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Donnerstag, 12. Juni 2014

Meines. Bäm.

 Wisst ihr, was das ist?

Es ist unser Bett. Klar, doof seid ihr nicht.
Das Bett meines Mannes und meines. Zuletzt stand das so vor 2 Jahren da. Okay, ohne Stoffhasenspieluhr und Kinderbücher. Ein bisschen weniger zerknittert und weniger ramponiert vielleicht, sich nicht plötzlich doch wieder so groß im Raum fühlend und ohne Ahnung davon, wie es ist, 2 Jahre lang nicht, NIEMALS, keine einzige Nacht in Ruhe durchschlafen zu können - und: ohne Beistellbett.
Das steht jetzt nämlich nicht mehr. 


 Die perfekte Liegeposition

Schon vor unserem Urlaub überlegte ich hin und her, ob wir es nicht einmal versuchen sollten, ob Ben in seinem eigenen Bett, ohne Möglichkeit, sofort wieder rüber krabbeln zu können, besser schläft. Mir fiel nämlich auf, dass er abends, wenn wir dann nachkamen, meist so halb wach wurde und dann eben, kaum war bei uns dann endlich Ruhe, die Kontaktlinsen draußen und das Licht aus, aufwachte. Super nervig für mich, denn kennt ihr das? Da liegt man eeeeendlich bequem, hat DIE perfekte Liegeposition gefunden, und keine 10 Sekunden nachdem man "haaaach, Bett..." dachte, jammert ein kleiner Mensch neben einem und dann ist es vorbei mit dem Liegekomfort. Ich verbrachte meine Nächte dann wieder zunehmend auf einer Seite liegend, so dass auch bloß jeder alleine an die frische Milchbar gelangen kann (es aber alleine sowieso nicht tut) und ließ es über mich geschehen, den Rest der Nacht weiter unbequem zu liegen, denn wehe, ich habe mich wieder bequem weggedreht... Sofort gabs Protest!
Also dachte ich, wenn er gar nicht erst in Versuchung gerät, dann.. das wäre ja was... mal schauen, wie es ist im eigenen Bett. Ich sprach das mal laut aus, nachdem meine liebe Freundin ihre gleichaltrige Tochter mal probeweise ausquartierte.


Erstmal noch barfuss den Mount Everest besteigen!

Wochenlang nachts aufstehen, rüber gehen, heulendes Kind beruhigen. Vielleicht aufgeben, Bett wieder umbauen, Gewissheit haben, es sei zu früh. So habe ich mir das vorgestellt, diese Sache mit dem eigenen Bett. Ich dachte, lieber wäre mir, das Ganze ohne Theater, ohne Weinen, wenn er selbst will. Und überhaupt: Familienbett ist doch so super. ICH will ja auch nicht alleine schlafen, ich dreh ja schon am Rad, wenn der Mann mal später heim kommt und so. Mochte ich noch nie, alleine im Bett, und so ein kleiner Mensch, der noch gar nicht weiß, dass nachts wirklich keine Monster kommen, der wohl erstrecht nicht...

Dann beschlossen wir, das Ganze nach dem Urlaub anzugehen, denn 2 Wochen umgewöhnen, um dann 10 Tage wo anders alles wieder anders zu machen um dann zuhause wieder anders zu machen - das schien uns doch reichlich blöde. Und, ehrlich gesagt, "nach dem Urlaub" schien mir so weit weg, dass ich damit leben konnte. Es fühlte sich ein bisschen an wie "in 5 Jahren. oder in 8. aber jetzt noch nicht. Erst musst du noch barfuss den Mount Everest bestiegen haben. Auf einem Bein. Und dann denken wir einfach nochmal drüber nach."


Papierwände und leere Luftballons

Ben war im Urlaub - explizit sein Schlafverhalten- wie erwähnt eine Katastrophe. Wir quetschten uns zu zweit auf 90 cm Federkern, rechts neben uns das Babybett, das super zum Hinein- und Hinausklettern war, aber nach einer Stunde Schlaf darin bereits ein Geschrei und Gewimmer daraus hervorging, dass wir es nach der ersten Nacht, der Nachbarn und spanischen Papierwände zuliebe, sein ließen. Links der Mann, eine Matratze höher, weil ihn die Federkerne so pieksten und somit keine Gelegenheit für mich, nachts mal ein Bein auf seine Seite zu schmuggeln, um mich nicht ganz so zu quetschen.
Nach nächtlichem 2 Stunden Rhythmus - wenn überhaupt -hing er meist ab 5 Uhr an meiner Brust. Und zwar so saugend, dass es weh tat, weil ich merkte, da kommt auch nix mehr raus. Und saugt mal die Luft aus einem leeren Luftballon. Der stülpt sich bestenfalls noch in sich selbst bzw in euren Mund um. Und so fühlte sich das an. Ich wollte nimmer, und jedes mal, wenn ich mich wegdrehte, schrie Ben wie am Spieß. Aber ich wollte auch keine spanischen Jugendämter oder spanischen Nachbarn am Hals haben und ein bisschen Schlaf abbekommen, also ließ ich es -ungern- zu.
Ich wusste, dass ich SO zuhause NICHT weiter machen werde. Und dass meine Nachbarn daheim, zumindest die, die zu den (nicht so vielen) noch gut hörenden gehören, Unglück zumindest gewohnt sind, in 2 Jahren, in denen mal er, mal ich lauter wurde, noch keiner das Jugendamt verständigt hat.



Wutzwerg

Und dann war der Urlaub zu ende, und wir mussten auf Mallorca am letzten Morgen Ben wecken. Er hatte also keine Möglichkeit mehr zu stillen, denn ich war schon auf und lag nicht neben ihm. Er war auch so überrumpelt vom Wecken und aufstehen, dass es ihn nicht gestört hat oder er danach fragte. Als wir nachmittags zuhause waren, versuchte ich, ihn nochmal hinzulegen. Ich wollte aber - nicht für immer, aber für den Moment, nicht stillen. Auch ich hatte einen anstrengenden Flug hinter mir und die letzten Nächte hingen auch mir noch in den Knochen. Ich wollte nicht weitermachen, wo wir aufgehört hatten. Also saß ich in meinem Bett und setzte Ben in seines. Ich sang, machte ein Hörspiel an und wenn er "Miiilch?" fragte, sagte ich, dass er gerade keine haben kann, weil sie leer ist und es mir weh tut. Er trank Wasser, und dann wurde er wütend. Er verhielt sich nicht wie ein Kind, das Hunger oder Durst oder Angst hat und Nähe braucht, sondern wie ein trotzendes Kind voller Zorn und Wut. Er kreischte los, schrill und mit aller Kraft, versuchte mich zu kratzen, ich setzte ihn wieder rüber, streichelte, sang, Hörspiel usw. Immer wieder. Eine Stunde lang. Ich dachte, wenn ich JETZT nachgebe und ihn an die Brust lasse, ist die letzte halbe Stunde total für'n Popo gewesen,...
Er litt nicht, er war nur einfach stinkesauer. ich habe ihn auch nicht alleine oder schreien gelassen, ichbot immer wieder streicheln, vorlesen, singen... an. Zwischenrein sagte er mir dann "Din" (Wasser trinken) oder "Hanni Nanni" (Hörspiel anmachen) ganz normal, setzte sich auf, spielte am Radio, bis ihm wieder einfiel, dass er eigentlich sauer ist, dann holte er Luft und schrie wieder los. Es flossen keine Tränen. ... Und ich ertrug es an dem Mittag ganz gut. Nach einer Stunde setzte er sich auf, zeigte auf die Tür und fragte, ob wir aufstehen. Ab da war, als sei überhaupt nichts gewesen.
Am Abend sagte mein Mann plötzlich "ach, weißt du eigentlich, was wir noch machen müssen?" Ich dachte, er meint Betten frisch beziehen oder was man eben so macht, wenn man aus dem Urlaub kommt. Aber er meinte die Sache mit dem Bett umstellen, und ich hatte ein bisschen gehofft, er habe es vergessen, denn ich hatte es ganz vergessen und hätte nicht mehr daran gedacht. Aber wir stellten das Bett um ("wir werden schon sehen, was wir davon haben...") und mein Mann brachte Ben am Abend ins Bett. Er hatte noch Urlaub und so war er für die ersten Nächte zuständig, da er bei mir ja sonst gleich wieder stillen wollen hätte!


Bäm!

