette, sehr kompetent wirkende Frau!
Sie schaute sich an, was er so alles macht und kann und wie er sich schon versucht zu drehen. Sie sagte, ach, der kommt ja sogar bald schon mit den Händen an die Füße. Und dann hat er ihr sofort gezeigt, dass er das schon sehr wohl jetzt kann ;)
Sie sagte dann, dass er einfach nur viel Körperspannung hat, also eher ein sehr aktives Kind, ich solle ihr doch verraten, wer aus der Familie der große Sportler sei. Ich wusste so spontan keine Antwort .... Sie konnte das nicht glauben, und ich soll mir an Weihnachten mal alle genauer ansehen...
Jedenfalls, sie zeigte mir, wie ich ihn beim "sich auf den Bauch drehen" unterstützen kann, denn das macht er schon, und wie ich ihn tragen kann, um meinen Rücken zu entlasten. Dann haben wir ihn auf den Bauch gedreht und ihm einen Spiegel vornedran gestellt, den er ganz begeistert angelacht hat.
Wir sollen ihn nicht unbedingt "stehen" lassen. Das mag er total gerne (also er wird dabei gehalten, schon klar.) Das sei zwar nicht unbedingt schädlich, aber es kann sein dass er dann eben ganz schnell selbst stehen will, und er soll sich erstmal aufs Krabbeln konzentrieren. Alles andere käme dann eben später- sie sagte, sonst kommen WIR nicht mehr zur Ruhe.
Wir sehen uns im Januar nochmal, damit sie sieht wie er lernt und fertig. Sie sagte, der kann wohl schon bald krabbeln (ähm? Er ist 3,5 Monate!!!) und sie freut sich, so fitte Kinder zu sehen. Ha!
Ach, ich bin so stolz auf dieses kleine Bündel... Und ja, das wäre ich durchaus auch, wenn er das alles noch nicht könnte, klar, oder? :)
Da waren wir heute also endlich - eine total nette, sehr kompetent wirkende Frau!
Sie schaute sich an, was er so alles macht und kann und wie er sich schon versucht zu drehen. Sie sagte, ach, der kommt ja sogar bald schon mit den Händen an die Füße. Und dann hat er ihr sofort gezeigt, dass er das schon sehr wohl jetzt kann ;)
Sie sagte dann, dass er einfach nur viel Körperspannung hat, also eher ein sehr aktives Kind, ich solle ihr doch verraten, wer aus der Familie der große Sportler sei. Ich wusste so spontan keine Antwort .... Sie konnte das nicht glauben, und ich soll mir an Weihnachten mal alle genauer ansehen...
Jedenfalls, sie zeigte mir, wie ich ihn beim "sich auf den Bauch drehen" unterstützen kann, denn das macht er schon, und wie ich ihn tragen kann, um meinen Rücken zu entlasten. Dann haben wir ihn auf den Bauch gedreht und ihm einen Spiegel vornedran gestellt, den er ganz begeistert angelacht hat.
Wir sollen ihn nicht unbedingt "stehen" lassen. Das mag er total gerne (also er wird dabei gehalten, schon klar.) Das sei zwar nicht unbedingt schädlich, aber es kann sein dass er dann eben ganz schnell selbst stehen will, und er soll sich erstmal aufs Krabbeln konzentrieren. Alles andere käme dann eben später- sie sagte, sonst kommen WIR nicht mehr zur Ruhe.
Wir sehen uns im Januar nochmal, damit sie sieht wie er lernt und fertig. Sie sagte, der kann wohl schon bald krabbeln (ähm? Er ist 3,5 Monate!!!) und sie freut sich, so fitte Kinder zu sehen. Ha!
Ach, ich bin so stolz auf dieses kleine Bündel... Und ja, das wäre ich durchaus auch, wenn er das alles noch nicht könnte, klar, oder? :)
Montag, 19. November 2012
Auch wichtig
Ich will gar nicht sagen, dass alles super einfach und problemlos ist.
