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Samstag, 2. August 2014

Mit wenig zufrieden

Weißt du, was in genau einem Monat ist?
"Hm?"
Da hast du Geburtstag!
"Haaaa!!!"
Was gibts denn am Geburtstag alles?
"Kinder!!!"
Sollen wir Kinder einladen? Mia, Lena, Ronja, ... ?
"jaaaa."
Und dann gibts am Geburtstag viele Luftballons, Kuchen und Geschenke!
"Kuchen!" ("Duch!")
Und was für ein Geschenk wünschst du dir zum Geburtstag?
"NACHTISCH!!!"

Donnerstag, 24. Juli 2014

und, was machst du so den ganzen Tag?

Manchmal bin ich genervt. Und werde laut. Ja, ich bin auch keine Heilige. Hab ich nie behauptet. Besonders sind das die Tage, an denen das Kind keinen Mittagsschlaf machen will.
Da sitzte dann ne Stunde im finsteren Kinderzimmer und hörst zu, wie das Kind "bpppbbbrrpppfff"-Laute übt, sich vom Grill und vom Bagger erzählt, mit den Füßen gegen die Bettgitter schlägt und dann leidend ächzt, weil es super anstrengend ist, sich mit Gewalt wach zu halten.


Ich zwinge ihn nicht zum schlafen, so ist es nicht. Aber ich kenne mein Kind und weiß, wann es müde ist. Und ich weiß, wie so ein Tag dann weiter gehen wird.
Wir stehen dann nämlich auf - ich stocksauer, weil ich eine Stunde auf dem blanken Boden saß, absolut unproduktiv und die Zeit andersweitig hätte nutzen können - und weil ich meine Arbeit nicht erledigen kann und sie bis abends liegen bleibt, wo dann mein Feierabend drauf geht. Ich habe Kundenmails im Kopf, die ich noch beantworten müsste, Kunden CDs, die ich noch fertigstellen und versenden müsste, die Spülmaschine, den tisch voller Reiskörner, und an eine Pause ist dann einfach nicht zu denken. Der Haushalt bleibt liegen, weil das mit übermüdetem Kind einfach NICHT machbar ist, oder ich die dreifache Zeit brauche, weil er hinten wieder ausräumt, was ich vorne eingeräumt habe. Ich brauche - genau wie das Kind - diese Stunde Ruhe.
Ich kann konzentriert arbeiten und muss dabei nicht aufpassen, dass das Kind sich die fünfte Beule holt und die Scrabblespielsteine verschluckt, nicht noch ein Glas vom Tisch fegt oder sich vom Sofa stürzt. Für eine Email brauche ich mit Kind 15 Minuten, ohne Kind 2.
Meist ist es dann so, dass er den Rest des Tages super quengelig ist, im Dauerton MAMAAAAA heult, weil er sich jede Minute etwas anderes stößt, stolpert, herunterfällt, er versucht Steine in meinen DVD Brenner zu stecken, malt die Balkontüre an oder drückt auf dem Drucker herum oder sonstwas.
 



Wir gehen dann also - wie versprochen - ins Schwimmbad, denn zuhause ist ein übermüdetes Kind keinesfalls zu ertragen - dort hin muss ich erstmal mich überreden, weil eigentlich bin ich echt genervt und hätte anderes zu tun - dann muss ich ihn erstmal überreden, weil er eingefangen werden will, nicht zum Auto laufen will, keine Schuhe anziehen will, kein Tshirt anziehen will, keine Treppe gehen will UND SO WEITER. Wenn ich dann im Schwimmbad ankomme, schläft er entweder und ich muss ihn wecken - oder ich darf dank seiner Übermüdung nicht nur die Sporttasche voller Spielzeug und Essen für zwei, sondern auch IHN bei 35 Grad durch die Gegend tragen, und dort wird er nur an mir kleben und sofort heulen, wenn die Kinder seine Spielsachen anschauen oder gar haben wollen.

Ihr seht, "kein Mittagsschlaf" macht mich stinksauer, unkonzentriert, völlig abgenevrt und stresst mich.

Und, was macht ihr so den ganzen Tag mit Kind? Langweilt man sich da nicht so langsam? Fragt meine Arbeitskollegin.

Was, den ganzen Tag im Schwimmbad liegen? So schön hätt' ichs auch mal gerne! 
ja, wirklich, ein riesen Spaß!



Donnerstag, 17. Juli 2014

Neulich in der Indoorspielplatzhölle

Ich gebe zu: ich hasse Indoorspielplätze. Neuerdings. Als ich früher, kinder- und ahnungslos, daran vorbeifuhr, dachte ich immer, dass das ein mords Spaß sein muss, und ich irgendwann da sicher auch mal sitze und das ganz toll finden würde.
Ja, in der Theorie.
 

Da drin (okay, ich kenne tatsächlich nur einen, ihr könnt mich gern eines Besseren belehren, aber ich habe nicht das Bedürfnis, mehr davon kennen zu lernen!) ist es stickig, schwitzige Kinderausdünstungen, sockfüßige vorpubertäre Käsequanten mischen sich mit Pommes und Bockwurstgestank, es ist nicht schön (in unserem Fall ein alter Hallen-Tennisbodenkratzeteppich, es wurde sich nichtmal die Mühe gemacht, die Markierungen zu entfernen oder einen passenderen Boden reinzulegen), die Spielgeräte sind lieblos hingeklatscht und an der hinteren Hallenseite reihen sich ausrangierte Plüschtiergreiferautomaten, Teppichrollen und leere Eistruhen.
Ein paar dicke Kabel, die kreuz und quer auf dem Boden herumfahren (gehört das so?!) führen von kleinen, noch nicht angemalten, wackeligen Holzbänken zu blinkenden Auto- Telefon (!) und Raumschiff- Fahrgeräten, in welche man trotz des horrenden Eintrittspreises (das Kind ist kostenlos, aber ICH, ICH!!! muss für mein "Vergnügen" auch noch zahlen!) noch Geld stecken müsste (wenn man dem Kind schon verraten hätte, dass diese Teile etwas anderes machen als blöd herumstehen ;))...

Die Rutschen sind für unsere Zwerge noch viel zu hoch, sie selbst kommen da kaum rauf und ich mit meinen nicht gerade 50 Kilo werde nen Teufel tun, auf die zweite Ebene eines an Gummizellen erinnernden Spielmattenkäfigs voller Bälle, Hindernisse, Brücken, Tunnels und Schaumstoffrollen zu klettern, um mein Kind von einer viel zu hohen Rutsche zu schubsen, womöglich selbst noch stecken zu bleiben, worauf es diese Plastikwellenrutsche anschließend sicher noch weitere 80 Mal rutschen will.

