Donnerstag, 24. Januar 2013

Normale Eltern. Und meine Ideale.

Manchmal fühle ich mich mit meinem Blog hier im Internet ziemlich alleine.
Mal abgesehen von ein paar wenigen, die ich privat und via Twitter etc kenne.
Und abgesehen von meinen Freunden. Und überhaupt, soll sich jetzt keiner konkret angesprochen fühlen. Falls ers dennoch tut: "so wars nicht gemeint."

Das Folgende ist natürlich alles mit einem Augenzwinkern zu betrachten und sagt nicht aus, dass ich alle, die so sind, total daneben finde. Teile davon haben nämlich irgendwie die Meisten in sich.
Es geht mir nur darum, wie normal ich uns finde - und dass es anderen mit mir wahrscheinlich genauso geht wie mir, wenn ich mich manchmal nur wundern kann. 

Mein Sohn heisst Ben und nicht "blogboy" "zuckerstückchen" oder sonstwas.
Verheiratet bin ich mit meinem Mann, der mich, falls ich ihn mal "Männe" nennen sollte (ich wüsste nicht wieso ich das wollen würde) gewaltig auslachen würde. Und wenn er mich "Muddi" nennen würde, würd ich ihm wahrscheinlich kochlöffelschwingend an den Hals springen.
Er weiss wie man Windeln wechselt, und er hat sich über die Schwangerschaft gefreut, anstatt mit seinen Kumpels zu saufen und zu heulen, sein Leben sei vorbei, oder sich vor Windeln zu ekeln, wie man das normalerweise tut, wenn man Filmen und deren Rollenverständnis, Erzählungen und Internetforen glauben schenken möchte.

Ich blogge nicht für Geld irgendwelche gesponserten Artikel über Zeugs, das ich überhaupt nicht gut finde oder benutzen würde, auch wenn mir das schon mehrfach angeboten wurde.
Und schon gar nicht blogge ich über irgendwelche Communities, deren Marketingfuzzies sich ausgedacht haben, Müttern psychologisch durchdachte und geschickt verfasste "wir Mütter sind eiiine Familie und müssen zusammenhalten!!"- Mails zu schicken, um kostenlos an Werbung für ihr Portal zu kommen...

Wenn man mir während eines Kurses, bei dem man die Babys nackt ausziehen soll, sagt, ich soll mich bei meinem Kind bedanken, wenn ich es wickeln durfte, damit es sieht dass ich Respekt vor ihm habe, weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. (erst weinen, dann lachen. Oder doch umgekehrt?)
Genauso, wenn man mir sagt, ich müsse mein Kind wegen des modernen respektvollen Umgangs um Erlaubnis bitten, etwas mit ihm anzustellen (massieren, spielen, singen). ("Darf ich dir die Kackwindel wechseln? Nein? Ach, bitte, bitte!")
Dennoch sagt mir mein gesunder (...) Menschenverstand, dass ich meinem Kind natürlich erkläre, was ich mit ihm mache oder vorhabe und es nicht anschweige und Windeln wechsle, als würde ich an einem Rennauto mal eben schweigend auf die Uhr schielend Reifen wechslen.
Manchmal glaube ich, ich möchte aus diesem Grund Babykurse geben. Krabbelgruppen oder Stilltreffen. Ganz ohne "Ben, darf ich dir bitte die Hose ausziehen?". Und dennoch ungezwungen.
Aber dann denke ich an die anderen Eltern dort, denen man sowas tatsäch lich erklären muss, dass sie ihr Kind stillen dürfen wenn es weint oder nicht ausziehen müssen, wenn es das nicht will, und und mir wird ganz übel und ich verwerfe den Gedanken daran wieder.