Die erste Nacht war so ungewohnt. Das Bett so groß, plötzlich konnte ich normal in mein Bett einsteigen, es war heller und das Schlafzimmer kam mir riesig vor. Ich dachte, wir werden kein Auge zu tun, das Kind herumtragen müssen, vor seinem Bett sitzen, uns heiser singen.
Ben meldete sich in dieser Nacht 3 mal. Mein Mann ging rüber, reichte ihm Wasser, streichelte, redete mit ihm, und Ben schlief wieder ein. Ohne Geschrei, ohne Theater. Ich wachte natürlich auch jedes Mal auf, meine Ohren waren sowieso hellwach, jedes Mal wenn Ben sich meldete, war ich schneller als das Babyphon und stupste meinen Mann an.
Die zweite Nacht schlief Ben durch. BÄM! Das hat er noch nie. NIE NIE NIE NIE. 5 Stunden hatten wir mal am Stück. Einmal oder zweimal. Einzelfälle.
Die dritte Nacht meldete er sich einmal. EIN MAL.
Die nächste Nacht schlief er wieder durch.
Mittlerweile steht es 1:1. 3x durchschlafen, 3x kurz melden. Einmal war er etwas länger wach, beruhigte sich aber trotzdem recht bald wieder.
Mittags das Selbe, im eigenen Bett, ohne Stillen: Anfangs war es schwer, weil sich das Zimmer nicht ganz verdunkeln ließ, und wehe dem Kind, wenn es irgendetwas entdeckt, was ihm helfen könnte, sich wach zu halten! Ich war sauer, er wollte nicht schlafen, wir haben nach 90 Minuten auf. Den 2. Mittag schlief er nach 15 oder 20 Minuten ein, mein Mann bastelte einen Karton ins Oberlicht, somit ist es fast ganz dunkel. Beim 3. Mal schlief er nach 5 Minuten ein. Bäm. 
Ab und an, wenn Ben mich beim Umziehen oder duschen oben ohne sieht, schaut er mich an, sagt "Milch!" zeigt drauf und kichert. Ich sage, es ist leer, und er sagt: leer. Und dann geht er weiter und macht, womit er gerade beschäftigt war.

Und jetzt?

 Ich muss mich daran gewöhnen, mich wieder ausstrecken zu können. Das fällt mir schwer, ich habe noch immer irgendwie das Gefühl, ich muss aufpassen. Auch selbst nicht herauszufallen, schließlich ist da nun Boden und kein weiteres (leeres...) Bett (für meine Beine und als Ablage für Kissen ;)) mehr. Ich hätte nicht gedacht, dass es alles funktioniert. Ich traue dem Frieden noch nicht so ganz. Sicher werden auch wieder schlimmere Nächte kommen, es fehlen noch 2 Zähne, Kinderkrankheiten, Alpträume, aber: Mein Bett gehört wieder mir und meine Brüste auch, meine Haare fallen wieder super toll aus, wie nach der Entbindung, hallo Hormone, da muss sich einiges umstellen, damit auch meine Hormone wieder die Beine ausstrecken können und es einsehen, dass die Sache mit der Milch nicht mehr ihr Job ist.
Und morgens, mal gegen 6.30, mal gegen 7 steht nun ein kleines Menschlein mit seiner "Dedde" und der "Mauf" in der Hand vor meinem Bett steht, fragt "Mama? Buf?", kuschelt sich zu mir und schaut mit mir ein Bilderbuch an. Die Uhrzeit verkrafte ich natürlich nach einer selbst durchgeschlafenen Nacht besser, als 8.30 Uhr nach einer durchgestillten Nacht. Als mein Mann und ich überlegten, was wir am Abend machen wollen, grinsten wir uns an: "Boa, weisst du, was wir machen können!??!" ... "... Boa! JA! Das machen wir!!!" Und dan haben wir den ganzen Abend im Beft Serien geschaut. Und Süßkram gegessen. SO!
Klar, ein bisschen traurig bin ich, das Stillen hat ein Ende, und mein kleiner Mann wird so schnell so viel größer und selbständiger, was ja aber auch gut ist, und stolz bin ich sowieso.


Ja, so war es einmal. Zum Glück ist es jetzt besser.

Dienstag, 18. März 2014

Spinnentage, und wie es ist.

Spinnentage. 

Die Tage, an denen ich kurz mal verstehe, weshalb manche Spinnenmamas ihre Spinnenkinder auffressen. 

Oh, ich kann euer empörtes Schnauben schon hören... Ich meine es ja nicht so.. oder doch...? Nein, natürlich nicht, auch wenn ich ab und an mal sage, ich beiße ihm gleich die Nase ab, oder drohe, ich fress' ihn auf, weil er so putzig ist. Aber nein, das meine ich ja gar nicht.

Wem der folgende Eintrag zu lang scheint: Unsere Nächte sind beschissen. Ben tut mir leid und ich bin müde. Punkt. 

Die Sache mit dem Abstillen - und wie schnell ich davon abgekommen bin. 

Wo fange ich an? Damals, als ich hier schrieb, ich mag das Gordon-Programm zum nächtlichen Abstillen für 7 Stunden für den besseren Schlaf, war ich guter Dinge. Allerdings war es nach 4 Nächten leider  für mich nicht mehr tragbar, Ben bekam Zähne, er litt merklich, ich schlief beim Stillen ein, so sehr ich mich anstrengte, und somit verschob ich das Ganze und wollte später wieder weitermachen. Soweit, so gut.

Zwischen Kleinkindschlaf und erholsamen Nächten 


Die oberen Backenzähne bahnten sich an. ich wollte das Kind nachts nicht noch mehr leiden lassen. Und es war dann auch für mich okay und nicht mehr ganz so anstrengend wie vor dem Gordon-Versuch. Die Backenzähne waren irgendwann durch, dann bahnten sich die oberen Eckzähne an, das ging fließend ineinander über. Es wurde aber auch ein bisschen ruhiger. Die Abstände zwischen einschlafen und erstem Mal rufen wurden etwas länger, es waren erst 2, dann 3, dann 4 Stunden, und wir konnten abends einen Film am Stück schauen, ich fühlte mich nicht mehr so gehetzt. Es wurde besser, ruhiger, ich war hoffnungsvoll. Dachte: So, langsam wird das alles. Von ganz alleine. Siehste!
Kaum streckten sich die Spitzen aus den Ecken, gab es eine Nacht, DIE Nacht, es war Dienstag auf Mittwoch, denn Mittwochs gehe ich immer auf den Markt und ich weiß noch, wie ausgeschlafen und glücklich ich war an diesem Marktmittwoch - diese Nacht war super.
Er schlief, ich weiß es nichtmal mehr genau, etwa 8 Stunden am Stück. Noch nie da gewesen.

Ab dieser Nacht ging es mit der Regelmäßigkeit beim Schlafen stetig bergab.

Was also gut war und immer besser wurde:  ca. 20 Uhr gehts ins Bett, 3-4,,5 Stunden Schlaf am Stück, ab da ab und an stillen, weiterschlafen, wach ab 8.15 Uhr, wurde stetig schlechter, unregelmäßiger, unruhiger. Durchzogen mit viel weinen, lautem weinen, hin und her wälzen, parallel dazu knibbeln an der anderen Brust und kreischen, sobald ich die Hand wegzog oder versuchte abzulenken. Ich weiß nicht, wieso. Ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann.
Ich weiß nichtmal, wie viele Zähne noch fehlen. Nicht etwa, weil ich eine Rabenmutter bin,sondern weil es sowieso egal scheint. Ben lässt mich kaum gucken, und es ist ja scheinbar so, die einen Zähne sind da, die nächsten kommen, und wenn sie da sind, schläft er auch nicht besser.

Dann kamen die Viren zu Besuch. 

Dann wurde Ben krank, er hustete, fieberte, hustete immer mehr, fieberte immer mehr, bis wir beim Notdienstvertretungskinderarzt saßen, und mit der Diagnose Atemwegsinfektion, Hustenlöser geben und wenns nicht besser wird, wieder kommen. Es wurde besser, die Nächte blieben unruhig, und wir reden hier nicht von ab und an mal husten oder 2 mal die Nacht wach werden, nein, wir sprechen von stündlichem Stillen, von weinen und schreien und sich wenig beruhigen lassen, um sich schlagen, Mama rufen, auch wenn ich daneben liege. Fieber war weg und der Husten auch.
Dann wurde ich krank, Halsschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, lag 2 Tage auf dem Sofa, der kleine Mann war ganz lieb und spielte tapfer mit, auch wenn er nur ums Sofa herum spielen konnte und ich nur das Nötigste geschafft habe. Gesund war ich danach nicht, aber ich war zumindest wieder einsatzfähig. Kaum war ich wieder halbwegs fit, wurden die Nächte noch wilder. Ben schrie. er brüllte, er wachte auf und brüllte "WEHWEH, WEHWEH!!!" er ließ sich nicht beruhigen, kein stillen, alles war doof. Fieberte wieder, mit Paracetamol und ach und Krach quälten wir uns durch die Nacht und zum Kinderarzt am nächsten Tag.Virusbedingte Mittelohrentzündung (das heißt dann nur nicht Mittelohrentzündung, ist ja egal) und wir bekamen ein Antibiotikum mit, falls es übers Wochenende noch schlimmer werden sollte. Samstags war es dann aber wieder etwas besser, die Nacht etwas ruhiger, Gut. Das war letzten Freitag.
Nun ist mein Mann auch noch krank, mein Hals seit 2 Tagen wieder besser (Ich habe das nun 3 Wochen gehabt. Ben 2 Wochen.). Seit Bens Erkältung ist er nun abends länger wach, gestern bis 22.30, will und kann nicht schlafen. Morgens aber ab 7.30 Uhr statt 8.30 Uhr wach, Mittagsschlaf ist dann schon um 11 und dann aber gegen 16 Uhr nochmal, alles ist verschoben, ich muss beim Mittagsschlaf dabei bleiben oder zumindest lange dabei bleiben, auch hier schläft er extrem unruhig. Ich frage mich ja nun nicht mehr. Ob das die Zähne sind, Wachstumsschmerzen, das Ohr, das doch noch nicht besser ist? Das ändert es auch nicht.