Auf den Hüpfburgen tummeln sich neben tobenden Kindern auch tobende große Kinder und Jugendliche, die absolut rücksichtslos da rumpolterten, so dass wir Angst um unsere Minis bekamen...


Und das allerschlimmste ist, wie sich der ein oder andere wohl schon vorstellen kann, der Lärmpegel. Nein, nicht die überdrehten Kinder von 3, 8 oder 13 Jahren, nein, so richtig nervig sind die beiden Hüpfburgen, die permanent laut mit Luft vollgepumpt werden und zusätzlich über einen "Maul auf - Mechanismus" verfügen, der die Kinder für einige Sekunden in einem riesigen Fisch- bzw. Affenmaul gefangen hält, ehe er wieder aufklappt und sie wieder freigibt, während im Hintergrund über Lautsprecher lustlos verkündet wird, Menü 1 für Tisch achtundzwanzig sei fertig, falls man es noch nicht am Geruch bemerkt haben sollte.
 

 Aber ja, Indoorspielplätze sind was Wunderbares. Für Kinder. Wenns regnet. Und ich will ja kein Spielverderber sein. Wo energiegeladene Kleinkinder, die nicht in Gummistiefeln laufen wollen und tagelanger Regen gekoppelt mit 4 Tagen wetterbedingten Kopfschmerzen in den eigenen 4 Wänden zusammentreffen, ist man froh um jede Möglichkeit, den Kleinen etwas zum Toben anbieten zu können.

Meah Bidde!!!

Umarmungen für Lena!

Die Hauptsache ist ja, Ben und Lena hats gefallen, auch wenn wir die meiste Zeit nur auf dem Trampolin und der ruhigen, nicht-kinderschluckenden (denn Ben hatte richtig Angst davor und sagte auch "Mama, Annngg!!") Luftkissenmatte verbrachten.

Allerdings waren wir fast zu Tränen gerührt, wie Ben und seine Freundin Lena miteinander umgingen, sich immer wieder umarmten (unaufgefordert und bis zum Umfallen!) und miteinander spielten (Ben warf den Ball, Lena musste ihn holen :D).
Beim Knabbereien teilen verstand Lena kurz keinen Spaß mehr, was ich verstehen kann, weil Ben derzeit einfach alles isst, und davon Unmengen, aber nach einem kurzen Augenaufschlag von Ben und "Meah Bidde" teilte sie dann doch gerne. Er gab übrigens den Bündel Salzstangen zurück und bestand drauf, dass Lena ihm diese einzeln füttert.




Es war so schön, Lena, bis bald! (ja, aber hoffentlich wieder draussen... aber wir werden bestimmt irgendwann mal wieder her kommen!)

herzigster Abschied auf dem Parkplatz

Dienstag, 15. Juli 2014

Mauwauff lieeeb!

Da wacht das Kind vom Mittagsschlaf auf und labert in einer Tour. was ist da denn los?

Er bringt den Maulwurf (ja, der Maulwurfn! Autschn!) aus dem Kinderzimmer: "Mauwauff lieeeb! lieeeb! oooh! Mauwauff dudo (drücken)!! lieeeeb!!!" Dann setzt er ihn auf den Stuhl... "Mauwauff Duhl. hitzt. Appda (Apfel). Iss!!!" Dreht sich zum Balkon um: "Badonn! Grill groß. An- heisss! Grill aus. Heiss - Nein!" Dann zieht er noch die CD in seine Arme, "Heedee lieb. Mauwauff lieb. Ohhhh. Lieeeeb!!!" ...
Nebenbei läuft die Weltmeisterfeier... "Toa, Toa! Trikot, Trikot, Triiikot.." - willst du dein Trikot anziehen?" - "Ja, BIDDE!!!"

Ich meine, er redet zuhause ja schon einiges, aber solche Romane und so viel "lieb" - das ist neu.

Montag, 14. Juli 2014

Wir sind Weltmeister!

Und Ben hat es fast, beinanahe noch mitbekommen ;) Zumindest ging es nach dem gewonnen Spiel Zähneputzen - und zur Siegesfeier gingen dann die Augen zu :)



Richtig, wir sind Rabeneltern, absolut, wie kann man ein Kind nur so lange wach halten...
(Die Nacht zuvor hielt er uns bis 23.10 Uhr wach. Wollte nicht schlafen. War gestern ähnlich. Dazu waren noch Oma und Opa da. Wer geht da freiwillig ins Bett? Bevor wir dann wieder ne Stunde im Kinderzimmer verbingen mussten, durfte er einfach aufbleiben. Und man sieht ja - der Schlaf holt  alle irgendwann sowieso ein. So schnell hatten wir ihn noch nie im Bett... Trikot aus, Kind dreht sich um, schläft. Vielleicht machen wir das jetzt einfach immer so ;)

Und bei der nächsten WM geht er schon fast in Schule. Hallo? Das ist doch total irre.

Sonntag, 6. Juli 2014

Kurz notiert. Von Schwänzen. ...






Wir haben ein neues Puzzle. Vom Flohmarkt, mit der Maus. Naja, eigentlich ist es ein Spiel, aber dafür ist Ben noch zu jung, ist ja auch egal... Er kippt die Teile aus und sortiert sie, dann hält er ein Teil mit dem Schwanz der Maus in der Hand. Ich frage ihn, ob er erkennt, was das ist. "Mam!!!" (Mam ist immer noch Maus, auch wenn er Maus problemlos sagen kann).
 
"Super erkannt! Was für ein Teil von der Maus ist das denn?" - "Hmmm...." - "Das ist der Schwanz von der Maus!" - "aaaah." - "hat der Ben denn auch einen Schwanz?" - "hmmjoah....?" - "Nein, du hast keinen Schwanz. Aber weißt du, wer einen Schwanz hat? Die Katze, und der Hund, und die Maus... Stimmts?" - "hjaaa." - "Nur Tiere haben einen Schwanz. Der Ben und der Papa haben auch keinen Schwanz. (ich verkneife mir nur schwer Kindergartenmädchenkichern, merke was ich da gerade sage und japse ein bisschen...) und die Mama, die hat auch keinen... " - "hm...." schnappt sich das Puzzleteil mit dem Mäuseschwanz, saust um mich herum, legt mir den Mauseschwanz an den Popo und klatscht. Jetzt hab ich also auch einen.