Mein Kind wird mit 3 Jahren in den Kindergarten kommen, und das obwohl mein Mann und ich keine Spitzenverdiener sind. Wobei ja oft gerade die Spitzenverdienerbabys möglichst schnell abgegeben werden, damit noch mehr Spitzenverdienst gemacht werden kann, was mich als gelernte Heilerziehungspflegerin und Erzieherinnentochter sehr, sehr traurig macht.
Bei Hunden- und Katzenwelpen heult ja auch gleich jeder, wenn man die unter 12 Wochen (man rechne das mal in Menschenzeit um!) von den Katzen / Hundeeltern weggibt, weil das nicht gut für ihre Entwicklung / Sozialisation ist. ("die armen kleinen!!! so früh von der Mutter weg, die wissen ja gar nicht, was los ist!!!" - Und dann jammert man, dass die Tiere verhaltensorigineller sind als andere. Ich hab auch so 2 Exemplare kreativköpfiger Katzen hier.)  Bei Babys ist das aber neuerdings okay und ganz normal. (Damit man mehr Zeit für sich hat, endlich wieder in Ruhe einkaufen gehen kann versteht sich, ich meine nicht die, die arbeiten müssen oder wo die Kinder anderswo besser aufgehoben sind.) Dafür erklärt man sich auch plötzlich die Sache mit der Sozialisation und der Bindung zu den Eltern ganz anders. Komisch, ich hab vor 12 Jahren noch was ganz anderes gelernt.


Und wenn man da eben dieser Meinung ist, wird man gleich als Anti-Feministin gesehen, die lieber zuhause faul "Muddi" spielt und sich von ihrem Mann aushalten lässt.Oder unterdrücken. nee, am besten beides. Und der persönlichen und sozialen Entwicklung des Babys im Weg steht, weil man es bis es 3 ist, zuhause betreuen will. jaja.
Aber darüber könnt ich sowieso... blah. Und immer trifft es die falschen, immer fühlen sich die falschen angesprochen, dabei geht es mir hierbei nicht um einzelne, sondern um unsere Gesellschaft.
Und ehrlich. Ich bin des Diskutierens müde. Mach ich nicht mehr, sorry. Man muss mich von keiner anderen Meinung überzeugen wollen. 

Und sowieso bin ich ein einziger Widerspruch:
Ich wickle mein Kind in böse Papierwindeln, gehe zum Babyschwimmen (CHLORWASSER!!) und dennoch werde ich so abgefahrene alternative Sachen machen wie Breie selbst kochen, und das sogar mit teilweise Biogemüse und informiere mich nebenbei zum Thema breilose Beikost.
Ich stille mein Kind nicht mit 4 Monaten ab, weil "ich wieder Zeit für mich brauche", oder "mein Körper wieder mir gehören soll" sondern halte mich an die empfohlenen 6 Monate (voll!)stillen. Und dann eben so lange stillen, bis die Beikost zur Hauptkost wurde und es dem Kind reicht. Oder meine Brust nicht mehr mitmacht. Aber nicht, um meine persönliche Freiheit wieder zu erlangen. Da kann man genausogut abpumpen. Oben genannte Katzen- und Hundemütter überlegen ja auch nicht, ob sie stillen oder nicht. wenns geht, dann wird gestillt. Und wenns nicht geht, dann finden sich hoffentlich nette Menschen, die den Welpen die Flasche geben. Aber keine Katze habe ich jemals sagen hören "puh, das nervt mich total. Das Kätzchen bekommt jetzt ein Fläschchen. Dann hab ich mene persönliche Freiheit wieder.".
Und ich stille auch nicht, um die "Bindung zu meinem Kind zu intensivieren" oder weil ich mich einer Stillbewegung oder sonstwas anschließen will, sondern weil es sich für mich normal anfühlt. Völlig normal

Und wo wir schonmal so offen sind: Dass man ein Kind hat, und das obendrein noch im selben Bett schläft, heisst auch entgegen vieler Publikationen und Meinungen auch nicht, dass man sich als Paar entfremdet, vernachlässigt oder nix mehr läuft. Ehrlich.