Tags ist seit 2 Wochen eigentlich alles "Nein". 

Ben ist eigentlich ein sehr fröhliches Kind und wir werden oft angesprochen, was für ein nettes, freundliches, strahlendes Kind das doch sei. In den letzten 2 Wochen etwa ist das aber eher Glückssache. Klar, wenn ich nachts SO schlafe, habe ich tags auch keinen Bock auf irgendwas. (und ja, ich schlafe SO seit Wochen.)
Alles ist nein. Wenn ich zu viel nachfrage, bricht er in Tränen aus. Sagt aber auch nicht, was er gerade braucht. Essen, nein, schlafen nein, aufstehen nein. nichts. Ich muss Dinge dann trotz "nein" doch machen, und das mache ich dann ungern, aber plötzlich ist es dann doch okay.
Heute war es besonders schlimm. Ich musste ihn pausenlos tragen zuhause. Das mag mal gehen, Manduca sei Dank, aber eben nicht immer. Wenn ich auf die Toilette gehe, will er in meine Hose steigen, um bloß bei mir zu sein. Er brüllt, sobald ich ihn eben kurz mal nicht tragen oder halten kann oder ihm sage, dass ich ihn nicht mehr stillen kann für den Moment, weil es mir weh tut. Er ist für den Moment kein Tyrann, kein trotzendes Kind, das ausprobiert, wie weit er mich ärgern kann. Er ist wirklich verzweifelt, traurig, er braucht die Nähe gerade einfach sehr. Es hat nichts zu tun mit "musst ihm halt mal sagen, wer der Chef ist" oder so einem Schwachsinn. Darum geht es nicht.

Und wo bin ich dabei? 

Ich weiß nicht, wie es nun weitergeht, ob sich nach der Erkältung, wenn die Viren sich endlich wieder aus dem Staub gemacht haben (jetzt gerade haben sie es sich ja erstmal beim Mann bequem gemacht!), alles einpendelt. Ich weiß nicht, ob ich dann irgendwann einen neuen Gordon-Versuch unternehme. Ob es besser wird, von alleine. 
Vorhin fragte mich mein Mann, wieso ich mich nicht mit ihm und Ben gleich schlafen lege. Der Grund ist, auch wenn ich super müde bin, dass ich heute noch keine 5 Minuten für mich hatte. Ich habe es nichtmal geschafft, dein Einkaufszettel in Ruhe zu lesen, ich habe es einige Male versucht, wurde aber immer unterbrochen, weil die ungeteilte Aufmerksamkeit eben nicht auf Ben lag. Ich mag Mails beantworten, auch mal Twitter nachlesen, was ich derzeit oft einfach nur überfliege, ich musste die Wäsche trocknen und das Abendessen aufräumen. Durch die Wohnung gehen und Spielzeug wegräumen, damit ich morgen froh, wenn ich wieder gerädert aufstehe, nicht noch frustrierter sein muss. Die freie Zeit habe ich nun genutzt, das hier zu schreiben, um es festzuhalten. Meine Mittagspause quasi, denn als Ben mittags schlief, fuhr ich Auto, und als er dann nochmal schlief, musste ich daneben liegen bleiben, weil er sofort hochschreckte und mich suchte.

Die meiste Zeit bin ich gelassen, und kann mich vom Genervtsein frei machen. Mir sagen, dass er das nicht macht, um mich zu stressen, und dass er mich momentan einfach dringender braucht. Mit ihm rausgehen, weil ich dann das Gefühl habe, ihm etwas anderes als mich bieten zu können. Auch wenn er beim Spielplatz auch an mir klebt und sich dort nicht beschäftigt, wenn ich nicht direkt, am
Besten mit Körperkontakt neben ihm stehe. Das war auch mal besser, und es wird auch mal wieder besser.

Aber wenn ich dann bemerke, dass ich mehrere Dinge vergessen habe, Leute nachfragen, wieso ich mich nicht zurückmelde, mich andere Menschen ärgern oder dass Unnötiges zusätzlich schief läuft wie z.B. mein Auto, das gestern Abend nicht mehr an sprang, oder die Handwerker, die zusätzlich im Hausflur mit 3 Schlagbohrern gleichzeitig auf 5 Stockwerken das Treppenhaus aufrissen und ich das Gefühl hatte, sie bohren direkt auf meinen Nerven herum, dann ärgere ich mich doch ein bisschen und sage ihm auch, dass er gerade echt anstrengend ist, und ich ihn trotzdem lieb habe, aber dass ich gerne wüsste, wie ich ihm helfen kann.
Und abends brauche ich dann eben nicht mehr viel, eine Serie oder Niveaulose Sendung im TV, Twitter und das wars dann. Selbst zum Nähen bin ich dann zu erledigt und frage mich, woher dann  Superblogger ihre Zeit nehmen und ihre Energie investieren. Meine fließt derzeit einfach ins Kind. Nahezu komplett.
Mein Mann entlastet mich natürlich wo's geht. Es ist natürlich so, dass er tags arbeitet und ich es nicht möchte, dass er dann nachts aufwacht. Er hat mir schon mehrfach angeboten, dass ich mal eine Nacht auf dem Sofa verbringen um einfach ausschlafen zu können. Aber sobald ich Ben dann weinen höre, halt ich das natürlich nicht aus. Ich möchte ja auch nicht, dass er leiden muss.
Das ins Bett bringen erledigt mein Mann seit einigen Monaten. dabei akzeptiert bin sogar mittlerweile die Milchflasche. Somit bin ich am Abend auch etwas entlastet. Wochenendes nimmt mein Mann Ben dann morgens oft aus dem Schlafzimmer, so dass ich noch ein bisschen schlafen kann. Meistens bin ich dann aber sowieso schon wach und kann nicht mehr einschlafen.

das alles meine ich auch gar nicht so negativ, wie es vielleicht klingen mag. 

Ich habe auch nicht das Bedürfnis, abends einen draufzumachen, ich möchte nur, dass es meinem Kind bald wieder besser geht, es mit all dem, was es neu kann, wieder zurecht kommt und wieder ausgeglichener wird.
Es ist ja auch nicht so, dass er mir keine Freude machen würde. Er macht putzige und lustige Dinge und wenn ich ihm den Arm anknabbere lacht er sich kaputt. Er sieht einen Hundewelpen Schnürsenkel anknabbern, und steckt sich diesen Schnürsenkel dann selbst in dem Mund. Er sagt Drögldrö und meint Joghurt und sagt Bescheid, dass die Katze auf dem Tisch sitzt und sie das nicht darf, er bringt mir undefinierbare Plastikteile und wenn ich frage, wo er das her hat, versucht er es mir mit aller Kraft und Händen und Füßen zu erklären und hat Geduld mit mir, wenn ich seine Erklärung zuerst für eigenartige Spinnereien ohne Sinn halte.
Wie kann man einem so lieben und lustigen Kleinkind lange genervt sein. Geht ja gar nicht.
Er tut mir nur leid und ich bin müde.

Ich wollte nur mal erzählen, wie es so ist, damit ich in ein paar Monaten nachlesen kann und schmunzeln kann und denke: Ja, so war es einmal, ein Glück ist es nun besser.

 

Samstag, 11. Januar 2014

Stille Nächte - der 2. Zwischenbericht und ein großes SEUFZ

Nacht #4 - rabäh!