Irgendwie ist es das schon, wenn an mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangeht. Es ist schön, wirklich, und ich finde, sooo viel anders ist es gar nicht "alles" (ihr kennt die Sprüche: "Mit einem baby verändert sich ALLES!!!"), aber dennoch:
Den ganzen Tag betüddelt man ein kleines Baby. Man springt auf, sobald es kräht, schunkelt hier, cremt da, ölt dort und rasselt, packt die Brüste in der Öffentlichkeit aus und lässt sich an der Kasse auch mal lächelnd vollkotzen. Man wacht mit Rückenschmerzen auf, weil man um das Baby herumgeschlafen hat und geht mit Nacken- und Armschmerzen ins Bett, weil man es den ganzen Tag herumtragen musste, das Ohr pfeift, nachdem das Baby einem ins Ohr geschrieen hat. Direkt ins Ohr.
Und das alles eigentlich pausenlos. Wenn das Baby schläft, macht man sich Sorgen, warum es auf einmal so lange schläft. Tut es ja sonst nicht. Wenn es wach ist, sorgt man sich, weil es nicht in den Schlaf findet. Und so weiter. Man isst zwischen Tür und Angel, und wenn man nicht viel Glück (= tiefer Babyschlaf oder ein gerne und gut kochender Mann!) hat, dann ernährt man sich von Pappe aus der Mikrowelle.
Bei alldem darf man nur eines nicht vergessen:
Sich selbst.
Darum habe ich meinem Mann heute auf die Arbeit geschrieben, dass er ihn (schreiend, mit Bauchschmerzen, Schlaf den tag über gerade mal 30 Minuten) mir heute unbedingt ein bisschen abnehmen muss. Nicht dieses "ich nehm ihn mal ein bisschen", was natürlich sowieso andauernd hier so praktiziert wird, so das sich ihn im Hintergrund weinen höre. Sondern ich meine "nimm ihn und tu so, als gäbe es mich eine zeitlang einfach nicht.".
Darum hat er den Kleinen nun eingepackt, in den Kinderwagen verfrachtet (unter Protest) und ist mit ihm raus.
Ich nutze die Zeit, um lange unbeantwortete Mails zu beantworten, mir die Babykotze von der Schulter zu waschen, Babyspucke aus den Haaren, und um ihn danach wieder gerne schreien zu hören.
(Glaube allerdings, das muss ich noch etwas üben, denn um erstmal "runterzufahren" und zu merken, dass ich nicht mit einem Ohr am Baby sein muss und mit beiden Händen tippen kann, oder mir Gedanken zu machen, ob er gerade weint und was mein Mann da wohl macht, oder denke, viel sinnvoller als hier zu bloggen wäre die vollgeschirrte Küche zu säubern.... brauche ich ungefähr so lange, bis die beiden wieder kommen.)
Irgendwie ist es das schon, wenn an mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangeht. Es ist schön, wirklich, und ich finde, sooo viel anders ist es gar nicht "alles" (ihr kennt die Sprüche: "Mit einem baby verändert sich ALLES!!!"), aber dennoch:
Den ganzen Tag betüddelt man ein kleines Baby. Man springt auf, sobald es kräht, schunkelt hier, cremt da, ölt dort und rasselt, packt die Brüste in der Öffentlichkeit aus und lässt sich an der Kasse auch mal lächelnd vollkotzen. Man wacht mit Rückenschmerzen auf, weil man um das Baby herumgeschlafen hat und geht mit Nacken- und Armschmerzen ins Bett, weil man es den ganzen Tag herumtragen musste, das Ohr pfeift, nachdem das Baby einem ins Ohr geschrieen hat. Direkt ins Ohr.
Und das alles eigentlich pausenlos. Wenn das Baby schläft, macht man sich Sorgen, warum es auf einmal so lange schläft. Tut es ja sonst nicht. Wenn es wach ist, sorgt man sich, weil es nicht in den Schlaf findet. Und so weiter. Man isst zwischen Tür und Angel, und wenn man nicht viel Glück (= tiefer Babyschlaf oder ein gerne und gut kochender Mann!) hat, dann ernährt man sich von Pappe aus der Mikrowelle.
Bei alldem darf man nur eines nicht vergessen:
Sich selbst.