(das hier hat ben mit dem Puzzle übrigens danach gemacht:)



(kreativ ist er ja.)

und anschließend wurden die Spiel - Pylonen  (ebenfalls Flohmarkt :D) erst zu Würfelbechern und danach zu riesigen Eisbechern. Schlürf.

Freitag, 4. Juli 2014

A B C die Katze lief im Schnee!


Das geht bei uns so:

Ah-Be-De die Katze lief im Heee
und als sie dann nach Hause kam,
da hatt' sie weiße Luhe an.
(übrigens war das Kind völlig von den Socken als es bemerkte, dass eine unserer Katzen ja auch weiße Lue an hat! Seither versucht er sie ihr auszuziehen.)

DE EFF, die Katze war mal Heff.
Und als sie nach Diktat verreist,
da ist in Ulm der Zug entgleist. [Dug!]

GHI, die Katze fährt gern iii
Und kommt sie müde durch das Ziel,
ist sie am schönen blauen Nil.
GHI, die Katze fährt gern iii.

JKL, die Katze hat ein Well
Und schlüpft sie abends in die Laken,
hängt sie es an den Kleiderhaken.
JKL, die Katze hat ein Well.

MNOOO, die Katze plagt ein Loh.
Und seit der Floh Familie hat,
da kann sie Kopfstand und Spagat.
MNOOOO, die Katze plagt ein Loh.

PQR, die Katze ist am Meaaa!!!
Und schickt sie Grüße aus der Ferne,
hilft ihr der Tintenfisch (wisch!) sehr gerne.
PQR, die Katze ist am Meeea!
 
STU, die Katze mag die Muuuuuh!
Und schenkt sie ihr 'nen Blumenstrauß,
dann gibt die Muuh ihr einen aus.
STU, die Katze mag die Muuuuh!

VWX(its!), der Katze, der fehlt nix.
Und ist sie krank, dann ist der Grund:
Sie ist verliebt in Nachbars Wawa!!!
VWX, der Katze, der fehlt nix.

Y und Z, die Katze geht ins Bett
…drum mach auch Du die Augen du
und lass die arme Mah in Ruh.
Y und Z, auch du musst jetzt ins Bett!



Donnerstag, 3. Juli 2014

Juni mit Ben

 Guten Morgen! Erstmal Buch lesen und wach kuscheln.


Durch den Regen!

Vorbei an der "Hedde"


Eine Runde fliegen!

Eine Runde fotografieren mit Mamas Blitz...

und schon wieder den nächsten Unfug entdecken!

beim Kinderturnen mit Lieblingsfreundin Lena, schon ein bisschen länger her

Dienstag, 10. Juni 2014

Uraub - Teil 2

Nach der stressigen Anreise schlief Ben leider nicht so gut, schlief nicht aus und war die ersten Tage eher sehr anhänglich anstrengend, weinerlich. Vielleicht kamen noch neue Zähne dazu, wir wissen es nicht, er ließ uns nicht schauen, die Vermutung lag aber nahe.
Die Familie zeigte uns nach einem Frühstück auf dem Balkon mit schöner Aussicht bei auszuhaltenden 22 - 24 Grad den Strand zu Fuß, wir blieben noch ein bisschen da, Ben spielte mit dem Sand und wir kamen erstmal richtig an!

erster Tag am Strand

Lesen auf dem Balkon

Wir schmuggelten Sand im Ohr!

zu dieser hübschen Jacke schreibe ich auch noch :)

verwuscheltes Kind an Baum / der Weg in die Stadt
Viel mehr kann ich von den ersten Tagen nicht schreiben, wir waren ein mal im XII Apostel essen, sehr lecker, aber sehr viel, ich habe meine Pizza nicht geschafft und DAS soll was heißen.

Wir waren einkaufen, am Strand und versuchten, Ben zum Schlafen zu bewegen, was eher nicht so super geklappt hat. Seine Laune war die ersten tage leider eher ziemlich daneben und die Nächte sehr blöd, wobei ich ihn auch nie lange jammern lassen wollte und gleich anlegte, da wir ja nicht das ganze Haus und die Familie wecken wollten. Einmal ging mein Mann dann alleine mit Ben raus weil ichs echt nicht mehr aushielt und Ben nur noch jammerte immer nur "Mama, Mama, Mama" aber nicht sagte, was er will / braucht, und ich eine Pause brauchte...

Samstags gingen wir dann auf den Markt, schauten einem Schwein zu, das Kunststücke vorführte und rot lackierte Hufe hatte und für eine Tierschutzorganisation (!?) Spenden sammeln sollte.
 



#
Gegen Ende der Woche besserte sich auch Bens Laune und als wir das Auto hatten, konnten wir dann mehr Ausflüge unternehmen. Dazu dann in Teil 3...

Montag, 9. Juni 2014

Urlaub ... Teil 1 - über das Reisen mit Kleinkind

Wie ich ja bereits angekündigt habe, werdet ihr die nächsten Tage Urlaubsfotos sehen dürfen / müssen ;)
Wir waren auf Mallorca. Mallorca? Um Gottes Willen! Niemals wollte ich da hin! Bildzeitungsleser, RTL-Schauer, Socken-in-Sandalen-Träger, Liegen-Reservierer, so jemand geht da hin, aber ich? Ich schaue auch mal RTL, ich trinke auch lieber Bier als Wein, aber Malle konnte ich mir niemals vorstellen. Massenurlaub für Massentouristen.
So kam es, dass es in unserer Verwandtschaft einen Hotel-Manager gibt, der uns schon einen wunderschönen Urlaub in Fuerteventura ermöglichte. Nun sagte er, ihr seid jederzeit herzlichst in meiner neuen Wohnung willkommen. Auf Mallorca. Wir sagte zu, irgendwann mal zu Besuch zu kommen.
Und nach einiger Zeit entschlossen wir dann, es auszuprobieren.
Mal abgesehen davon, dass wir keine tausende von Euro für Urlaub ausgeben wollen würden, selbst wenn wir das Geld hätten, mussten wir so nur die Flüge bezahlen, und uns dort dann verpflegen.
Also buchten wir die Flüge und es stellte sich heraus, dass die Verwandtschaft zu eben dieser Zeit auch einige Tage vor Ort sein wird, was wir alle ganz nett fanden.