Auch wenn es nicht immer einfach ist, habe ich mir noch nie gewünscht, dieses Kind nicht bekommen zu haben oder los zu werden. Damit scheine ich auch recht allein. Oder dass man sich überfordert fühlt. Tu ich nicht, sorry. ut mir echt leid, man bekommt das als Blogger ja hin und wieder vorgeworfen, dass alles s "super" nach aussen ausschaut, aber es gar nicht so toll sein kann. Ist es aber.
Natürlich bin ich manchmal genervt. Aber das wäre ja auch alles andere als normal, wenn das nicht so wäre.

Und sowieso suche ich mir grundsätzlich vernünftige Mittelwege statt ein Ding radikal fanatisch komplett durchzuzwingen.

Aber auf meinem Weg zur und meinem kurzen Weg als Mutter bin ich bisher, zumindest im Internet, wenn man mal kurz was ergoogeln will (z.B. zum Thema stillen, Beikost oder wann man das Kind am besten für den guten alten Kindergarten anmeldet) hauptsächlich auf Extreme gestoßen.
Solche, die eben stillen bis das Kind 5 ist. Oder sofort ne Flasche geben, weil sie lieber wieder trinken und rauchen wollen, statt zu stillen. Oder welche, die stillen abartig eklig finden. Oder solche, die ihr Kind mit 6 Wochen 8 Stunden am Tag in KiTas geben wollen, weil sie noch so hohe berufliche Ziele haben. Oder solche, die das Kind bis es 12 Wochen ist nicht vor die Tür lassen, damit es nicht überfordert ist. Oder solche, die Nasensauger für den Staubsauger kaufen (ja, das gibts es wirklich.).

"Gesunder Menschenverstand" ist eigentlich alles, was ich zum Thema Babys kriegen und versorgen noch sagen kann.
Und will. :)

Kommentare:

  1. Danke! Sehr erfrischend und obwohl ich noch kidnerlos bin und der Beziehung absolut keine Ahnung habe, möchte ich dir zustimmen. Einfach wegen meines hoffentlich gesunden Menschenverstands ;-)

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  2. Endlich mal normale Leute! ;o) Es werden Dir noch viele andere Extreme begegnen - und manchmal frage ich mich ob ich bescheuert bin oder die Anderen... Bewahr Dir den gesunden Menschenverstand! Liebe Grüße!

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  3. Wo ist das Feld zum unterschreiben? :)

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  4. Danke!!! Gerade noch relativ frisch schwanger googelt man ja gerne und jedes Mal wünsche ich mir danach, es nicht getan zu haben, weil ich nicht klüger als zuvor bin :(. Dabei habe ich so viele Fragen!

    Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann einen gesunden Weg für uns finde, mit dem ich mich wohl fühle und das Kind und der Mann natürlich. Da macht ein solcher Post doch Mut :), deswegen: danke!

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  5. Ich kann viele Deiner Aussagen so unterschreiben. Genau meine Meinung. Zumindest als ich noch frisch gebackene Mama war. Jetzt nach knapp vier Jahren habe ich für mich beschlossen, die andere Meinung einfach existieren zu lassen. Ich kann so vieles nicht nachvollziehen, aber jeder geht doch irgendwo seinen eigenen Weg und ist damit glücklich. Gerne lasse ich mir erzählen, wie andere das machen und nehme ein paar Anregungen für unser Familienleben mit. Und wie ich was bei uns umsetze, das bestimmt ganz allein mein Gefühl. Das ist nämlich das, was ich bei so vielen Diskussionen immer vermisse. Die Natur hat uns Mütter und auch Väter mit einem wahren Schatz ausgestattet: Das Gefühl für unserer Kinder. Wer darauf hört, braucht keine Ratgeber oder Schlaferziehungsmaßnahmen. Damit wird sich alles fügen. Es wird nie immer alles ganz toll sein, aber wenn man nach seinem Gefühl geht, muss man sich nie fragen, ob das jetzt so richtig war.