Darum habe ich meinem Mann heute auf die Arbeit geschrieben, dass er ihn (schreiend, mit Bauchschmerzen, Schlaf den tag über gerade mal 30 Minuten) mir heute unbedingt ein bisschen abnehmen muss. Nicht dieses "ich nehm ihn mal ein bisschen", was natürlich sowieso andauernd hier so praktiziert wird, so das sich ihn im Hintergrund weinen höre. Sondern ich meine "nimm ihn und tu so, als gäbe es mich eine zeitlang einfach nicht.".
Darum hat er den Kleinen nun eingepackt, in den Kinderwagen verfrachtet (unter Protest) und ist mit ihm raus.
Ich nutze die Zeit, um lange unbeantwortete Mails zu beantworten, mir die Babykotze von der Schulter zu waschen, Babyspucke aus den Haaren, und um ihn danach wieder gerne schreien zu hören.
(Glaube allerdings, das muss ich noch etwas üben, denn um erstmal "runterzufahren" und zu merken, dass ich nicht mit einem Ohr am Baby sein muss und mit beiden Händen tippen kann, oder mir Gedanken zu machen, ob er gerade weint und was mein Mann da wohl macht, oder denke, viel sinnvoller als hier zu bloggen wäre die vollgeschirrte Küche zu säubern.... brauche ich ungefähr so lange, bis die beiden wieder kommen.)
Dienstag, 6. November 2012
Montag, 5. November 2012
Erfolgserlebnisse
Tja, was soll ich erzählen.
Am Freitag bin ich doch nochmal losgezogen in die Stadt. Alleine. Also mit Ben. Aber ohne Erwachsenenbegleitung.
Stolz geschwellter Brust baute ich den Kinderwagen auf. Gut, ich schaute mich heimlich um, ob irgendwo der hilfsbereite Parkhauswächter zuschaut, dem ich dann hätte beichten müssen, dass ich Mittwoch einfach nur zu doof war... aber er war ein Glück ausser Sichtweite ;))
Letztendlich sah mein Shopping-Trip so aus, dass das Baby schrie, ich dennoch grinsend durch die Fußgängerzone marschierte - denn ich konnte LAUFEN und das ohne Schmerzen. HA!
In meiner Kleinstadt zog ich zwar jede Menge Blicke auf mich, hier scheint man eher schwarz und grau tragen zu müssen, und eine Frau mit WEISSEM Kinderwagen, die obendrein einen ROTEN Mantel trägt, fällt da schon auf. Okay, vielleicht war es auch nur das Geschrei aus dem Wagen....
Wie auch immer, ich habe dennoch ein Buch erbeutet, Geschenkpapier, ein paar Babyklamotten und letztendlich sogar Zutaten für Spaghetti.
Und dabei gelernt: Zwischen Vorstellung und Wirklichkeit liegen manchmal eben Steine. Oder ganze Welten. Ein perfekter Stadtbummel mit schlafendem Kind und allem, was ich gesucht habe, wäre doch irgendwie auch langweilig gewesen. Immerhin konnte ich mich so in "ruhig bleiben, auch wenn das Baby schreit" üben. Letztendlich schlief es dann nämlich doch noch ein.
Und ich bin einfach nur froh, mich wieder frei bewegen zu können. Nimm das, du Thrombose! Nimm das, du Schmerz! HA! Ihr habt mich nicht klein bekommen. Und nun weiß ich sogar den Lebensmitteleinkauf zu schätzen, und freue mich, den zu schaffen. Das hätt eich vor 2 Wochen nämlich noch nicht geschafft.
Und zuhause habe ich es sogar geschafft, die Spaghetti zuzubereiten. Mit Baby in Kindersitz auf der Arbeitsfläche - mit einem Arm wild die Babyschale schaukelnd - dazu pausenlos "Zwei kleine Wölfe..." singend... Naja, GRÖLEND. Abzugshaube auf Hochtouren, das Schreien ignorierend... und letztendlich schlief das Baby ein. Ich war fassungslos. Es schlief tatsächlich!! Ohne Brust, ohen Körperkontakt! MEIN SOHN! Also schnell fertig gekocht, Spülmaschine leer, Spülmaschine voll und laufen lassen, Wäsche hingestellt, Wäsche eingeräumt... Man muss das ja ausnutzen...!
Manchmal muss es einem nunmal sehr schlecht gehen, damit es einem auch im "Normalzustand", richtig gut gehen kann.