Also gings dann los, wir flogen mit Airberlin (nein, die bezahlen mich nicht für die Werbung hier, keine Sorge) und waren ziemlich begeistert: Keine versteckten Kosten für Gepäck, Steuern oder sonstwas. Mit Kind richtig super, ab 3 Personen Platzreservierung kostenlos, Online-Check-In, Autositz und Buggy reisen umsonst mit, jeder, Kind eingeschlossen, 23kg Gepäck und wir großen zusätzlich Handtasche & ein Handgepäckstück!
Das Packen überforderte mich etwas, was brauche ich mit Kleinkind, was nicht, was erwartet mich da, werden wir in der Wohnung mit der Familie, die wir doch selten sehen, überhaupt klar kommen?
Letztendlich alles unbegründet, klar, das hätte ich auch vorher schon sagen können, aber ganz abschalten kann man den Kopf halt leider auch nie ;)

Flughafen Stuttgart mit Kleinkind
Flughafen mit Kind im Buggy war eher sehr bescheiden, einer mit dem ganzen Gepäck auf dem Wagen / später Handgepäck in der Hand, einer mit dem Kind, das schrie und "da ho!!!" (=da runter -.-) wollte, zappelte, aus dem Flughafenleihbuggy (den wir erhielten, nachdem unser Bugyy dann aufgegeben wurde) versuchte auszusteigen (was leider auch gut gelingt, die Dinger sind Mist!!!!), selbst laufen wollte, aber bloß nicht an der Hand. Durchgeschwitzt war ich, das Kind genervt und ich auch und Flugangst habe ich noch obendrauf.
 
Beim Warten auf das Einsteigen dann war Ben doch vom Ausblick angetan, es gab Bagger zu sehen, Busse und Flugzeuge, und alle mitwartenden wurden darüber eindringlich informiert und sollten hinsehen, da fährt doch ein BUS! BOA!

Den Flug überstanden wir mehr oder weniger unbeschadet, ich musste mich beim Blick aus dem Fenster immer wieder vergewissern, dass wir noch fliegen und nicht langsamer werden, Start und Landung bin ich knapp am Herzinfarkt vorbeigeschlittert (die Bäume sind so nah, sicher dass da schon der Flughafen ist??!?), Ben blieb völlig gelassen und wurde erst sauer - aber so richtig - als er beim Landeanflug dann das Ipad mit den Mauclips weglegen musste (wir schworen uns, das beim Rückflug nicht wegzunehmen).
  

Alpen und Mallorca aus dem Flugzeug

Ab da war er ungehalten, schrie, und hörte damit auch nicht auf, bis wir unser Gepäck am vollgestopften Gepäckband mit unfähigen Menschen die alle so nah wie möglich dran standen, zusammen hatten. Ich trug ihn durch endlose Gänge im Flughafen in Palma, nach jeder Ecke dachten wir, kommen die Gepäckbänder, stattdessen kamen neue Gänge und dahinter wieder neue, abwechselnd mit meinem Mann und den beiden Handgepäckrollkoffern, Ben war übermüdet, wollte laufen, an die Hand wollte er nicht und so zerrte und trugen wir ein kreischendes Kleinkind kilometerweit.

Wir beschlossen, das auf dem Heimflug ganz locker mit Manduca zu machen, denn da gibts kein Aussteigen ...

Flughafen Palma mit Kleinkind


Letztendlich bekamen wir Koffer, Autositz und Buggy, fanden zum Auto und der wartenden Verwandtschaft. Bekamen noch eine kleine Rundfahrt durch unsere Stadt (Santa Ponca) und fielen dann nach einem netten Abendessen bald ins Bett.


Ausblick aus der Wohnung, rechts ist das Meer, und die Poolpumpe wurde leider erst am Ende unserer Reise repariert, darum so grün ;)

 




Freitag, 16. Mai 2014

kurz festgehalten...

Manchmal bin ich ganz von den Socken, was Ben schon alles weiß oder mitbekommt.

Ich höre abends zum Enschlafen meist noch irgendwas. Eine Zeit lang war es Bibi Blocksberg, da kann ich jetzt aber mit sprechen, und nun seit einiger Zeit eben Hanni und Nanni. (Ja, die Bücher habe ich in meiner Kindheit regelrecht inhaliert, es gab sogar schon Streit mit meiner Mutter damals, weil ich die Bücher, ganz neu gekauft, einfach sofort durch gelesen hatte, statt sie mir einzuteilen :D)
Naja, jedenfalls: Wenn ich abends ins Bett gehe und Ben schon längst schläft (zwischen / neben uns), dann mache ich mir noch per Sleep-Timer 10 oder 20 Minuten eine Folge Hanni und Nanni an.

Gestern hatten wir dann wieder mal einen kleinen Mittagsschlafkampf. Ben war hundemüde, wollte aber nicht schlafen, setzte sich immer wieder auf, meckerte, wollte aber auch nicht aufstehen!

Ich frage: "du willst nicht schlafen, du willst nicht aufstehen - jetzt sag doch einfach mal, was willst du?!"
Er dreht sich um, krabbelt zu meinem Radiowecker, deutet drauf und strahlt mich an: "HANNI? NANNI?"

... übrigens schlief er dann tatsächlich ein, etwa 10 Minuten später, mit Hanni und Nanni...

Mittwoch, 7. Mai 2014

Von Dingen, die passieren können.

Jedes Jahr im Sommer kursieren von Neuem auf Facebook, Twitter und co abschreckende Schautafeln von der Hitzeentwicklung in geschlossenen Autos bei frühlings- und sommerhaften Temperaturen und Videos von Eltern, die ihre Kinder "nur mal kurz" im Auto zurücklassen, und damit das Leben das Kindes aufs Spiel setzen.
In dem einen besonders beliebten Video verquatscht sich die Mutter beim gemütlichen Einkaufen mit einer Bekannten und als sie zurückkommt, ist trotz eingeschlagener Scheibe das zurückgelassene Kind schon tot.
Ehrlich? Ich halte überhaupt nichts von diesen pseudo-emotionalen viralen Sachen, die man dann 80 mal am Tag irgendwo sieht und jeder bestürzt dann kommentiert, wie dumm diese Mutter ist und dass der Videopostende sein Kind niemals alleine im Auto lassen würde, Diskussionen über "nur mal kurz" und "gar nicht" und "unwissend" und jeder will der bessere Elter sein, und man sinniert, wie schlimm es ist, dass man sowas überhaupt sagen muss und so weiter.
Oft erweckt das bei mir leider den Eindruck, das Video wird nur geteilt um den anderen vermeintlich dümmeren, unwissenderen Eltern, die ihre Kinder nicht so sehr beschützen wollen wie man sein eigenes, zu zeigen, wie aufgeklärt man selbst doch ist, und dass einem so etwas nie passieren wird, weil man klug und vorausdenkend ist.
Das klingt böse, aber mich nerven diese viralen dramatischen Tränendrüsendrücker.

Darum erzähle ich euch nun, was mir heute passiert ist!