    Also plädiere ich für gesunden Menschenverstand und das Gefühl für das eigene Kind! Und natürlich, dass sich die Mütter mit Ihren Vorstellungen in Ruhe lassen. Jeder kann tun und lassen was er will, aber soll bitte nicht versuchen mich davon zu überzeugen, noch mich als schlechte Mutter hinzustellen, weil ich eine andere Meinung habe.

    Du machst das genau richtig.

    Alles Liebe
    Sindy

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  6. Zwar bin ich noch kinderlos, aber ich stimme dir sowas von zu!

    Der gesunde Menschenverstand wird derzeit irgendwie nach und nach abtrainiert und egal, wie mans macht, man macht es doch verkehrt. Ich freu mich schon.. o_O

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  7. Toller Bericht!
    Einfach aus dem Herzen und eben mit Menschenverstand!

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  8. Bis auf das Augenzwinkern stimme ich dir größtenteils zu. Das kannst du von mir aus ruhig weglassen.

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  9. OH JA, da sprichst du wohl vielen aus der Seele! Besonders mit der Betreuung und dem Stillen von Kindern! Diese eigenartigen Bedürfnisse, den Körper wieder für sich zu haben... warum dann Kinder..?

    Du kannst das Augenzwinkern gerne streichen ;)

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  10. Ein toller Text - würde ich auch als (noch) kinderlose definitiv unterschreiben :)
    Ich glaube aber auch wenn man sich als Ehepaar in Sachen Erziehung usw. einig ist, dann dürfte es nicht schwer sein seinen eigenen ganz persönlichen Mittelweg zu finden ;-) Man neigt heute ja sehr schnell dazu alles mögliche zu googlen aber mal ehrlich: Die Mütter vor 50 Jahren konnten nichts googlen und sie haben es auch geschafft ihre Kinder großzuziehen oder? ;)

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  11. Schön, endlich mal soetwas zu lesen!! Auch ich als zweifache Mutter kann dir da nur zustimmen. Man sollte endlich wieder lernen, auf sein Bauchgefühl zu hören und nicht versuchen sich der Gesellschaft zwanghaft anzupassen und sich total zu verbiegen. Sowas kann auf Dauer einfach nicht gut gehen.
    Leute hört auf euren Bauch!!

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  12. Jajaja!
    (Und genau solche Eltern wollen die Herzprojektfreundin und ich mit unserer Kindertagespflege ansprechen. Die die zum Babychinesisch wollen (auch son Klischee) oder die die außschliesslich dies oder das machen, würden bei uns warscheinlich (so wie es angedacht ist) gleich wieder rückwärts rausstolpern.

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  13. Ach, liebe Kami, schön, auch normale Blogger im WorldWideWeb zu finden! Bis auf die Tatsache, dass ich meine Tochter ab 1 Jahr für 5 Std täglich in die Kita gegeben habe, weil ich gerne wieder als Lehrerin arbeiten wollte (!), kann ich jede deiner Aussagen so unterschreiben! Endlich mal noch jemand, der sich nicht chronisch überfordert fühlt mit seinem Kind :) P.S. Ich gebe übrigens solche Kurse ^^ Kurse, wo ganz normale Eltern mit ganz normalen Kindern hinkommen, um ein bisschen zu singen, zu tanzen, ein paar Kniereiter auf Bällen zu hopsen und Fingerspiele zu erzählen. So ganz ohne "Darf ich dich jetzt auf den Ball setzen?" :D Solltest du mal in Berlin unterwegs sein, bist du da mit Ben herzlich willkommen!