Hier übrigens noch der Kürbis, den mein Mann für Halloween gebastelt hat. Der Katze unten links waren leider beim Foto schon die Ohren weggetrocknet ;)
Besonders süß fand ich, als Kinder geklingelt haben, mein Mann ihnen Kekse gegeben hat und ich nur höre "Und immer schön ans Zähneputzen denken!" Ist er nicht toll?
Am Freitag bin ich doch nochmal losgezogen in die Stadt. Alleine. Also mit Ben. Aber ohne Erwachsenenbegleitung.
Stolz geschwellter Brust baute ich den Kinderwagen auf. Gut, ich schaute mich heimlich um, ob irgendwo der hilfsbereite Parkhauswächter zuschaut, dem ich dann hätte beichten müssen, dass ich Mittwoch einfach nur zu doof war... aber er war ein Glück ausser Sichtweite ;))
Letztendlich sah mein Shopping-Trip so aus, dass das Baby schrie, ich dennoch grinsend durch die Fußgängerzone marschierte - denn ich konnte LAUFEN und das ohne Schmerzen. HA!
In meiner Kleinstadt zog ich zwar jede Menge Blicke auf mich, hier scheint man eher schwarz und grau tragen zu müssen, und eine Frau mit WEISSEM Kinderwagen, die obendrein einen ROTEN Mantel trägt, fällt da schon auf. Okay, vielleicht war es auch nur das Geschrei aus dem Wagen....
Wie auch immer, ich habe dennoch ein Buch erbeutet, Geschenkpapier, ein paar Babyklamotten und letztendlich sogar Zutaten für Spaghetti.
Und dabei gelernt: Zwischen Vorstellung und Wirklichkeit liegen manchmal eben Steine. Oder ganze Welten. Ein perfekter Stadtbummel mit schlafendem Kind und allem, was ich gesucht habe, wäre doch irgendwie auch langweilig gewesen. Immerhin konnte ich mich so in "ruhig bleiben, auch wenn das Baby schreit" üben. Letztendlich schlief es dann nämlich doch noch ein.
Und ich bin einfach nur froh, mich wieder frei bewegen zu können. Nimm das, du Thrombose! Nimm das, du Schmerz! HA! Ihr habt mich nicht klein bekommen. Und nun weiß ich sogar den Lebensmitteleinkauf zu schätzen, und freue mich, den zu schaffen. Das hätt eich vor 2 Wochen nämlich noch nicht geschafft.
Und zuhause habe ich es sogar geschafft, die Spaghetti zuzubereiten. Mit Baby in Kindersitz auf der Arbeitsfläche - mit einem Arm wild die Babyschale schaukelnd - dazu pausenlos "Zwei kleine Wölfe..." singend... Naja, GRÖLEND. Abzugshaube auf Hochtouren, das Schreien ignorierend... und letztendlich schlief das Baby ein. Ich war fassungslos. Es schlief tatsächlich!! Ohne Brust, ohen Körperkontakt! MEIN SOHN! Also schnell fertig gekocht, Spülmaschine leer, Spülmaschine voll und laufen lassen, Wäsche hingestellt, Wäsche eingeräumt... Man muss das ja ausnutzen...!
Manchmal muss es einem nunmal sehr schlecht gehen, damit es einem auch im "Normalzustand", richtig gut gehen kann.
Hier übrigens noch der Kürbis, den mein Mann für Halloween gebastelt hat. Der Katze unten links waren leider beim Foto schon die Ohren weggetrocknet ;)
Besonders süß fand ich, als Kinder geklingelt haben, mein Mann ihnen Kekse gegeben hat und ich nur höre "Und immer schön ans Zähneputzen denken!" Ist er nicht toll?
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Mittwoch, 12. September 2012
Geburtsbericht
Bens Geburtsbericht...
Am Samstag, 1.9. War ich mittags zur CTG - Kontrolle im Krankenhaus. Das CTG zeigte regelmäßige, aber schwache Wehen.
Montags sollte ich eingeleitet werden, das hatte jedenfalls die Ärztin schon einige Tage zuvor beschlossen, da sie aufgrund meiner Blutkrankheit nicht länger warten wollte.