19.30 Uhr: Mein Mann ist nicht da, ich singe ein paar Liedchen, nach denen wird es dem Kind zu bunt und er will an die Brust. Okay, darf er, und als er fertig ist, dockt er ab, dreht sich weg und schläft ein. Das war einfach. Einschlafen an der Brust MUSS also tatsächlich nicht immer (oder nicht mehr!) sein... Schön! Ich kann auch problemlos aufstehen und aus dem Schlafzimmer schleichen.
21.00 Uhr: Er weint kurz und ich will schon aufstehen und ins Schlafzimmer rüber. Plötzlich ist es wieder still, als er mich in der Tür hört, ächzt er doch nochmal los. Ich lege mich neben ihn, er kuschelt sich an und - schläft weiter. Er wollte nichtmal trinken! Selbes Spiel gegen 23 Uhr.
Erst um 1.30 Uhr möchte er an die Brust. Da Nacht #3 irgendwie nicht so richtig war, möchte ich die 3. Nacht des Programms wiederholen und lasse ihn trinken. Er dreht sich anschließend von alleine weg... und schläft weiter. Um 4 Uhr allerdings weinte er sehr laut und sehr viel. Durch Streicheln konnte ich ihn kaum beruhigen. Ich streichelte eine Stunde (wirklich) bis mir beide Arme lahm wurden, sobald ich kurz Pause machte, weinte er wieder los. Irgendwann raunte mich mein Mann (er schläft mit Ohrstöpseln) an, ich soll ihn doch mal trösten. Äh ja, dannw ar ich nicht nur müde, sondern auch sauer, aber Ben schlief irgendwann, irgendwie wieder ein.
Ich weiß leider auch dieses Mal nicht mehr, ob ich mich jedes Mal wach halten konnte. Schlief dann bis 8 Uhr, nachdem er um 7 wieder ans all-you-can-drink-Buffet durfte.



Nacht #5 es wird immer schlimmer.

Schlaf ab 19.30 Uhr, Ruhe bis wir ins Bett wollten - gegen Mitternacht. Auch hier drehte er sich nach dem Trinken drehte er sich wieder weg und schlief ohne mich ein. (denn nach der Nacht #4, die eigentlich Nacht #3 sein sollte und genauso schlecht geklappt hat, fand ich den nächsten Schritt einfach zu viel). Dazwischen nochmal null Erinnerung, ur dass er mal wach war.
Leider hatte ich keinen Radiowecker für weitere Uhrzeiten, da Ben diesen vorher unters Kinderbett befördert hatte.... Aber gegen 5/6 Uhr (??) weinte er ganz fürchterlich und beruhigte sich überhaupt nicht. Er wollte auch nicht stillen, schluchzte und wenn ich ihn auf den Arm nahm, schmiss er sich zurück aufs Bett, um gleich darauf wieder die Arme nach mir auszustrecken und sich so aufzubäumen, bis der Kopf gegen das Kopfende knallte, was ihn wieder wütend machte - usw usf, dieses Spielchen dauerte eine ganze Weile. Mein Mann sang ein Lied, was ihn auch nicht beruhigte... Erst als ich ihn ganz fest hochnahm und an mich drückte, grub er seinen Kopf in meinen Hals und beruhigte sich, noch minutenlang schluchzend. Er schlief dann auf meinem Bauch schlafend nach einiger Zeit wirklich nochmal ein. Irgendwnan konnte ich ihn dann neben mich legen und wir wachten gegen 9.30 Uhr auf.

Nacht #6 oder nicht?!

Wie ich nun weitermachen soll? Keine Ahung. Ich vermute noch immer Schmerzen (Zähne?!) hinter deisen nächtlichen Schrei-Attacken. Ob das der richtige Zeitpunkt ist, um weiterzumachen? Oder schreit er, weil es ihn verwirrt, dass er mal an die Brust darf, und dann wieder so einschlafen soll? Und sollte ich nun einfach mal gar nicht stillen nachts, ihn dadurch noch mehr stressen, oder einfach "mal hart bleiben" in der Hoffnung, dass es danach besser wird? Ehrlich, ich bin ausnahmsweise mal ratlos.

(...to be contiinued.)

Freitag, 10. Januar 2014

Stille Nächte - Ein Zwischenbericht!

Ich habe ja geschrieben, dass wir nun die "das sanfte Schlafprogramm von Dr. Gordon" probieren wollen. Einige Leser schrieben mich hier und auf Twitter an, dass ich auf jeden Fall berichten soll... Um nicht einen noch längeren Post zu verfassen, gibt es hier nach den ersten 3 Tagen einen Zwischenbericht...!

Nacht #1


Mein Mann bringt Ben wie gewohnt gegen 20 Uhr ins Bett. Er hat das Gefühl, er schläft sehr unruhig. Dennoch bleibt das Babyphon ruhig bis ca. 21.30 Uhr. Mein Mann geht zu ihm, und Ben schläft durch Singen wieder ein.
23.30 Uhr. Ben weint einmal, ich bin hellwach und voller Tatendrang. So mein Junge, so schnell kommst du mir heute Nacht nicht davon - ich bin auch nicht zu müde, sondern werde mich ans Programm halten. Tschakka!!! Ich stille also kurz, docke ihn aber danach ab. Er ist empört und wütend, wirft den angebotenen Schnuller in die Ecke, aber mit streicheln und singen beruhigt er sich tatsächlich schnell und schläft weiter. 3.40 Uhr: Er weint, darf kurz stillen, ich docke ab, er meckert - aber schläft nach ca. 2 Minuten Meckern doch wieder ein, als ich über das Gesicht streichle.
Gegen 7 Uhr wieder weinen, er darf nun stillen so lange er will und wir schlafen beide noch eine Stunde. So kanns bleiben.

Nacht #2


Mittagsschlaf?! So ein Quatsch, wer braucht das schon! Ben schläft ca. 20 Minuten im Auto auf dem Heimweg von IKEA am Mittag, aber danach nicht mehr. Als ich dann einkaufen war und ihn in die Manduca auf den Rücken setzte, um die Treppen nach Hause zu bewältigen (Aufzug kaputt ;)) und oben ankomme, schläft er doch tatsächlich ein. 17 Uhr. Er schläft eine Stunde tief und fest in der Manduca.
Mein Mann bringt Ben gegen 20 Uhr wie gewohnt ins Bett. Ben freut sich, will auch ins Bett, hat aber keine Lust zu schlafen bzw. schläft sehr unruhig, so dass er bei ihm bis ca. 21 Uhr liegen bleiben muss. Ab da ist aber Ruhe, auch als wir gegen 0 Uhr ins Bett gehen, wacht er davon nicht auf. Erst um 1 Uhr weint er, darf kurz stillen, aber ich muss mich sehr zwingen, nicht einzuschlafen. Ich erinnere mich leider auch kaum, aber ich habe ihn tatsächlich abgedockt, und wie die Nacht zuvor wurde wieder kurz gemeckert. dann schliefen wir aber beide ein. Ich meine, ich hatte noch im Kopf: Das Gesicht streicheln! Und ja, ich glaube, das ist auch der Trick. Er kann noch so meckern, wenn ich das Gesicht streichle, ist ganz schnell wieder Ruhe. Zumindest in der Nacht, und so lange ich das eine ganze Weile weiter mache....
Gegen 3 Uhr das Selbe - er schlief dann aber nur sehr unruhig wieder ein. Als mein Mann dann arbeiten ging, stillten wir nochmal ausgiebig und schliefen wieder ein - bis 9.30 Uhr O_o
Ich fühle mich erholt und Ben ist bestens gelaunt!


Nacht #3


Wir waren auf dem Markt und Ben hing solange in der Manduca. Um 13 Uhr zuhause zeigte Ben, er sei müde. Allerdings hatte er nach dem Stillen doch keine Lust mehr zu schlafen, und wir standen nach 30 Minuten hin und her und Weinen, weil er nicht mehr stillen durfte, auf. Selbes Spiel um 14 und um 15 Uhr. 16.25 Uhr schlief er endlich, weinte nach 15 Minuten, schlief nur mit stillen wieder ein und wollte dann aber dauernuckeln. Ich nicht. Also standen wir wieder auf. Das wars's mit Schlaf an diesem Tag!

Am Abend: Mein Mann bringt ihn wie gewohnt ins Bett und es bleibt ruhig.
Als wir auch ins Bett gehen, schläft er noch immer. Leider war ich in der Nacht zu müde, um mich richtig wach zu halten / auf die Uhr zu sehen.
Ehrlich gesagt weiß ich nichteinmal, wie ich die Sache mit dem "abdocken" bewerkstelligt habe, oder ob ich auch mal dabei eingeschlafen bin. Ab 1 Uhr jedenfalls war er sehr unruhig und wälzte sich mehrfach hin und her, und um 4 Uhr weinte er sehr laut und ließ sich kaum beruhigen. Ich musste 1 Stunde Kopf und Bauch streicheln, jedes mal wenn ich aufhörte, wälzte er sich wieder hin und her, ächzte, fing an, laut zu weinen. Ich vermute da auch Zahnschmerzen dahinter, denn es hing nicht unbedingt mit dem Stillen zusammen und ich habe am Abend auch gefühlt, dass sich an den unteren Backenzähnen etwas tut... Aber das ist nur eine Vermutung.
Jedenfalls wurden mir die Arme lahm vom streicheln...
Weiteres Stillen am Morgen dann nach "unseren 7 Stunden Gordon" wie gehabt - und wach um 8 Uhr.