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  14. Auch ich kann nur Danke zu diesem Text sagen.Ich habe mich sowas von wieder gefunden,da ich auch eine noch relativ neue Mama bin.(Unsere Tochter ist am 18 September 2012 geboren)und der Babykosmos bzw die Babymaschienerie uns auch erdrückt!Ein Punkt den du so nicht erwähnt hast ,ist für mich die ewigen Lügen und Angeberrei von den Supermamis.Mein Witz ist da immer .Augenringe bis zum Boden ,aber der Satz "Meine Prinzessin schläft schon durch!oder unsere Kleine schäft schon ganz alleine in ihrem Zimmer,was ich für ein 3 monate altes Baby irgenwie grausig finde.Warum diese Lügen...Man kann doch zugeben wenn es mal nicht so rund läuft oder wenn man Hilfe braucht.Auch die ewigen Vergleiche nerven.Kann deine schon den Kopf heben ,krabbeln,chinesisch sprechen etc.Ohne Scherz-wir werden in der Spielgruppe gemobbt,da meine KLeine schon ziemlich weit für ihr alter ist und somit aus dem Rahmen fällt...Wo soll das nur hinführen.In manchen Situationen muss ich an die Worte meines Arztes aus dem Krankenhaus denken-Frau J.hören sie auf ihr Bauch bzw. Muttergefühl und nicht auf tausende Ratschläge/Meinungen.
    Lg mone

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  15. Hey HEP Kumpeline ;-)

    Auch ein guter Text , ich hatte ja gestern auch einen in der Richtung verfasst und ich finde es super . Unser handeln mit den Babys geht in verschiedene Richtungen was beispielsweise das stillen angeht aber du schreibst es so wie ich mich gerne unterhalten würde , die eine macht es , die andere nicht und keiner macht Vorwürfe sondern vertritt eine Meinung und das nicht zu vehement.

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  16. Daumen hoch sag ich da nur :)
    Eine meiner besten Freundinnen ist scheinbar zur Supermutti mutiert, die alles am besten weiß...ich hoffe das vergeht wieder bis ich mal Kinder hab *gg*

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  17. Triffst du echt so oft auf solche Extreme? Ich habe bisher ganz viele ganz normale Mütter kennengelernt. Manche stillen, manche stillen nicht, manche sind etwas überbesorgt und teilweise überfordert, manche völlig locker, manche bleiben zuhause, viele gehen nach einem Jahr wieder arbeiten.
    Vielleicht habe ich einfach Glück und bin auf die normalen getroffen in den Kursen und Treffs, die ich so besuche.
    Insgesamt gebe ich dir aber natürlich recht. :)

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  18. Danke,Du sprichst mir aus der Seele.Jeder sollte für sich den richtigen Weg finden,egal wie der aussieht,ohne sich für irgendwas rechtfertigen und verbiegen zu müssen.Jedoch sollte man auch dahinter stehen und sich nicht von Medien usw.beeinflußen lassen.Habe da in meiner Mamilaufbahn ;-) (meine Tochter ist 5 J.u.mein Sohn am 04.10.12 geboren)schon einige Erfahrung darüber gemacht.

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  19. Sehr sympathisch Kami :-) ich habe herzlich gelacht gerade beim Lesen...genauso ist es..manchmal könnte ich auch rückwärts wieder aus so einer Gruppe mit anderen Müttern wieder rausstolpern..wie kompliziert manche denken..so völlig vom Normalen weg..meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt und ich finde es eigentlich auch die schönste und normalste Sache der Welt Mama zu sein...alles Gute weiterhin für euch!

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  20. Gesunder Menschenverstand und Bauchgefühl. Es gibt nicht DEN richtigen Weg für alle, nein, jeder braucht was anderes. Denn Gott sei Dank entwickeln sich da individuelle Persönlichkeiten, die eben auch gemeinsam mit ihren Eltern den eigenen Weg gehen wollen, anstatt irgendwo hinein gedraengt zu werden.

    Es laeuft etwas nicht ganz rund, wenn viele Mütter genötigt sind, das Kind schon mit einem Jahr abzugeben, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Wie man es macht... man wird irgendwie immer schraeg angeschaut.

    Schicke dir liebe Grüße!

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  21. applaus applaus applaus :)

    manchmal find ichs schade, dass ich noch auf keine supermutti getroffen bin, ich will doch auch mal lachen :)

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  22. Wenn man mir während eines Kurses, bei dem man die Babys nackt ausziehen soll, sagt, ich soll mich bei meinem Kind bedanken, wenn ich es wickeln durfte, damit es sieht dass ich Respekt vor ihm habe, weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. (erst weinen, dann lachen. Oder doch umgekehrt?)"