Die Hebamme im Kreißsaal untersuchte mich, holte noch eine Ärztin dazu und beide gaben mir dann einen Wehencocktail mit, um evtl. der Einleitung noch zu entgehen. Sollte ich dann um 16 Uhr nehmen.
Zuahuse kostete mich das ganz schön Überwindung. Den kleinen Mann wirklich so "rauseklen"? Nicht einfach warten was passiert, sondern aktiv irgendwas anschubsen (mal vorausgesetzt, es hilft?)... Na gut, ich hab das zeug also runtergewürgt. Sooo schlimm fand ichs nun gar nicht mal (habe aber keinen Alkohol dazu gekippt, wie viele es normalerweise machen.)
Den Abend über tat sich nix, wir schauten dann einen Film und gegen Ende bekam ich immer schmerzhaftere Wehen. Sind dann aber ins Bett gegangen, und haben versucht zu schlafen. Bei mir wollte das aber nicht so recht klappen, und ich musste ständig aufstehen, weil liegen einfach zu sehr weh tat. Irgendwann hing ich sogar überm Sofa, schaute auf die Uhr, das war dann alle 7 Minuten. Dann konnte ich mch wieder hinlegen, und gegen 2.20 Uhr machte es im Bach "knack" und ich dacht, jetzt wäre wieder ein Wirbel eingerengt oder so (wie man halt so mit den Knochen manchmal knackt.). Als ich dann aber aufstand und zur Toilette musste, war mir klar, was das war... Fruchtblase! Ich zum Mann gerannt, ihn geweckt. Er war gar nicht so panisch wie ich befürchtet hatte, sondern freute sich total, schaute auf die Uhr und sagte noch sowas wie "2.20 Uhr, super Zeit um ein Kind zu bekommen!"
Wir packten in Ruhe noch Zeugs zusammen, ich verbrachte die Zeit auf der Toilette, weil sich meine Blase anfühlte, als hätte ich den Tag über 30 Liter getrunken oder so...
Dann gings los zum Krankenhaus. Auf der Fahrt hatte ich schon echt böse Schmerzen, konnte auch überhaupt keine Abstände zwischen den Wehen erkennen.
Um 3 Uhr waren wir im Krankenhaus.
Dort kam ich gleich ans CTG, und mein Mann wurde runter zur Aufnahme geschickt, sich schonmal anmelden. Auf dem CTG waren die vielen Wehen zu sehen, während mir die Hebamme dnan einen Zugang am Arm legte (wegen Blasensprung) sackten die Herztöne vom Kleinen aber total ab (ich meine sie waren dann irgendwo bei 70). Die Hebamme rief die Ärztin, sagte zu mir, es würde nun alles ganz schnell gehen und dass ich mir jetzt keine Sorgen machen soll.
Zack, Wehenstopper in die Vene gedrückt bekommen.
In erster Linie machte ich mir große Sorgen um meinen Mann, der an der Anmeldung war und nichts davon mit bekam!
Das ging dann auch tatsächlich alles sehr schnell. Lockere Zähne? Nein. Schmuck? Ausziehen, schnell. Ehering auch. Kann ich den einfach so jemandem in die Hand drücken? Rutschen Sie mal rüber auf die OP- Bahre. Ach? Wieso hab ich schon ein OP-Hemd an? Immer mehr Menschen, mehr Gewusel, man rannte mit mir über den Flur, ich sah nur Lichter und Decke, und die Hebamme, die mitleidige und beruhigende Blicke zuwarf und immer wieder sagte, dass es ganz schnell geht und ich mir keine Sorgen machen soll. Und wieder sagte ich, ich mach mir um meinen Mann Sorgen, und dass sie sich bitte kümmern sollen...
Dann Ging das Licht im OP an, immer mehr Leute um mich herum, der eine zerrte an meinem Arm, Blutdruckmanschette, 2 andere desinfizierten den Bauch, während ich rief, dass ich noch wach bin und sie bloß nicht schneiden sollen! Dann Sauerstoffmaske, auf einmal roch es komisch und ich sagte "ohje, jetzt bin ich gleich weg" und irgendwas mit "ich sterb jetzt bestimmt, hihi" (etwas später begegnete ich der Ärztin auf dem Flur wieder, und sie fragte, ob ich sie nun wieder mag - ich hab sie wohl zusammengeschimopft, sie soll auf der Stelle aufhören und so, aber daran erinnere ich mich nicht ;))
Ja, das nächste was ich weiß, dass man irgendwie an mir zerrte, sagte, ich sol irgendwas mit dem Kopf machen und man mich auf ein anderes Bett legte. Ich sah von den Farben her, dass es wieder der Kreißsaal sein muss, und ich hörte meinen Mann der Hebamme den Namen unseres Kindes sagen. Irgendwas quakte und ich war nicht sicher, ob es mein Sohn ist oder ein anderes Kind.