Bisheriges Fazit? 

Ich bin skeptisch. Die 3. Nacht war schlimm, aber vielleicht nicht des nicht-stillens wegen?

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich heute Nacht 3 wiederhole oder mit Nacht 4 fortfahre, weil ich nicht weiß, ob wir letzte Nacht nicht auch einfach mal eingeschlafen sind. Außerdem fühlt es sich seltsam an, nur zu bestimmten Uhrzeiten nicht zu stillen. Ich weiß nicht, ob das nicht verwirrend für Ben ist? Mal darf er, mal nicht? Ich weiß, es gehört zum "Programm", da steht auch, das Kind soll lernen, dass es bekommt, was es will / braucht, aber eben nicht in diesen 7 Stunden, aber ob er das auch verstehen kann? 

Die kommende Nacht #4 lässt hoffen. 

Mittagsschlaf um 14 Uhr ca. 1 Stunde im Auto. Er wachte nach 20 Minuten auf, schlief aber wieder ein und ich fuhr tatsächlich weiter, nur damit ich ihn nicht wecken muss. Denn wir wissen ja: Wenn das Kind ausreichend am Mittag geschlafen hat, dann schläft es auch in der Nacht besser. In der Theorie zumindest.

Muss ich mittags nun regelmäßig ziellos durch die Gegend fahren, um das Kind mittags zum Schlafen zu bringen, wenn es müde ist, damit es nicht total übermüdet? 

Bislang schläft er, und obwohl ich bereits 2 mal zu ihm musste, und wollte / brauchte gar nicht gestillt zu werden. Streicheln reichte aus - ich frage mich, ob das von den vorigen Nächten kommt, oder ob das auch vorher schon geklappt hätte, ich es aber nie ausprobiert habe? Im Allgemeinen glaube ich, er schläft gerade einfach unruhig, ob das nun Zahnweh oder Bauchweh sind, oder Träume, ein Schub (der angeblich gerade sowieso stattfindet!) und das viele Neue, was er sagen kann?




Montag, 6. Januar 2014

Stille Nacht....?

Nein, still sind unsere Nächte wirklich nicht.
Vor einiger Zeit habe ich schonmal geschrieben, dass ich versuchen möchte, (nachts) abzustillen. Zu dem Zeitpunkt wollte Ben tags eigentlich gar nicht mehr stillen. Ben tat sich aber so schwer und weinte so bitterlich, dass ich es nicht schaffte "hart zu bleiben", weil mir genau das so völlig falsch erschien.

Mittlerweile sind wir aber doch wieder wieder an einem Punkt, an dem ich nicht mehr mag. Er trinkt nachts alle 1,5 - 2 Stunden, ab und an mal 3,5, es gab in den letzten Monaten nur 2 Nächte, an denen er mal länger Pause ließ (ich weiß es nicht genau, es waren ca. 4 Stunden.) er fuchtelt beim Stillen aufgeregt und wild mit den Fingern an der anderen Brustwarze herum, zwickt, kneift und pfetzt mich, bis ich im Halbschlaf aufschreie, weil ich so erschrecke und es so weh tut. Wenn ich ihm die Hand beim Versuch zu pfetzen wegziehe, fängt er an zu schreien und zu weinen. Ich habe ihm schon andere Gegenstände in die Hand gegeben, wieder einen Schnuller versucht (schreit!), nichts half. Kurzum: Ich mag das nicht mehr, nicht mehr so, es tut mir weh, es ärgert mich, ich bin nachts nur noch damit beschäftigt, so da zu liegen, dass das Kind in Ruhe nuckeln kann, wache dann mit Rückenschmerzen auf, weil ich mich keine Minute ausgestreckt hinlegen konnte, ohne dass das Geschrei wieder anfing. Und das alles spitzt sich nun wieder zu und wird alles schlimmer, anstatt sich langsam mal zu bessern.

Wir haben es dann so versucht, dass mein Mann seit ca. 2 Monaten Ben abends ins Bett bringt. Nach 2 - 3 Abenden, an denen er (also der kleine Mann, ...) anfangs noch meckerte, funktionierte es reibungslos: Die beiden singen, das Kind dreht sich weg und schläft. Manchmal macht er noch "mh??!" wenn er empört darüber ist, dass der Papa aufgehört hat, zu singen. (der mittlerweile auch einige neue Lieder lernen musste, weil er sein eigenes Liederepertoire nicht mehr ertragen konnte).
Beim ersten Aufwachen (nach 2-3,5 Stunden) haben wir nun auch versucht, ob sich Ben durch den Papa beruhigen lässt. Das klappte dann ein paar mal, aber wurde nun, am Ende des Urlaubs vom Mann, wieder schlechter, und er beruhigte sich dann erst, als ich hineinging (und die Brust auspacken musste.) Sprich: Der Winterurlaub, den wir eigentlich dazu nutzen wollten, das Kind nachts von mir weg zu bekommen, ist nun vorbei und alles ist wie vorher. Nur ein bisschen schlimmer.
Wenn ich Ben abends ins Bett bringe, weil mein Mann nicht da ist, funktioniert es so übrigens auch nicht. Ich singe, wie mein Mann, ein paar Lieder, es ist dunkel, Ben atmet schwerer, schreckt aber plötzlich hoch, weil ihm einfällt, dass ich Brüste habe und dass da etwas fehlt. Und dann weint und weint er, bis er wieder völlig wach und ich vollkommen entnervt bin (wieso schafft es mein Mann und ich nicht? Hat meine Hebamme damals zu wenig geholfen, hätte sie mir nicht sagen müssen, dass Ben nicht immer an der Brust einschlafen soll, damit er sich nicht zu sehr daran gewöhnt? Wieso kann das Kind nicht einfach mal schlafen, so wie 100% der anderen Kinder in unserem Umfeld? Er darf im Familienbett schlafen, wird den halben Tag herumgetragen und hat trotzdem noch immer mehr Nähebedürfnis als xy (jaja, die guten Vergleiche!)!?) und will nur eines: stillen.


Bei allem Wissen und aller Rücksicht auf kleinkindliche Bedürfnisse nach Nähe, Schmerzen beim zahnen oder wachsen und so gerne ich das mit dem Familienbett auch habe und so wenig ich es haben könnte, schliefe er in seinem eigenen Zimmer und so weiter: Ich bin morgens völlig fertig und Ben ist genauso unausgeschlafen wie ich!


Bildliche Darstellung eines friedlich mittagsschlafenden Kindes ohne Brust im Mund.
Dass ich mein Kind niemals schreien lassen würde, und von Büchern wie "jedes Kind kann schlafen lernen" so gar nichts halte, habe ich ja schon mehrfach betont. Daran hat sich selbstverständlich noch immer nichts geändert (und wird es auch nicht!).
Also stieß ich dank meiner lieben Twitter-Timeline auf "das sanfte Schlafprogramm von Dr. Gordon" und fand das, was ich las, ganz sympathisch. Vor allem, weil es eben nicht um "schreien lassen" im Sinne von "ich lass das Kind nun allein, wird schon lernen, dass es nicht immer bekommt, was es braucht" konzipiert ist, und weil es kein völliges Abstillen ist, denn morgens im Bett oder tagsüber, auf dem Sofa oder sonstwas, da stört es mich wirklich überhaupt nicht.

Und nun? Dürft ihr mir ab heute Glück wünschen. Nacht #1 hat soeben gestartet.

Mittwoch, 18. September 2013

Piep.

Hallo ihr Lieben,

nach dem Geburtstagstrubel wurde es kurz doch wieder still hier, und ich kann gar nicht genau sagen, weswegen. Es war einfach viel los... Heute hat der große Mann Geburtstag, gestern verbrachte ich den Tag Donuts-backend in der Küche (aus der Thriller-Reihe: wieso zuerst die Fritteuse rauchte und dann die Mikrowelle Funken schlug.)
Neben der Arbeit und Ärger mit einem Kundenpaar wollte die Uroma besucht werden, wir waren 2x im Hallenbad, ich habe eine Hose und einen Vorhang genäht, ja, solche Dinge eben!

Ben war nach einer kurzen Superschlafkindphase, die ca. 4 Nächte um seinen Geburtstag herum anhielt (nur noch 1-2x stillen in der Nacht), plötzlich wieder ganz ganz unruhig nachts, weinte oft, schrie richtig aus dem Schlaf, Dauerstillnächte und Zahnfleischkriechmama. Kein Mittagsschlaf, schreiendes Kind, jaja, volles Programm eben! Aber es scheint wieder besser zu werden jetzt (darf man ja nie so laut sagen!)...