Wie jeden Mittwoch (da hätte ich ja aber eigentlich schon hellhörig werden müssen - denn mittwochs passieren meiner Freundin Martina und mir eigentlich IMMER kleine Katastrophen!) waren wir, zusammen mit Freundin und ihrer Tochter, in der Stadt und auf dem Markt einkaufen.
Nach einem für die Kleinen anstrengenden Marathon und vielen Läden, Bücherei und Frischluft war Ben ganz schön müde, und darum schlecht gelaunt und er schimpfte und meckerte schon auf dem Weg zum Auto.
Dort angekommen lade ich Ben ein, der meckert und weint und ich verstehe nicht, was er von mir will, ich räume so lange die Einkäufe ins Auto und gehe nochmal zu Ben, der "Meaaaa Ramo(=Auto)!!" kreischt und ich keine Ahnung habe, wie ich ihm nun mehr Auto bieten soll?! Ich beruhige ihn, lade noch den Buggy ins Auto, mach seine Tür zu und will einsteigen - die Fahrerseite ich zugeschlossen. Der Schlüssel lacht mich vom Beifahrersitz her aus. Alle Türen sind zu. Ich denke kurz, das sich mich nur irre und das nicht sein kann, weil ich immer so aufpasse, dass das nicht mal passiert. Aber nein, es bleibt dabei: Auto zu.
Ich stand da, nur das Parkticket in der Hand, keine Ahnung wieso mein Auto plötzlich zugeschlossen war (muss wohl im Auto irgendwas drauf gestanden sein, dass es die Fernbedienung auslöste!) ... Und erstmal kurz in Panik ausgebrochen. Kein Mensch weit und breit zu sehen, und ich musste dann ins Treppenhaus vom Parkhaus, um jemanden mit Handy zu finden.
Das war das Schlimmste, weg vom Auto gehen -  und das weinende Kind im Auto wissen!!!
Ich fand dann eine hilfsbereite junge Frau, die mich gleich telefonieren ließ und beruhigte.
Ich rief dann die Polizei an, war meine erste Idee... Weiß nichtmal ob sie oder ich gewählt hat... Die Polizei hörte sich meine Geschichte an und verband mich mit der Feuerwehr, wo ich nochmal alles erzählen musste! Die ließen sich am Telefon ewig Zeit, die Straße rauszusuchen, so dass ich letztendlich noch den Mann am Telefon anschnautzte, ob er sich nicht ein bisschen beeilen kann!

Okay, er sagte, die Feuerwehr kommt schnell, die ist direkt um die Ecke.
Ich zurück zu Ben, der aber dann ruhig im Auto saß und nur verwirrt guckte. Spielte noch ein bisschen verstecken hinter dem Autofenster mit ihm.
Nach (ewigen!) 10 Minuten kam die Feuerwehr, meinte, die können das hintere Fenster rausschneiden, was aber ganz schön aufwändig und laut und so ist, ob's nicht noch jemanden mit Schlüssel gäbe. Dann versuchten wir meine Mutter anzurufen, bekamen sie dann auch ans Telefon, nachdem sie wohl von der Feuerwehr an ihrer Schule ausgerufen wurde... Ich bekam es gar nicht mit, auf einmal drückte mir jemand ein Telefon mit meiner Mutter ans Ohr.
Mama sagte, sie hat meinen Wohnungsschlüssel dabei, zur Wohnung sind es von ihrer Arbeit 3 Minuten, und in meiner Wohnung war mein Ersatz-Autoschlüssel. Sie fuhr dann zu mir heim, die Polizei auch, Mama gab der Polizei den Schlüssel und die Polizei fuhr mit Blaulicht zurück ins Parkhaus.Das alles dauerte natürlich, und in der Zwischenzeit weinte Ben so schlimm und konnte gar nicht verstehen, wieso ich da stehe und nicht auf mache! Ich wollte den Feuerwehrmann schon anflehen, endlich das scheiß Fenster einzuhauen, damit ich Ben beruhigen kann!
Dann hat einer der Feuerwehrmänner einen langen Draht geholt und es mit dem geschafft, über das Fenstergummi den Knopf der Türverriegelung von innen hochzuziehen und mein Auto zu öffnen.

Ich erstmal Ben abgeschnallt, der total hysterisch geschluchzt hat ... Dann gleich auf die Kirche zeigte und noch verschwitzt und schluchzend "DIN-O!! DIN-O!!!" (ding-dong!) rief.
Dann kam irgendwann die Polizei mit meinem Schlüssel, den ich dann ja aber nicht mehr gebraucht hab. Mit denen hab ich noch kurz gesprochen, die mich nochmal beruhigten und sagten, sowas passiere fast täglich und sei ihnen selbst auch schon passiert.
Zahlen muss ich nix, gehört zum "Service"...
Ich selbst bin erstmal fertig mit den Nerven und saß dann noch ne halbe Stunde mit Herzklopfen im Auto und hab Ben am Lenkrad spielen lassen (DAS meinte er nämlich mit "mea Ramo!"...)

So.
Auch wenn ich immer so Angst hatte dass mir mal sowas passiert, in Eile und Hektik und ohne Hosentaschen und mit weinendem Kind - man kann nicht immer 100% an alles denken, und schwupps passiert es!
Ich erhebe keinen mahnenden Zeigefinger und erzähle euch nicht, wie panisch man wird, wenn man sein weinendes Kind 40 Minuten (so lange dauerte die Aktion!!!) im verschlossenen Auto bei nur 11 Grad in der Sonne sieht. Denn ich weiß (und wusste es schon vorher): das kann jedem passieren. Auch wenn man vielleicht beim Lesen denkt "meine Güte ist die doof. selbst schuld.".
Vielleicht könnt ihr euch überlegen, ob es sinnvoll ist, einen Ersatzschlüssel bei irgendwem zu deponieren, wo ihr euch meist in der Nähe aufhaltet oder der schnell bei euch sein kann, damit in solchen Fällen schnelle Hilfe da sein kann?

Ich brauche so eine Erfahrung jedenfalls nicht nochmal.

Und mehr als vorher kann ich mir nicht vorstellen, dass wirklich jemand da draußen auf die Idee kommt, sein Kind freiwillig und absichtlich im Auto zu lassen... Und nein, es war kein Sommer, keine Absicht und dauerte dennoch 15 Minuten bis jemand da war, der helfen konnte und 40, bis geholfen war! Umso mehr schwingt da "was wäre gewesen wenn...." mit!

Lieber Ben... 20 Monate!

Lieber Ben,

nun bist du schon 20 Monate alt. zwanzig! Nur noch der Sommer, und schon bist du zwei Jahre...