Irgendwann habe ich mal gesagt, dass ich alles hören kann, aber immer, wenn ich die Augen aufmachen wollte, drehte sich alles weg von mir. Ich wollte aber doch das Kind sehen und meinen Mann und überhaupt! Ich glaube, ich hab auch ein paar mal gesagt, dass ich ihn sehen will. Dann legte man ihn mir in den Arm, in Handtüchern, aber als ich die Augen aufmachen wollte, wurde es mir so schlecht... Ein Glück war die Habmemme mit dem Mülleimer zur Stelle ^^
Ab da wurd es langsam besser und ich konnte Richtung Amr schielen. Sah tatsächlich aus wie ein Kind, aber Ähnlichkeiten konnte ich nun keine sehen, nur dass er Haare hatte, und mehr konnte ich da mit Schmerzen und ohne mich bewegen zu können nicht sehen :/
Mein Mann übrigens kam von der Anmeldung hoch, sollte sich obenrum ausziehen und bekam 10 Minuten später den Kleinen auf die Brust.
Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, dass man ihn mir auch auf die Brust gelegt hätte und nicht nur so eingewickelt in den Arm, dass ich überhaupt nichts sehen konnte.
Wir blieben noch 3 Stunden im Kreißsaal, bis unser Zimmer fertig gemacht wurde. Eine Hebamme legte ihn mir dann an, aber erklärte leider nicht wie oder so, und ich konnte, wie gesagt, gar nichts machen :/
Montags konnte ich dann langsam aufstehen, habe es aber erst beim 2. Anlauf geschafft, stehen zu bleiben... Als ich dann wieder selbst zur Toilette laufen konnte und beim Wickeln wenigstens zuschauen konnte, wurde es auch immer besser. Mustte halt dauernd fragen, ob mir jemand das Kopfteil vom Bett hoch stellt, wieder runter stellt, Kind zum Stillen gibt, Essen herschiebt usw... Wollte mich doch um mein Kind kümmern!
Das hat mein Mann dann alles gemacht, und auch so süß und so lieb, trotzdem will man als Mutter doch nicht nur zuschauen müssen!
Donnerstags sind wir dann übrigens auch gegangen, und seit wir zuhause sind, gehts mir auch täglich besser.
Der kleine Mann hält ganz schön auf Trab, abends oft pausenlos stillen, stundenlang, dafür schläft er dann 4-5 Srunden. (vorzugsweise auf mir.) Das darf er gerne so beibehalten. Sonntag waren wir kurz mit dem Kinderwagen um den Block, da hat er super geschlafen :)
Ansonsten ist er auch oft sehr aufmerksam, schaut die rote Wohnzimmerwand an und nuckelt am Daumen und seit gestern ist der Nabel ab!
Also werden wir in den nächsten Tagen mit der Hebamme baden, und sie meinte schon, dass sie ihn mir dann mal noch nass auf den Bauch legen will, eben weil das im Krankenhaus keiner getan hat und mir dieser Moment "Baby ist da", von dem jeder schwärmt, bislang einfach fehlt :/
Auch wenn ich natürlich froh bin, dass durch den Notkaiserschnitt schlimmeres verhindert werden konnte, und alles so schnell und glatt lief.
Am Samstag, 1.9. War ich mittags zur CTG - Kontrolle im Krankenhaus. Das CTG zeigte regelmäßige, aber schwache Wehen.
Montags sollte ich eingeleitet werden, das hatte jedenfalls die Ärztin schon einige Tage zuvor beschlossen, da sie aufgrund meiner Blutkrankheit nicht länger warten wollte.