Er kann plötzlich noch so viel mehr an Zeichen, die wir ihm gar nicht beigebracht haben, da lohnt es sich schon, bald mal wieder eine Aufstellung zu den Babyzeichen zu schreiben, oder einen Monatsbericht.... Er sieht überhaupt nicht mehr nach Baby aus!!!

Und morgen wird er geimpft. Ich hoffe so sehr, dass er es gut wegsteckt und wie die letzten Mal nichts danach hat. bei der MMR Impfung ist es ja leider häufig so, dass es die Kinder noch mehr mitnimmt als die vorigen Impfungen. Wenn alles gut läuft, werde ich ihn am Freitag bei seiner Oma abgeben und einen Tag in Karlsruhe verbringen. Stoffladen, evtl. Frisör, und ich brauch Winterklamotten, Ben würde auch den einen oder anderen Pulli brauchen, ja, sowas eben. Ich freue mich schon richtig darauf, aber wie ich mein Glück kenne, habe ich Freitag ein Fieberimpfbaby hier sitzen und bleibe zuhause - naja, dann wird's eben verschoben...
Ich würde gerne so viele Dinge tun, aber ich komm einfach nicht dazu. Aber ich denke mal, das geht fast jedem so... und wenn ich dann Zeit habe, fällt mir nicht mehr ein, was ich tun wollte!

Ich freue mich über den Herbst und mag das sehr, und hoffe, dass es nach dem heutigen Geburtstag auch wirklich etwas ruhiger ist und ich wieder zum Schreiben komme.

Jetzt darf ich mir aber erstmal noch ein Fotobuch von Pixum zusammenstellen, und da der Gutschein bald ausläuft, muss ich mich ranhalten. Bislang habe ich mich noch gar nicht entschieden, was ich ins Fotobuch machen soll. Die Bilder von Ben sind alle im Papieralbum (bzw. mittlerweile sind 3 Alben voll :o)), selbst eingeklebt, beschriftet, verziert. Ich habe dennoch genügend Fotos auf meiner Festplatte einstauben, die noch nirgendwo zum Greifen sind. Vielleicht mache ich ein Album aus der Zeit vor Ben, denn die gab es ja auch, und ann, wenn nicht jetzt, ergreife ich mal die Gelegenheit und packe unsere Städtereisen nach Hamburg, Paris und co mal zusammen? Wäre doch schade, wenn das irgendwie in Vergessenheit geraten würde.

Das Ergebnis zeige ich Euch gerne, außerdem warten noch 2 echt schöne Gewinnspiele auf Euch.... Also, bleibt dran :))

Montag, 3. Juni 2013

Familienbett - Plötzlicher Kindstod (SIDS)?

Ganz schön geärgert habe ich mich, als neulich ein Artikel in der SZ und auch auf Spiegel Online erschienen ist, in meinen Worten zusammengefasst:
Man hat nun herausgefunden, das Familienbett ist SCHLECHT und wenn das Baby am plötzlichen Kindstod wegstirbt, seien die verantwortungslosen Eltern schuld, weil man nun herausgefunden hat, dass das Familienbett einen Faktor dabei darstelle.

Klasse, dachte ich. Als wir noch keine Eltern waren und von Kankenhaus und Ärzten mit massenhaft Infobroschüren zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods überschüttet wurden, und sie, verantwortungsbewusst wie wir sind, durchgelesen haben, ging daraus eines klar hervor:
Das (gesicherte) Familienbett ist das Beste, was man seinem Neugeborenen anbieten kann -
im Schlafsack, ohne Decke und Kissen, aber in der Nähe der Eltern, da diese (Stichwort "Ammenschlaf" Wikipedia / Wissenschaft Online) so sofort mitbekommen, falls es dem Kind nicht gut geht, oder die Mutter sogar bei Atemaussetzern aufwacht. Weiter konnte ich nachlesen, dass es im Zusammenhang mit der Rückatmung (wenn die Mutter das Kind also nachts Gesicht an Gesicht "an atmet) weniger zu Atmenaussetzern kommt und dies für die Atemreflexe des Kindes von Vorteil ist.

Ich bin kein Experte (was sind eigentlich Experten?) und ich bin kein Mediziner.
Aber für mich als junge Mutter war klar: Familienbett ist spitze, wenn man stillt und das Kind viel Nähe braucht. Und man selbst es will. Die Aspekte, dass man zum Stillen nicht aufstehen braucht und man somit einigermaßen (naja,...) gut schläft, dass die Bindung gefestigt wird etc. waren da zusätzliche "Zuckerstreusel" auf dem Familienbettkuchen.

Die Argumente oder entsetzten Einwände "aber wenn man sich aus Versehen über das Baby rollt!!" halte ich persönlich für Quatsch.
Ich habe mich a) auch noch nicht auf die Katze gerollt oder auf den Mann, und b) kommt hier wieder das Stichwort "Ammenschlaf" ins Spiel: Man (Mama) schläft zwar, aber weiß, dass da ein Kind ist und man aufpassen muss. Mein Mann wachte sogar anfangs oft auf und "suchte" Ben, weil er im Schlaf wusste, dass er vorsichtig sein muss.
Und ganz am Anfang hatten wir ihn auf einem Sillkissen und die ganze Nacht lang ein kleines Nachtlicht an, um uns sicherer zu fühlen. 

Für uns war das jedenfalls die beste Lösung:
Ben wollte auf keinen Fall alleine schlafen oder irgendwo abgelegt werden, und das von Anfang an. Und er wollte stillen. Viel. Sehr viel. Und ich wollte nicht 6 mal in der Nacht aufstehen, warten bis er schläft, und ihn wieder ablegen. Später war das krankheitsbedingt ein richtiger Segen: Ich konnte wochenlang nicht laufen, mein Kind aber so wunderbar versorgen und hatte das Gefühl, auch wenn ich nichts mehr sonst kann, das Kind stillen, und neben ihm schlafen das kann ich noch. Dazu musste ich nicht aufstehen oder das Kind dann wieder irgendwo weglegen.
Heute ist es noch immer so, dass Ben sehr viel Nähe braucht und eher unruhig schläft. Er spürt auch immer schnell, wenn ich nicht neben ihm bin, und wacht dann weinend auf. Es gibt Phasen, da ist das mehr, und welche, da ist es weniger.
Nein, ich bin ganz und gar gegen "Schlaftrainings" und "das Kind muss es langsam mal lernen" oder Sprüche wie "tja, hast ihn eben daran gewöhnt". Habe ich nicht. Ich habe es ihm sein Grundbedürfnis nur nicht abtrainiert.

Sicher wäre es auch nicht schlimm für mich, er würde einfach so in seinem Bettchen schlafen, problemlos und 7 Stunden am Stück. Aber so ist er nicht, und das ist völlig in Ordnung. Wenn er so weit ist, wird er es schon von alleine so machen, ohne dass ich ihm beibringe, dass sein Bedürfnis nach Nähe unerwünscht ist.
Er braucht Nähe. Wieso sollte ich ihm beibringen wollen, dass er sie nicht bekommt, wenn er sie braucht? Bloß, damit ich nachts besser schlafen kann? Soll ich meinem Kind beibringen: Ruf du mal, ich entscheide dann aber, ob du mich brauchst oder nicht, ob ich dich ernst nehme oder nicht?
Ich sage dann immer zu Kritikern: "Du selbst willst doch auch nicht alleine schlafen, oder?" Wer kennt keine einsamen Nächte, in denen man sich wünscht, nicht alleine sein zu müssen? Wie muss das erst für ein Baby sein, das ganz und gar nicht weiß, was da alles so passiert auf der Welt und täglich so viele neue Eindrücke wahrnimmt, die es gar nirgends hin stecken kann und dann abends einfach nur in Sicherheit und gewohnter (oh, also doch?) Nähe einschlafen will, sich beschützt wissen.
Prima, wenn Babys das nicht so sehr brauchen und sich problemlos in ihrem Bettchen schlafen legen lassen. Aber wenn ein Baby eben nicht gerne alleine schlafen will, ist das auch kein Drama.

Aber zurück zum genannten Artikel.
Eine junge Mutter liest das, gerät in Panik und denkt, sie müsse nun, um ihr Kind vor dem plötzlichen Kindstod zu bewahren, das Kind zwingend in ein eigenes Bett legen. Auch, wenn sie so ein Exemplar Kind abbekommen hat wie ich es habe: Eines, das die Nähe sehr viel braucht und ohne ganz furchtbar traurig ist und Angst bekommt.
Da habe ich eher Angst um die psychische (Langzeit-)Gesundheit des Babys als darum, dass das Baby im Elternbett sterben könnte!

Und genau das macht mich so wütend. 