  • Du schläfst ein klein wenig besser. Meistens. Es gab nun schon 2 Nächte, da warst du nachts mit einer Flasche Milch zufrieden. Und es gab welche, da warst du so unruhig, dass du alle halbe Stunde geweint hast. So ist es eben. Zumindest zwischen ins Bett gehen und Mitternacht schläfst du in den meisten Fällen ruhig. 
  • Du spichst immer mehr! (Sprachupdates)
  • Wenn du "...warum...?!" gefragt wirst, machst du große Augen, je nach Tonfall seufzt du noch genervt und zuckst auf jeden Fall mit den Schultern. Das ist so putzig!
  • du malst gerne und weißt auch, dass du nur auf Papier malen darfst. Weshalb unsere Tapete, Glastüren, Möbel und der Boden auch bunt sind, kannst du dir eigentlich nicht erklären!
    Das "Annna" Spiel spielst du sehr gerne ([Holz-]Fische Angeln), genauso wie deine Spielküche, in der du eigentlich zur meisten zeit die Küchenutensilien nur in den Backofen stopfst, das Spülbecken ausbaust oder mit deiner Trinkflasche Wasser in dei Töpfe kippst! Die Bücherei findest du ganz klasse und schnappst dir dort alles, was dir gefällt, und schaust es in einer ruhigen Ecke konzentriert an. 
  • Wenn du Dinge machst, die du nicht darfst, zähle ich bis drei. Bei drei geht es für ein paar Seunden (das reicht meist!) auf die Bank im Flur. Dort frage ich, ob du verstanden hast, wieso du da nun sein musst. Darauf kommt meist ein "ja...." und dann drücken wir uns und dann lässt du den Unfug auch. Oft reicht es schon, wenn ich "eins - zw....." sage, oder frage "willst du wieder auf die Bank?" ...
  • Du singst mit! Bei "manamana" aus der Sesamstraße (das haben wir auf CD und hören es eher selten, vielleicht alle 3 Wochen mal?) "BADIDA! BADIDADA!!", beim "Lied vom Wecken" machst du mit, und auch bei "mein kleiner grüner Kaktus" sagst du an der richtigen Stelle "Piek!". "Hörst du die Regenwürmer husten?" beantwortest du mit hüsteln :D...  Und auch sonst gibst du beim Singen den Ton an: Du sagst, welches Lied wir singen sollen, wenn's das falsche ist, wehrst du dich ("NEIN!!!") oder sagst, was in dem Lied vorkommen soll (soweit du das schon sagen kannst!)... Mit "zwei kleine Wölfe"und "Hörst du die Regenwürmer husten" bekomme ich dich eigentlich meistens getröstet, und zum Einschlafen muss es meist "ABC, die Katze lief im Schnee" sein. 
  • Du isst noch immer alles außer "eeech" (Käse). Am Liebsten eingelegte Gurken Tomaten, Nudeln, Mango und: BOMMÖ!
  • Die Sache mit dem Pipi! Wenn wir dich auf die Toilette setzen, klappt das immer sofort! Du weißt genau wie das funktioniert. Nur von alleine und vorher mal Bescheid sagen, das klappt noch nicht - muss es ja aber auch noch nicht... 
  • Mittlerweile fasst du auf dem Spielplatz Sand an, ohne dich zu ekeln oder zu weinen... und spielst sogar damit! Rutschen findest du super, allerdings nur auf dem Bauch (mit den Füßen zuerst), egal ob im Sand oder im Schwimmbad. Und du kommst auch alleine wieder rauf wenn die Stufen klein sind :) 
  • wenn dich neue Sachen verunsichern, resignierst du nicht, sondern versuchst es nach kurzer Zeit doch nochmal oderaus sicherer Entfernung. Zum Beispiel beim Kinderturnen, wenn du dich nicht traust, über den Balken (mit Geländer) zu gehen, ziehst du mich dort nach 5 Minuten nochmal hin und du probierst es viel mutiger.

Mittwoch, 23. April 2014

Unser Ostern...

Ein bisschen verspätet gibt es noch Fotos von unserem Ostern :)

Wir waren bei meiner Schwägerin (Schwester meines Mannes, Tante des Sohnes ;)) und Freund und Kind im Garten mit Oma, Opa, Nichte, ihrem Mann, einem Freund, dem Cousinchen (10,5 Monate) und so weiter ;) 


 Eier bemalen mit Ben <3

 Ben bemalen mit Eiern... 

 Wohnung bemalen mit Ben!

 im Garten mit der Familie. 

 mit Blümchen und Pusteblümchen im wehenden Flauschehaar <3

 EIA! Und Küsschen für (Großcousine) Mia... er nimmt sie dann meistens in beide Hände und zieht sie her :D


Und Bens Osterei von der Oma: Nachdem sie hörte, dass er derzeit saure Gurken inhaliert, bekam er ein Glas "Drudru" statt Schokolade :D :D :D 

 völlig erledigt vom Eia suchen ...


 Mini-Maus von meiner besten Freundin, deren Geschenke ich auch versteckt habe <3

 da waren wir dann am Ostermontag essen, 123 km weit mit der ganzen Bande zu Bens Uroma gefahren. 

 rutschen mit Papa :) 

rutschen geht nur auf dem Bauch rückwärts. Wenn er vorwärts rutscht, zeigt er mir, dass er dann "Dingggg!!!" Am Kopf macht ... hat sich wohl mal angehauen und traut sich nun nicht mehr. auch okay :)

Hallo, Mama!

Was ich Ben auch gerne beibringen will: Man geht nicht einfach irgendwo hin, sieht jemanden und begrüßt ihn nicht. Es wird ordentlich Hallo und ordentlich Tschüß gesagt. Das kann ich gar nicht haben, wenn man irgendwo hin kommt und ein Kind rennt, die Erwachsenen ignorierend, durch und weiß gar nicht, wer alles da ist. Na, jedenfalls weckt er mich am Morgen, quängelt sofort los und will unbedingt sofort den Rolladen aufgemacht bekommen ("Mamaaaa, auff, Mama AUFF, TÜA AUFF!!!") Ich sage. "Hey, so nicht. Ich bin gerade erst aufgewacht, jetzt sagst du erstmal ordentlich guten Morgen!" er setzt sich hin, schaut mich ernst an und sagt "Hallo, Mama." und klatscht sich danach selbst Beifall. Ich wusste nichtmal, dass er so schön "Hallo" sagen kann... Anschließend habe ich sogar noch einen "Duss" bekommen :D
Übrigens sagt er nun auch ganz wunderschön "Elmo". Und weiß, dass er auch so heißt. hach. 

