Den Tag zuvor verbrachten wir in der Küche, buken (mihih) Kuchen und ich war baff, wie super sich das bereits im Juni gekaufte Marzipan und Fondant zu Windrädern verarbeiten ließ... Und somit entstand mein erster Geburtstagskuchen :) Erst wollte ich etwas Rundes machen, aber dann stolperte ich über das Kekskuchenrezept und dachte, dass sich das bestimmt auch irgendwie verzieren lässt...
... ich war allerdings ganz schön traurig, als die Vorhersagen fürs Wetter underer ersten Kindergeburtstagsfeier (und vorerst letzten in dem Maß, das kommt dann wieder mit Kindergarten und so, aber der erste Geburtstag war ja etwas ganz besonderes für uns, abgesehen von den Dingen, über die ich mich im Vorfeld bei jeder Feier so ärgere) immer schlechter wurden! Wir hatten uns so auf eine Feier im Garten von Oma und Opa gefreut... aber nichts zu machen, die Wetterberichte sagten Dauerregen, Gewitter und Wind voraus.
Wir beschlossen, das Ganze in den Keller von Oma und Opa zu verlegen, zähneknirschend... Schön ist es da eben nicht, und auch nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Und wer mich kennt weiß, wie traurig mich sowas macht :( Okay, wollten wir eben das Beste daraus machen. HMPF!
Nicht schlecht staunten wir dann aber, als morgens die Sonne schien... Entgegen jeder Wetterradar-App für Ipad und Iphone, Wetterbericht im TV und Zeitung... Und einfach nicht verschwinden wollte!
Als wir dann mit Sack und Pack, Kuchen, Dekokisten und dem Sohn bei den Großeltern zum Aufbauen ankamen, beschlossen wir einfach, die Wetterberichte zu ignorieren und draußen zumindest auf der Terrasse, die durch Markiese überdacht werden kannt, aufzubauen.
Volles Risiko. Nervenkitzel.
Wer braucht schon Bungee-Jumping, wenn er Kindergeburtstage ausrichten kann?
Und was soll ich sagen: Am späten Nachmittag kam wieder die Sonne raus, es fing erst an zu tröpfeln, als wir schon am Abbau waren. Verrückt, und so toll!
Da, das Bild in der Mitte: ich habe sogar Windrad-Servietten gefunden :)
Die Feier ansich war sehr schön. Auch wenn ich mich immer auf sowas freue, plane, sehr viel Zeit und Ideen reinstecke: Ich kann mit so vielen Menschen auf einem Haufen meist kaum etwas anfangen und habe immer das Gefühl, mich zerreißen zu müssen. Schon nach unserer Hochzeit hatte ich das Gefühl, mit kaum jemandem gesprochen zu haben, weil ich nur dabei war, mich selbst zusammenzuhalten und zu ordnen. Ich habe mich aber am Sonntag extra deswegen noch mehr bemüht, mit jedem zu sprechen, und glaube, das ist mir dieses Mal ganz gut gelungen.
Gefreut habe ich mich auch über Gäste, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, und es war einfach toll, als dann die Kinder auf dem Rasen in der Sonne herumwuseln konnten und sich die anfangs untereinander unbekannten schön vermischten!
Ich hoffe, jeder hat sich wohl gefühlt.
Die Geschenke haben wir noch gar nicht alle aufgepackt. Nicht aus Desinteresse, sondern weil wir wollten, dass Ben das selbst macht... und sich eben auch damit beschäftigt, es nicht gleich in die Ecke wirft sondern die Sachen erstmal ansieht oder ausprobiert. Somit haben wir für morgen nochmal was aufgehoben :)
Also, wir sind sehr glücklich über diesen Tag, wie prima alles geklappt hat, wie schön es war, wie viele Menschen da waren, um dan kleinen Mann zu feiern, wie sehr es ihm gefiel, wie viele Menschen uns unterstützt und geholfen haben...
Ben fiel abends schnell ins Bett, schlief recht ruhig (naja, wir haben jedenfalls schon schlimmeres erlebt :)) und es schien ihm sehr gefallen zu haben. Er ließ sich auch von jedem herumtragen und meckerte erst, als ich ihm nicht schnell genug den Nudelsalat gefüttert habe ;)
Wir können nun also endlich mitreden!
Wir wissen, wei man Luftballons aufhängt, Papiertischdecken festklebt, wie man Würstchen im Kühlschrank vergisst und kurzzeitig Würstchenknappheit ausruft (und die Würstchen dann nach der Party findet, und am nächsten Tag vergrillt...), wie man Salat vor Insekten schützt, Bobbycars zusammenbaut, Wimpelketten auseinanderknotet, Fondant schneidet und formt, Kerzen in Geburtstagsszüge drückt, ohne sie zu zerbrechen (3 Anläufe hats gebraucht!), mit welchem Klebeband Windräder an Holzsäulen kleben bleiben, wie man Applikationen auf Kindershirts näht (und wie man Nähte auftrennt......), welches Plastikgeschirr bereits an Kuchenboden zerbricht, (Mist, da fällt mir ein: hatten wir Zucker für den Kaffee auf den Tischen?!? Nein? Wieso hat mir niemand was gesagt? aaaargh!)...
Den Abbau habe ich übrigens mit Kind auf dem Rücken mitmachen können, obwohl er seeeehr müde war. Ohne Rückentrage hätte er sicher geweint und ich hätte schonmal nach Hause fahren müssen. Ich kann nur nochmal betonen wie ich mich ärgere, mich erst so spät richtig beraten lassen zu haben!!! Ich wäre schon viel früher so glücklich gewesen, auch wenn ich hier nach der Feier
Und jetzt? Kehrt erstmal wieder Alltag ein!



