Was haben wir alles gelesen, Broschüren über SIDS und wie man das Risiko minimieren kann!
Nestchen sind schlecht, Moskitonetze / Betthimmel sind schlecht, Decken sind schlecht, Plüschtiere im Bett, Spieluhren auch (die Schnur könnte sich um den Hals wickeln!), Bauchlage ist schlecht usw...
So Vieles, was verängstigt und verunsichert, weil es das Baby ersticken könnte! Und jetzt also auch noch (angeblich!!!) die Tatsache, dass die Eltern neben dem Kind schlafen?!

Eine jahrelang erfahrene Kinderkrankenschwester im Krankenhaus bei einem Säuglingspflegekurs (wir waren auch unsichere Bald-Eltern!) sagte uns etwas, was ich leider nicht mehr wörtlich, aber ungefähr in Erinnerung habe:
"Mit diesen Studien zum Thema "plötzlicher Kindstod" ist es so: Heutzutage werden alle Babys auf dem Rücken zum Schlafen gelagert, weil man sagte, Bauchschläferbabys sterben statistisch gesehen häufiger. Was dabei nicht berücksichtigt wird: In 10 Jahren steht in der Statistik, Rückenschläferbabys sterben häufiger. Eben weil man heute alle Babys auf dem Rücken lagert und kaum merh welche findet, die auf dem Bauch schlafen."
Das ist so, wie wenn plötzlich sehr viele Menschen grüne Haare tragen und man Verkehrsstatistiken aufstellt. Natürlich werden dann plötzlich auffallend viele grünhaarige Menschen Opfer von Verkehrsunfällen, wenn nicht richtig (!) recherchiert wird.

Und genau das ist bei o.g. Artikel geschehen!
Wunderbar beleuchtet hat die miese Recherche der o.g. Artikel übrigens Nora Imlau in ihrem Artikel. Hier könnt ihr auch nachlesen, was konkret bei der Statistik für Fehler "passiert" sind bzw. welche Dinge total außer Acht gelassen wurden!

Abschließend möchte ich also noch einmal sagen: 

Liebe junge / werdende Eltern, Bitte, Bitte lasst euch nicht von allem verunsichern, was "man so liest". Hört auf das, was euch euer Bauch sagt. Wenn sich Familienbett für euch super anhört und anfühlt, dann macht das auch und lagert euer Baby nicht aus dem Grund aus Eurem Bett aus, weil irgendein Kinderarzt mal schlecht recherchierte Statistiken um sich geworfen hat.
Morgen wird wahrscheinlich schon wieder das Gegenteil bewiesen, oder es wird statistisch errechnet, dass Babys von rothaarigen Eltern häufiger Schnupfen bekommen und die Eltern färben sich plötzlich alle die Haare um oder so. Fakt ist, dass es den plötzlichen Kindstod gibt und sich keiner so etwas für sein Baby wünscht. Fakt ist aber auch, dass man ihn nicht wie eine Krankaheit ausrotten, indem man Babys in ein anderes Bett zum Schlafen legt.

Raucht nicht, trinkt nicht, wenn Eure Kinder in eurem Bett schlafen sollen. Steckt sie in Schlafsäcke und sichert das Bett vor dem Herausfallen. Und habt keine Angst, dem Kind dadurch zu schaden, dass ihr Eurem Kind die Nähe gibt, die es braucht.

Sonntag, 3. März 2013

Ein halbes Jahr...

Ben war gestern genau ein halbes Jahr alt.
Bisher habe ich ja nicht solche Monatsberichte gemacht. Keine Ahnung was ich da schreiben soll.
Die Zeit verging so wahnsinnig schnell. Vieles, was jetzt normal ist, war neulich noch ganz frisch... Und so weiß man gar nicht, was man festhalten soll... weil es auf einmal wieder normal ist und man denkt, irgendwie ist es ja fast egal, denn am ende wird er laufen können und sprechen und ganz normal essen. aber vielleicht sollte man es genau deshalb aufschreiben...




Du wiegst jetzt ca. 7300 Gramm und bist ca. 70cm groß. Vor 6 Monaten ware das 3853 Gramm auf 54cm. Da hattest du ja ganz schön zu tun in den letzten Monaten!

Vorgestern lagst du auf deiner Matte im Wohnzimmer, und bis ich es kapiert habe, auf einmal so 1,5 Meter davon weg - wir bewegen uns nun also kugelig fort ;) Und heute war doch klar erkennbar, dass du daran übst, den Po zu heben!
Die Krankengymnastikfrau ist auch sehr zufrieden. Sie sagte, wir brauchen nicht mehr hin, sie sieht, dass alles super ist, aber sie würde gerne sehen, wie du krabbelst. Wenn ich will, würde sie mir einen Termin geben, müsse aber nicht. Ich bin natürlich froh wenn jemand schaut und mir sagt, es sei alles okay, so dass wir dann in 4 Wochen nochmal hin gehen. Da ich sie sehr gerne mag, freue ich mich schon darauf.

Ansonsten schläfst du nach wie vor bei uns im Bett. Das ist soweit okay für mich, denn so muss ich zum Stillen nicht immer aufstehen und wir beide schlafen dann einfach wieder ein.
Deinen Papa stört das auch nicht, und so sind wir von Horrorszenarien von wegen "Der Mann musste ausm Schlafzimmer ausziehen" oder nächtlichem Brüllen weit entfernt.
 Dass du nachts alle 2 Stunden trinken willst, und bisher nur 2 mal in deinem Leben länger als 4 Stunden am Stück geschlafen hast ist meist auch okay für mich. Manchmal stresst es mich schon, aber größtenteils ist es wirklich okay.
Einschlafen in deinem Bett klappt überhaupt nicht. 3 Tage oder so waren dabei, da war das gut. Da konnte ich mich dann davon schleichen und mit Babyphon noch zumindest ein paar Minuten im Wohnzimmer verschwinden. An anderen Tagen musste ich dann ale 10 Minuten zu dir. Aber mittlerweile sind wir abends einfach auch so müde, dass wir einfach bei dir liegen bleiben und gar keine Lust haben, noch viel zu machen, wenn du schläfst.

Morgens hast du super Laune, da bleibst du gerne noch bei uns liegen, und erzählst ein bisschen. Rörö und Bwwppf und so.



Das Essen klappt prima. An manchen Tagen lässt du dich gerne ablenken (Die Katze!!!), an anderen haust du richtig rein. Du musst ja auch nicht. Die Milchbar ist nach wie vor 24 Stunden geöffnet ;) Am Besten hat dir bisher Zuccini geschmeckt, sowohl am Stück als auch als Brei. Da hast du diese Woche schon 100Gramm davon gefuttert, und wenn ich mehr gemacht hätte, bestimmt noch mehr. Aber wir wollen es ja auch nicht übertreiben. Und Hühnchen gab's diese Woche auch schon! Nächste Woche will ich mal nach Getreide für den Abendbrei schauen und nach Reis anstatt Kartoffeln. Banane hast du auch schon gegessen, und das Gesicht dabei verzogen. Naja, ich werde dich in einigen Jahren mal dran erinnern, wie gerne du als Baby mal Broccoli, Kohlrabi und Zucchini gegessen hast... das wird sich wohl noch ändern ;)
(Und seit wir zufüttern, wissen wir nun auch, wo die Chicken Nuggets her kommen. Ich sag nur Babywindel...)

Wickeln findest du zwar nicht schlimm, aber alles andere weitaus interessanter. Das Mobile überm Wickeltisch hast du schon abgerissen, und du hast einfach keine Lust, auf dem Rücken zu bleiben. Manchmal ist das ein richtiger Kampf... Da sind dann die Streifen an der Rückwand vom Wickeltisch interessanter, oder die Flasche Öl neben dem Tisch, oder deine Füße, die Wickelunterlage oder die Wand - irgendwas findest du jedenfalls immer... Seit 2 Wochen sind wir nun bei Windelgröße 3 angelangt. 


Während wir essen, lässt du uns nun auch neuerdings auch gleichzeitig essen. Im Hochstuhl kannst du noch nicht sitzen, darum haben wir dich meist aufdem Schoß. Aber seit wir vorbildlich am Esstisch essen und nicht mehr auf dem Sofa wie da, als du noch kleiner warst, können wir meist gleichzeitig essen - du sitzt dann auf dem Schoß dabei :)Vor einigen Wochen war daran noch nicht zu denken, und du fingst immer an zu weinen, wenn wir gegessen haben, oder hattest Hunger, ganz egal, wann du davor zum letzten Mal getrunken hast ;)



Du kannst schon ordentlich zornig sein, wenn du irgendwo nicht ran kommst oder man dir etwas weg nimmt. Beim Babyschwimmen zum Beispiel, wenn du den Ball einfach nicht bekommst, weil er vor dir her schwimmt.
Dafür freust du dich nun, wenn du Zusammenhänge verestehst. Zum Beispiel auch beim Babyschimmen, wenn du das Becken siehst.
Die Katze findest du noch immer super und sie dich auch. Manchmal kommt sie zu dir her und kitzelt dich mit dem Schwanz im Gesicht...