Die Hebamme im Kreißsaal untersuchte mich, holte noch eine Ärztin dazu und beide gaben mir dann einen Wehencocktail mit, um evtl. der Einleitung noch zu entgehen. Sollte ich dann um 16 Uhr nehmen.
Zuahuse kostete mich das ganz schön Überwindung. Den kleinen Mann wirklich so "rauseklen"? Nicht einfach warten was passiert, sondern aktiv irgendwas anschubsen (mal vorausgesetzt, es hilft?)... Na gut, ich hab das zeug also runtergewürgt. Sooo schlimm fand ichs nun gar nicht mal (habe aber keinen Alkohol dazu gekippt, wie viele es normalerweise machen.)
Den Abend über tat sich nix, wir schauten dann einen Film und gegen Ende bekam ich immer schmerzhaftere Wehen. Sind dann aber ins Bett gegangen, und haben versucht zu schlafen. Bei mir wollte das aber nicht so recht klappen, und ich musste ständig aufstehen, weil liegen einfach zu sehr weh tat. Irgendwann hing ich sogar überm Sofa, schaute auf die Uhr, das war dann alle 7 Minuten. Dann konnte ich mch wieder hinlegen, und gegen 2.20 Uhr machte es im Bach "knack" und ich dacht, jetzt wäre wieder ein Wirbel eingerengt oder so (wie man halt so mit den Knochen manchmal knackt.). Als ich dann aber aufstand und zur Toilette musste, war mir klar, was das war... Fruchtblase! Ich zum Mann gerannt, ihn geweckt. Er war gar nicht so panisch wie ich befürchtet hatte, sondern freute sich total, schaute auf die Uhr und sagte noch sowas wie "2.20 Uhr, super Zeit um ein Kind zu bekommen!"
Wir packten in Ruhe noch Zeugs zusammen, ich verbrachte die Zeit auf der Toilette, weil sich meine Blase anfühlte, als hätte ich den Tag über 30 Liter getrunken oder so...
Dann gings los zum Krankenhaus. Auf der Fahrt hatte ich schon echt böse Schmerzen, konnte auch überhaupt keine Abstände zwischen den Wehen erkennen.
Um 3 Uhr waren wir im Krankenhaus.
Dort kam ich gleich ans CTG, und mein Mann wurde runter zur Aufnahme geschickt, sich schonmal anmelden. Auf dem CTG waren die vielen Wehen zu sehen, während mir die Hebamme dnan einen Zugang am Arm legte (wegen Blasensprung) sackten die Herztöne vom Kleinen aber total ab (ich meine sie waren dann irgendwo bei 70). Die Hebamme rief die Ärztin, sagte zu mir, es würde nun alles ganz schnell gehen und dass ich mir jetzt keine Sorgen machen soll.
Zack, Wehenstopper in die Vene gedrückt bekommen.
In erster Linie machte ich mir große Sorgen um meinen Mann, der an der Anmeldung war und nichts davon mit bekam!
Das ging dann auch tatsächlich alles sehr schnell. Lockere Zähne? Nein. Schmuck? Ausziehen, schnell. Ehering auch. Kann ich den einfach so jemandem in die Hand drücken? Rutschen Sie mal rüber auf die OP- Bahre. Ach? Wieso hab ich schon ein OP-Hemd an? Immer mehr Menschen, mehr Gewusel, man rannte mit mir über den Flur, ich sah nur Lichter und Decke, und die Hebamme, die mitleidige und beruhigende Blicke zuwarf und immer wieder sagte, dass es ganz schnell geht und ich mir keine Sorgen machen soll. Und wieder sagte ich, ich mach mir um meinen Mann Sorgen, und dass sie sich bitte kümmern sollen...
Dann Ging das Licht im OP an, immer mehr Leute um mich herum, der eine zerrte an meinem Arm, Blutdruckmanschette, 2 andere desinfizierten den Bauch, während ich rief, dass ich noch wach bin und sie bloß nicht schneiden sollen! Dann Sauerstoffmaske, auf einmal roch es komisch und ich sagte "ohje, jetzt bin ich gleich weg" und irgendwas mit "ich sterb jetzt bestimmt, hihi" (etwas später begegnete ich der Ärztin auf dem Flur wieder, und sie fragte, ob ich sie nun wieder mag - ich hab sie wohl zusammengeschimopft, sie soll auf der Stelle aufhören und so, aber daran erinnere ich mich nicht ;))
Ja, das nächste was ich weiß, dass man irgendwie an mir zerrte, sagte, ich sol irgendwas mit dem Kopf machen und man mich auf ein anderes Bett legte. Ich sah von den Farben her, dass es wieder der Kreißsaal sein muss, und ich hörte meinen Mann der Hebamme den Namen unseres Kindes sagen. Irgendwas quakte und ich war nicht sicher, ob es mein Sohn ist oder ein anderes Kind.