Samstag, 12. April 2014

Eigensinnige Kerlchen

Na, liebe Eltern, macht ihr auch alles falsch? Gehts euch auch so?
Ben hat in letzter Zeit immer mehr sture Ideen im Kopf, die er genau so gerne hätte, und was davon abweicht, wird mit hysterischem Gekreische bestraft.
Beispiele?

Ich habe neulich am Bett so mehr zu mir gesagt "was könnte ich denn singen..." und er "MAH!!!" (das heißt Katze.) ... ich also das Katzentanzlied angestimmt... "NEIN!!!!" und heult... bis ich drauf kam, es muss "ABC, die Katze lief im Schnee" sein. Nur das. Eine halbe Stunde, sonst pfiff er mich gleich an "MEHR!!!" Letztendlich dichtete ich noch x Strophen dazu und sang eine Dreiviertelstunde dieses beknackte Lied (immerhin schlief er ohne Stillen ein... WOHOOO!)

Vorgestern gings meinem Mann dann so, da musste es ein Lied mit "DRUDRU!" (Elefant) sein - das war einfach, "was müssen das für Bäume sein" - aber danach sollte es "Maus!" sein. Also fing mein Mann an... "Ein Schneider fing ne Maus" (das haben wir ganz oft gesungen "früher", als Ben noch so klein war!) Aber nein, "Mh-Mh!!" Kopfschütteln... Alles Mögliche probiert... Letztendlich war es "Fuchs,  du hast die Gans gestohlen", weil da in einem "Nebensatz" am Ende vorkommt: "nimm, du brauchst nicht Gänsebraten, mit der Maus vorlieb!" 

Beim Singen abends kommt nun nicht mehr ein "MH!" wenn man mehr / weiter singen soll und er noch nicht schläft sondern "Mehr?!" ... Ob dieser Befehlston nun besser ist ich weiß ja nicht...
Genauso beim Essen... MEHR!!!! und dann schmiert man die zweite Brothälfte er nimmt nen Bissen, schüttelt den Kopf und ist satt.

Als wir einkaufen waren, durfte ich keinesfalls meine Hände an die Schiebestange des EInkaufswagens legen. KEINESFALLS. wie ich den Wagen dann schieben soll, das ist nicht das Problem vom Kind, ganz egal, nur eben: NICHT ANFASSEN!
 

Oder. Kartoffelbrei JA! Erbsen SUPER! Beides zusammengematscht? Willst du mich UMBRINGEN, Mama??!? Essen geht nur mit meiner Gabel und nicht mit seiner...

Es sind 2 Stühle auf dem Balkon, direkt nebeneinander. Ich sitze aber natürlich auf dem falschen Stuhl und auf dem anderen kann man nicht so gut sitzen als Kleinkind, welches dann weinend zusammenbricht, auf die Knie, flehend, doch bitte auf dem einzig wahren Stuhl zu sitzen....

Er ist vorletzte Woche auf dem Balkon, auch beim Umtopfen, in einen Kaktusstachel getreten. Seither bleibt er bei jedem Fussel, jedem Faden etc auf dem Boden stehen, stellt sich auf Zehenspitzen und schreit "PIIIIDI!! PIIIIDII!!!" (Pieks ^^) bis ich ihm jeweils 100 mal versprochen habe, dass der Kaktus schon weg ist und ihm zeige dass es nur ein Fussel / etc ist.. Leider fängt er das nun auch bei Fliegen an, nachdem ich ihn neulich vom Balkon geholt habe, weil da eine Wespe um ihn herumgeflogen ist und ihn nicht in Ruhe ließ. Seither findet er leider alle Fliegen usw. zum Fürchten, kommt panisch zu mir oder will auf den Arm - "PIIIDI!!!"

Was übrigens super klappt, ist die Sache mit der Toilette! Wir machen nun kein "Training" in dem Sinn, sondern ich habe einfach bei dm einen Toilettensitz mitgenommen, den man auf die Brille legt. Ursprünglich wollten wir einen Familiensitz, allerdings haben wir erst einen neuen kaufen müssen, das käme uns dann irgendwie verschwenderisch vor, und davon abgesehen haben die Familiensitze qualitativ nicht den Super-Eindruck bei uns hinterlassen, so dass wir uns eben für die Lösung entschieden haben.
Na, jedenfalls haben wir halt ab und an mal gefragt, ob er da drauf sitzen will, vielleicht so alle 2 Tage mal, abends beim Umziehen, also nur mal zum Interesse wecken und so... Nachdem er schon immer aufs Katzenklo zeigte und "Pipi!!!" und so rief.
Also, eines Sonntags, da schaute mein Mann noch Fußball, war bisschen unkonzentriert beim Wickeln, Ben sagte "PIPI!" und mein Mann schielte fröhlich weiter zu DER Torchance (...) "jaja Ben, da ist Pipi -" "P I P I !!!!!" -"ja Ben --- und TOOOR" und merkt, wie es an seinem Oberschenkel warm wird. Sag mal einer, Ben hätte ihn nicht gewarnt, ne?! Ben lachte sich kaputt und als mein Mann dann die schnell drüber gelegte Windel wieder weg nahm, fing Ben absichtlich an, weiter zu pinkeln - Windel drüber - Windel wieder weg und nochmal, lachend und "Pipiiii!!" rufend...
Wir fanden es natürlich erstmal lustig und haben jetzt auch nicht geschimpft, sondern uns gefreut, dass er das nun beeinflussen kann ...
Dann habe ich ihn etwa 1x am Tag auf die Toilette gesetzt, wenn er mitmachen wollte, einmal ging sogar was rein, ihn freute es aber mehr, den Deckel danach wieder zu machen zu dürfen. Und gestern sagte er beim Wickeln abends auch wieder "Pipi!". Ich fragte, ob er auf die Toilette sitzen will, er wollte, saß drauf und sagte irgendwann "da hoh" (da runter, das selbe wie da hoch :D) und ich stellte ihn davor, sofort pieselte er auf den Boden.. WAAAH, gleich wieder drauf gesetzt, und dann landete der Rest tatsächlich in der Toilette, yaaay. Das hat ihn dann so gefreut, dass er anschließend mit aller Gewalt noch 2 weitere Tropfen auf dem Boden verteilte... Juhu, ich habe Macht über mein Pipi....
Mal sehen, wie das nun weiter geht... 

Ja, das zu den freudigen Themen, die kinderlose und vielleicht auch Eltern größerer Kinder nicht ganz so nachvollziehen können :D

Freitag, 28. März 2014

Düss, Käfer!!!