Du lachst viel und weinst wenig. Wenn du weinst, dann eigentlich fast nur weil du müde bist. Aber wenn du lachst, steckt du alle mit an! Viele Fremde sagen, dass du sehr freundlich bist, weil du auch Fremde schnell anstrahlst.


Am Liebsten hörst du von uns "Ein Schneider fing ne Maus", da lachst du dann oft schon los wenn du die ersten Töne erkennst. Dein Papa singt gerne "A, B, C - die Katze lief im Schnee" mit dir, das findest du auch super!
Ansonsten singen wir "die Vogelhochzeit" (dein Vater auch gern mal in der Helge Schneider Version), nach wie vor "2 kleine Wölfe", "was müssen das für Bäume sein", "Anne Kaffeekanne", und neuerdings "Der Kuckuck und der Esel" :)

Seit 3 Tagen findest du Schnuller sogar okay, auch wenn du ihn immer rausziehst und dann versuchst, quer wieder rein zu stecken. Manchmal mimmst du ihn auch in den Mund und pustest dagegen... "Bwwwppffff!!"

Schon mehrfach dachten wir, du würdest dir Zähnchen wachsen lassen. Aber wir zählen jeden Morgen durch, bisher kommen wir leider immer auf "Null Zähnchen!". Oft hast du rote Backen, weinst, sabberst mehr als sonst schon ... Aber nein, keine Zähnchen da.



Die Elternzeit deines Papas ist mit deinen 6 Monaten somit leider auch zu Ende, und ich kann`s gar nicht glauben, weil es genauso schnell verging wie alles andere im Moment...

Wir müssen uns jedenfalls täglich aufs Neue beherrschen, dich nicht aufzufressen...

Mittwoch, 6. Februar 2013

U5 und ins Bett bring - Ding

 U5: Gestern war die U5, leider hatte der Arzt nicht soo viel zeit und ich hab irgendwie mehr erwartet. Ben ist nun mit genau 5 Monaten und 3 Tagen 68,5 cm groß und wiegt 6900 Gramm! Er fragte dann noch "dreht er sich ein bisschen?", das hat mich wohl am meisten genervt, denn statt sich die motorische Entwicklung richtig anzusehen bzw. den Kurzbrief der Physiotherapeutin anzuschauen, in dem stand dass er auch schon Streckstütz drauf hat, eben nur so fragen, hm. Aber dennoch waren wir beim Arzt bisher immer zufrieden. Der war wohl nur gestresst. Ich hör halt immer nur von anderen, bei denen die Ärzte dann nette Sachen ins U Heft schreiben. Oder sagen, tolle Entwicklung usw. Aber vielleicht hab ich nur ein Fleißbildchen erwartet...
Die endlich letzte Impfung bis Juli hat er auch soweit gut hinter sich gebracht - zwar geweint wie verrückt, aber das lag auch an der langen Wartezeit und dass er zum zeitpunkt der Untersuchung einfach schon keine Geduld mehr hatte. Im Auto schlief er, dann hab ich ihm abends, weil er doch warm wurde, gleich eines der Ben-u-ron (haha!) gegeben, und gut war. Heute beste Laune.


Unser neues "Ins Bett Bring Ding" läuft auch ganz gut, dank Babyphon bringe ich ben nun immer gegen 20 Uhr ins Bett und stehe dann wieder auf (bisher bin ich einfach liegen geblieben, und er ging später ins Bett.), aber so hat man endlich mal wieder zeit für andere Sachen (oder einfach nur mal ausstrecken!) ... Ich muss zwar aktuell so alle 30 Minuten nach ihm sehen, weil er da weint, aber ich bin mir sicher, dass das mit der Zeit besser wird...



 



Montag, 21. Januar 2013

Nichts!

Da war ich doch am Sonntag tatsächlich im Kino.
115 Minuten Film, Werbung und Trailer, plus Fahrt und schlurfen auf vereister Straße.

Und nichts ist passiert.
(ausser, dass ich mich in Samiras Nachos mit Soße gesetzt habe. Noch bevor der Film anfing.) 

Mein Mann war mit dem Sohn so lange bei seinen Eltern, wo Kuchen gegessen und Monopoly gespielt wurde. Als ich dann schrieb, dass der Film vorbei ist, spielte er erst noch zu Ende und kam erst dann nach Hause, wo ich bereits Wäsche waschen, das Essen vorbereiten und aufräumen konnte.
Und Ben hatte nichtmal so riesigen Hunger. Und das alles ohne abgepumpte Milch und co. Zur Not wären ein paar ml in der Tiefkühltruhe gewesen und mein Mann hatte die Trinklerntasse dabei, um vielleicht ersten Hunger erstmal mit Wasser auszutricksen.
Aber ich war ja keine Weltreise machen, sondern nur im Kino. Bei kürzeren Sachen klappt das ja auch immer, so hatte ich zum Beispiel am Samstag ein Vorgespräch mit einem Brautpaar und war 1,5 Stunden weg. Aber nur so zum Vergnügen hat sich schon ganz schön anders angefühlt als "mal eben geschäftlich".

Und weils so gut war, gehe ich morgen mit einer Freundin schwimmen (für eine Stunde, nicht den ganzen Tag ;))

Übrigens vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem "Schlaf" - Posting.
Gestern habe ich ihn dann mal ins Beistellbett gelegt und halb liegend, halb verdreht abgestützt im Beistellbett gestillt. So konnte er wie gewohnt dabei einschlafen - nur eben in seinem Bett. Das ging auch erstmal gut, und als er noch 2 x augewacht ist, habe ich das jeweils wieder so gemacht. Als es dann aber 2 war und er wieder wach war, war ich zu müde um mich nochmal komplett zu verrenken, und ich hab ihn wieder zu mir ins Bett genommen. Habe ja auch nicht erwartet, dass er in der ersten Nacht gleich komplett entspannt im Beistellbett schläft. Mal sehen, ob wir das jetzt so weiter machen, und ob es für ihn einfacher wird. Die paar Stunden, in denen ich mich in meinem Bett breit ausstrecken konnte, waren jedenfalls super.

Samstag, 19. Januar 2013

Babyschlaf oder: ich, der Schnuller.

Kenn ihr das? "Na, wie sind die Nächte?" oder "schläft er schon durch?" ...
Nein, mein Kind schläft nicht "schon" durch, und ich bezweifle beim derzeitigen Stand, dass es das jemals wird. Aber ich hab ja nicht ein Kind bekommen unter der Erwartung, dass es ganz pflegeleicht sein wird.

Es ist so, dass er NUR an der Brust einschläft abends. Und es sofort bemerkt, wenn ich mich aus dem Bett schleiche. Und dann geht die Stillerei wieder von vorne los. Meine Nächte beginnen also so gegen 20 Uhr. Und dann darf ich auch nicht mehr aufstehen. Mit viel Glück darf ich nebenbei in meinem Buch lesen.Ihn in sein Bett (was als Beistellbett direkt neben meinem steht) lässt er sich seltenst legen. Davon wacht er dann nach ein paar Minuten auf und ... richtig, das Spiel beginnt von vorne.
Ich würde echt gern das Kind ins Bett bringen und dann in die Badewanne liegen. Oder an den PC. Oder einen Film auf dem Sofa mit dem Mann gucken. Oder was spielen. Häkeln. Fotos einkleben. Irgendwie sowas. Wenn ich das bei anderen lese, frage ich mich immer kurz: was machst du falsch? Dann denke ich: nichts, die haben halt andere Kinder. Dafür lässt er mich morgens auch immer mal wieder bis 9/10 schlafen. So ist es eben.

Die Stillpausen liegen bei 2 Stunden. Manchmal kann man die Uhr danach stellen. Und manchmal is es eben häufiger, wie z.B. vorletzte Nacht. Da hat er sich sicher jede Stunde gemeldet, gegen Morgen noch häufiger. Er hat dann oft gar keinen Hunger, nuckelt nur kurz und schläft wieder.

Mit Schnuller wäre das sicher alles einfacher, aber den nimmt er ja nicht. er lutscht schon drauf rum, aber er hält einfach nicht. Und er will auch gar nicht, dass er drin bleibt. Aber was soll ich machen? Ihn schreien lassen? Sicher nicht.

Ja, manchmal bin ich genervt davon. Aber das ändert es auch nicht. 
So ist es eben, und es wird sicher irgendwann besser. spätestens wenn er so 12 ist .. und dann vermisst man es ja vielleicht sogar.