Irgendwann habe ich mal gesagt, dass ich alles hören kann, aber immer, wenn ich die Augen aufmachen wollte, drehte sich alles weg von mir. Ich wollte aber doch das Kind sehen und meinen Mann und überhaupt! Ich glaube, ich hab auch ein paar mal gesagt, dass ich ihn sehen will. Dann legte man ihn mir in den Arm, in Handtüchern, aber als ich die Augen aufmachen wollte, wurde es mir so schlecht... Ein Glück war die Habmemme mit dem Mülleimer zur Stelle ^^
Ab da wurd es langsam besser und ich konnte Richtung Amr schielen. Sah tatsächlich aus wie ein Kind, aber Ähnlichkeiten konnte ich nun keine sehen, nur dass er Haare hatte, und mehr konnte ich da mit Schmerzen und ohne mich bewegen zu können nicht sehen :/
Mein Mann übrigens kam von der Anmeldung hoch, sollte sich obenrum ausziehen und bekam 10 Minuten später den Kleinen auf die Brust.
Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht, dass man ihn mir auch auf die Brust gelegt hätte und nicht nur so eingewickelt in den Arm, dass ich überhaupt nichts sehen konnte.
Wir blieben noch 3 Stunden im Kreißsaal, bis unser Zimmer fertig gemacht wurde. Eine Hebamme legte ihn mir dann an, aber erklärte leider nicht wie oder so, und ich konnte, wie gesagt, gar nichts machen :/
Montags konnte ich dann langsam aufstehen, habe es aber erst beim 2. Anlauf geschafft, stehen zu bleiben... Als ich dann wieder selbst zur Toilette laufen konnte und beim Wickeln wenigstens zuschauen konnte, wurde es auch immer besser. Mustte halt dauernd fragen, ob mir jemand das Kopfteil vom Bett hoch stellt, wieder runter stellt, Kind zum Stillen gibt, Essen herschiebt usw... Wollte mich doch um mein Kind kümmern!
Das hat mein Mann dann alles gemacht, und auch so süß und so lieb, trotzdem will man als Mutter doch nicht nur zuschauen müssen!
Donnerstags sind wir dann übrigens auch gegangen, und seit wir zuhause sind, gehts mir auch täglich besser.
Der kleine Mann hält ganz schön auf Trab, abends oft pausenlos stillen, stundenlang, dafür schläft er dann 4-5 Srunden. (vorzugsweise auf mir.) Das darf er gerne so beibehalten. Sonntag waren wir kurz mit dem Kinderwagen um den Block, da hat er super geschlafen :)
Ansonsten ist er auch oft sehr aufmerksam, schaut die rote Wohnzimmerwand an und nuckelt am Daumen und seit gestern ist der Nabel ab!
Also werden wir in den nächsten Tagen mit der Hebamme baden, und sie meinte schon, dass sie ihn mir dann mal noch nass auf den Bauch legen will, eben weil das im Krankenhaus keiner getan hat und mir dieser Moment "Baby ist da", von dem jeder schwärmt, bislang einfach fehlt :/
Auch wenn ich natürlich froh bin, dass durch den Notkaiserschnitt schlimmeres verhindert werden konnte, und alles so schnell und glatt lief.
Sonntag, 9. September 2012
Freitag, 7. September 2012
...
Irgendwann musste s ja soweit kommen, nichtwahr?
* Ben Elmo, 02.09.2012, 3.41 Uhr, 3830g, 54cm
Wir sind seit gestern zuhause und es geht uns super. Es ist alles so toll und flauschig und wunderbar, dass ich mich hier gar nicht lange aufhalten möchte. Aber bald gibts bestimmt mehr :)
