Wir sind einkaufen gewesen und fast am Haus. Ben bleibt auf dem Weg zum Haus wie angewurzelt stehen und starrt auf den Boden. Da wuseln nämlich Feuerkäfer.
Er quietscht, zeigt auf den Käfer und guckt mich entgeistert an. Ich erkläre ihm, dass das ein Käfer ist und der jetzt auch (zu sich!! hoffentlich!) nach Hause krabbelt (vermute ich halt mal, ich weiß ja aber eigentlich nicht, ob er vielleicht auch auf dem Weg zum Einkaufen ist?!). Er bleibt minutenlang stehen, schaut dem Käfer nach, geht dann in die Hocke und winkt ihm. Der Käfer reagiert nicht, aber Ben läuft ihm hoffnungsvoll hinterher und winkt weiter. Dem Käfer ist das noch immer egal und Ben lässt sich nicht davon abbringen, dass er doch vielleicht wenigstens mal kurz zurückwinken sollte... Nach ein paar Minuten gibt er auf, steht auf, winkt nochmal in Richtung Käfer und sagt "düss!"
Im Treppenhaus liegt ein winziges Steinchen auf steinigem Steinoptikboden. Er winkt ihm, ich sage ihm, dass das nur ein Steinchen ist. Er sagt: "NEIN!"
Wenn ich jetzt frage, ob er heute einen Käfer gesehen hat winkt er sofort auf den Boden :D

Mittwoch, 26. März 2014

Zahnrädchen zwei und von dem "lustigen Kerl"

Ich habe in den letzten Tagen schon geschrieben. Von den Zahnrädchen. 

So richtig einordnen konnte ich es nicht, was das da ist, was neu ist. Aufgefallen ist es mir gestern so richtig.

Ich sagte: "Du, wir gehen jetzt kurz die Oma abholen!" - "Hamo? Hamo!!! Ja!!!!" und er lacht laut und freut sich. Es ist nicht so, dass er sich vorher nicht gefreut hätte. Oder Oma nicht verstanden hätte. Aber er nickte dann, und wartete, was passiert. Aber jetzt sieht man es so richtig. Er wird ungeduldig und bringt mir die Schuhe, "Hamo, HAMO!!!" Er will zur Oma, schnell, denn er freut sich. Im Auto fragt er die ganze Zeit: "Hamo? HAPO?" (Opa, ist der auch da?) Und als wir sie dann abgeholt und nach Hause gefahren hatten und wir dann zu uns heim wollten, war er im Auto erstrecht verwirrt, es ging die ganze Fahrt über "Hamo? (die haben wir gerade heim gefahren.) Hapo??? (der war zuhause, den ghaben wir aber gar nicht gesehen.) PAPA? (der Papa ist bei uns zuhause. Da fahren wir jetzt hin.). MAMA??? (ich sitze hier und fahre.) HAMO? MAMA? PAPA!?!..." Also, er stellt Fragen, viele Fragen, und freut sich, und ... ja, es ist immer noch schwierig zu erklären!

Gegenständen werden nun zweckentfremdet und nicht mehr nur genau untersucht. begutachtet, gedreht, geworfen und ausprobiert, sondern so wird auch plötzlich mal die Cremedose zum Lenkrad umfunktioniert, das Brötchen wird zum Auto und "brummmm"t über den Tisch und die Laugenstange wird zum Telefon. Okay, telefonieren kann man schon seit gefühlten Ewigkeiten mit jedem Gegenstand, auch mit der Hand und dem "Luß" (der hat allerdings immer die Tastentöne an!) und mit dem Heizungsthermostat...


Am Abend malen wir im Wohnzimmer. Nachdem er das Fitzelchen Tisch anmalte, welches nicht mit Papier beklebt war (.....), füllt er Stifte in die Gießkanne (.... kreativ ist er ja, ne?), und reißt das Packpapier in großen Fetzen vom Tisch. Das soll auch in die Gießkanne. Er probiert es kurz und merkt, das passt da nicht so rein, wie es ist, am Stück. Er schaut es sich kurz an - knüllt es in beiden Händen zu einem kleinen Ball zusammen und steckt es dann rein. Das ist so clever!

Und so schön zu sehen, wie er immer klüger wird, wie kreativ und einfallsreich er ist und wie er sich selbst Lösungen für seine kleinen Alltagsprobleme überlegt!





Und etwas völlig anderes:
Immer wenn wir in der Stadt unterwegs sind, wirklich immer, kommen alte Menschen auf Ben zu und fragen ihn, was er da für ein "Tier", "eine Puppe" oder "was für einen lustigen Kerl" (?!) er da dabei hat (die Maus eben!) ... Ich frage mich, wieso fragen das so viele Menschen? Wieso interessiert sie das? Und wieso kennen die die Maus nicht?!
Heute war es dann wieder so weit, und ein alter Mann fragte im Parkhausaufzug "Was hast du denn da für ein Tier?" Ben schaute ihn mit großen Augen an, drückte die Maus noch ein bisschen fester an sich und schob sie ein bisschen weiter in den Buggy, damit er sie nicht nehmen konnte, und gab keine Antwort. Der Mann fragte mich in etwas empörtem Tonfall: "Kann das Kind etwa noch nicht sprechen?!" ... Ich sagte: Doch, aber es spricht nunmal nicht mit jedem." Er dachte kurz nach, sagte "da hat er ja auch eigentlich recht" und dann ging der Aufzug schon auf.
Ich habe ja prinzipiell nichts dagegen, dass sich andere Menschen mit meinem Kind unterhalten wollen, aber es ist immer der selbe Schlag "alter Mensch" der einfach auf ihn zu geht,  die selbe Frage, die sie sich auch selbst beantworten könnten, und dann wird die Maus auch manchmal angefasst (unmöglich finde ich das und ziehe ihn / den Wagen dann auch weg!) und solche Fragen stellen. Ich gehe doch auch nicht zu alten Menschen und sage "was haben Sie denn da für ein lustiges Hütchen auf dem Kopf? Und was ist das für ein putziger Stock, auf den sie sich da stützen?" ... Klar, wie soll man sonst mit einem Kleinkind ins Gespräch kommen, aber ... wieso will man mit einem fremdem Kind im Aufzug oder beim Bäcker denn auch ins Gespräch kommen?







Übrigens: Ich habe die Seiten im Blog ein bisschen überarbeitet, das Sprachupdate ist nun oben angeheftet als extra Seite. So muss ich nicht immer suchen und es fällt nicht hinten runter!