    Ahahahaha :D

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  23. Mir geht es wie Blumenpost. Ich frage mich, in welchem Internet du unterwegs bist ;-) Ich hatte bisher ebenfalls das Glück relativ normale Mütter zu treffen. Vielleicht tummeln sich die Extreme wohl gerade im Netz, weil sie da auf ein offenes Ohr oder Gleichgesinnte hoffen. ;-)

    Ich bin übrigens auch eine der jungen Akademiker-Mütter ;-) die nach einem Jahr aus eigenem Antrieb wieder arbeiten ging und die mit dem neuen Modell (Kind 6 Stunden bei der Tagesmutter, Mama 5 Stunden im Büro) sehr glücklich ist. Aber das ist ein Thema, das muss jeder für sich entscheiden. :-)

    Lass dich nicht verunsichern. Ich bin mir sicher, ihr seit mit eurem Denken und Handeln nicht alleine. Vielleicht fehlt dir einfach noch die Babymama-Freundin, die so tickt wie du zum gegenseitigen Austausch? Ich habe gottseidank (auch abseits von Baby/Mama-Kursen) einige gefunden...

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  24. Da kann ich auch nur zustimmen!!! Danke für diese wunderbaren Worte!!!

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  25. hallo!
    Bin zufällig hier her gekommen.
    Es ist eben ein recht energiegeladener Text. Ist auch ok so. Doch ich denke Toleranz auf allen Seiten ist immer der beste Weg. Man kan werder hier noch da verallgemeinern. Unsre Gesellschaft entwickelt sich immer weiter. Wir bleiben nicht stehen. somit auch Ansprüche an andere/an sich selbst.

    Ich bin ebenso Mama und ich mache mich eigentlich ziemlich locker mittlerweile.

    Ich habe Freunde, die ihr Kind bis 3 Zuhause lassen und andere die ihr Kind mit 6 Monaten in die Kita gaben (und die Kleine ist total der Sonnenschein und liebt es dort zu sein!)
    Ich kenne Mütter die haben nicht gestillt und welche die tun es noch heute.
    Alles ok. Ich denke, es darf jeder entscheiden. Und jeder hat für sich die Gründe dazu.
    Ich bin froh, dass wir die Möglichkeiten haben.

    Ich denke, es kommt immer auf die einzelne Situation an. Verallgemeinern kann man nicht.
    Die Bücher zum Thema ..."so, kleine(r) xy, nun möchte ich dich wickeln, darf ich das ..." kenne ich auch.
    Hmm. Mein ding sind sie auch nicht. Ich finde auch, dass man da ganz auf sein Bauchgefühl hören sollte.

    Aber manchmal sagt es auch,"hey, ich bin echt glücklich in meinem job. ich mag beides so gerne. Mamasein und berufstätig, also schaue ich nach Möglichkeiten, dies zu vereinbaren ... "
    Warum also nicht. Glücklich, ausgeglichene Mama = gut für Familie und Kind.


    Dir einen schönen Abend!

    Nic

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  26. Wow! Toll geschrieben. Ich unterschreibe dir alles genauso. Ich bin auch gerade schwanger und werde auch 3 Jahre zu Hause bleiben (obwohl das Kind ungeplant war).
    Ich finde es gut, dass du das so schreibst. Jeder soll für sich selber entscheiden und im besten Falle sollte er dafür nicht verurteilt werden.

    Liebsten Gruß aus Köln!
    Nora.

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  27. wunderbar!! Bin heir eben yufaellig drauf gestossen und freue mich RIESIG ueber diesen Text.
    Ich mache vieles wie du, einiges anders, aber gerade die Unterschiede (sofern sie vom eigenen gesunden Menschenverstand ausgehen) machen das Muttimiteinander ja bunt.

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